Analyse

Erdbeben in Venezuela: Für die Regierung kommt die grösste Gefahr nach der Katastrophe

Das Beben bringt in Venezuela nicht nur die Gebäude ins Wanken. Die Maduro-Nachfolgerin Delcy Rodríguez steht zunehmend unter Druck.
In der Küstenstadt La Guaira ist das Ausmass des Erdbebens am stärksten zu sehen.
Foto: Ronald Penar / EPA

Das Jahrhundertbeben vom Mittwoch hätte in Lateinamerika vermutlich kein Land schlimmer treffen können als Venezuela. Ein Land, das nach bald 30 Jahren Chavismus sozial, wirtschaftlich und politisch am Abgrund steht. Fast acht Millionen Menschen waren laut den Vereinten Nationen bereits vor den schweren Erschütterungen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Zudem ist die Regierung von Präsidentin Delcy Rodríguez ohne viel Unterstützung und Vertrauen in der Bevölkerung. Und wirtschaftlich wird das gebeutelte Land durch die Zerstörungen noch weiter zurückgeworfen.

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