
Wie der Sprecher des Aussenministeriums, Robert Wood, am Mittwoch in Washington mitteilte, will sich die neue Regierung von Barack Obama der rechtlich nicht bindenden Erklärung anschliessen, mit der Homosexuelle weltweit vor Strafverfolgung geschützt werden sollen.
Damit revidiert Obama nach radikalen Kurswechseln in der Umwelt-, Abtreibungs- und Anti-Terror-Politik eine weitere umstrittene Entscheidung der Bush-Regierung.
In dem UNO-Dokument werden die Staaten aufgefordert, alle erforderlichen Massnahmen zu ergreifen, "um zu gewährleisten, dass die sexuelle Neigung oder die geschlechtliche Identität unter keinen Umständen als Begründung für Strafen dienen kann, insbesondere nicht für Hinrichtungen oder Verhaftungen".
Die Erklärung war bei der Abstimmung im Dezember von 66 der 192 UN-Mitgliedsstaaten mitgetragen worden. Von mehreren arabischen Staaten und vom Vatikan wird sie weiter abgelehnt. Zu den Unterzeichnern gehören alle 27 EU-Staaten ebenso wie die Schweiz.