Verspätungen und rote Zahlen

Staatskonzern in Not: Unwetter, Streiks und die Fussball-EM legen die Schwächen der Deutschen Bahn schonungslos offen

Höhere Verluste, mehr Verspätungen: Die Probleme des Unternehmens haben sich noch einmal verschärft. Nun sollen Bundeshilfen und ein Sanierungsprogramm Besserung bringen. Von Investitionen wie in der Schweiz können deutsche Bahnkunden aber weiterhin nur träumen.
Jahrzehntelang vernachlässigte Deutschland seine Bahninfrastruktur: ein ICE-Zug in Nürnberg.
Foto: Imago

Wer heutzutage noch von «deutscher Pünktlichkeit» redet, dürfte in vielen Fällen ein müdes Lächeln ernten. «Deutscher Schlendrian» träfe es wohl eher, zumindest was den Zugverkehr angeht: Horrorgeschichten von Reisenden, die zwischen München und Hamburg auf der Strecke bleiben, sind seit Jahren Legion. Finanziell sieht es kaum besser aus: Diese Woche präsentierte die Deutsche Bahn ihr Halbjahresergebnis. Dabei musste der Konzern einen Verlust von 1,2 Milliarden Euro nach Steuern bekannt geben; der Umsatz sank um 3 Prozent auf 22,3 Milliarden Euro.

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