Die Aufregung war gross in Solothurn: Vor ihrem Auftritt am WEF im vergangenen Jahr legte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mit ihrem gesamten Sicherheitsdispositiv einen Zwischenstopp im Coiffeursalon von Mehdi Delaram ein. Die beiden kennen sich seit über zehn Jahren, kennengelernt haben sie sich in Berlin.
Da Delarams prominenter Gast am Sonntag vorbei kam, hatte die Episode sogar noch ein Nachspiel: Die Geschäfte in Solothurn müssen sonntags geschlossen bleiben. Die Behörden prüften einen möglichen Verstoss gegen das Arbeitsverbot.
Wie der «Blick» in dieser Woche berichtete, wurde der Fall bereits im Mai 2025 abgeschlossen. Ein Verstoss wurde demnach nicht festgestellt.
Nun kommt Ursula von der Leyen in diesem Jahr wieder ans WEF. Am Dienstag Vormittag hält sie ihre Rede im Kongresszentrum. An Zündstoff mangelt es in diesem Jahr freilich nicht: Der Krieg in der Ukraine, Streit um Grönland mit US-Präsident Donald Trump und drohende neue Zölle für Europa – Gründe genug, um graue Haare zu bekommen.
Eingeflogen aus Paraguay
Diesmal allerdings reichte es nicht für einen Termin. «Wir hatten in den letzten Tagen nochmals direkten Kontakt und haben diverse Möglichkeiten durchgespielt», sagt Delaram im Gespräch mit CH Media. «Wir haben alles versucht, aber diesmal klappt es leider nicht.»
Der Grund: Von der Leyens Zeitplan ist extrem durchgetaktet. Die Kommissionschefin fliegt direkt aus Paraguay ein, und muss rasch weiter zum nächsten Event. Selbst ein Vorort-Termin in Davos liegt für den Coiffeurmeister aus Solothurn nicht drin.
Aber: «Wir haben uns bereits fix für nächstes Jahr organisiert», sagt Delaram. Eventuell klappe es sogar wieder in Solothurn. Ob an einem Sonntag oder anderntags, ist allerdings noch offen.

