USA

Christa Pike nach gescheiterter Hinrichtung bewusstlos

Nach einer fehlgeschlagenen Hinrichtung im US-Bundesstaat Tennessee ist Christa Pikes Zustand kritisch. Ihre Anwälte geben nun ein Update zu ihrem Gesundheitszustand.

Die im US-Bundesstaat Tennessee zum Tode verurteilte Mörderin Christa Pike war nach ihrer gescheiterten Hinrichtung am Donnerstagabend (Ortszeit) bewusstlos und an ein Beatmungsgerät angeschlossen. Das berichten mehrere US-Medien unter Berufung auf lokale Gerichtsdokumente vom Freitag.

Die «New York Times» etwa zitierte aus den Dokumenten, dass Pike laut ihrer Anwälte bewusstlos, intubiert und an ein Beatmungsgerät angeschlossen in einem Krankenhaus in Nashville liege. Zuvor hatte die 50-Jährige eine Hinrichtung mit zwei Injektionen überlebt.

Pikes Gesundheitszustand ist demnach kritisch. Das Krankenhauspersonal arbeite daran, das Leben von Pike zu retten und das injizierte Pentobarbital aus ihrem Körper zu entfernen, zitierte die «New York Times» die Anwälte.

Anwalt spricht von Komplikationen bei Behandlung

Am Donnerstag hatte Pikes Anwalt Randy Spivey erklärt, das Personal habe etwa eine Stunde erfolglos versucht, einen intravenösen Zugang zu legen. «Ich zählte allein in ihrem linken Arm mindestens sieben Nadeln, von denen eine verbogen zu sein schien, als sie nach einem erfolglosen Versuch aus ihrem Arm gezogen wurde», sagte Spivey. Während der Hinrichtung habe sich zudem ihr rechter Arm violett verfärbt; inzwischen gibt es nach Angaben der Verteidigung Blasen und Verbrennungen rund um die Einstichstellen.

Die 50-Jährige sollte am Mittwochabend mit einer Giftspritze hingerichtet werden. Doch nachdem ihr nach Angaben der Behörden die im Protokoll vorgesehenen zwei Dosen des Mittels Pentobarbital verabreicht worden waren, lebte sie weiter.

Pike war 1996 für den Mord an einer damals 19-jährigen Bekannten zum Tode verurteilt worden. Sie selbst war zum Tatzeitpunkt 18 Jahre alt. 1995 hatten drei Teenager das Opfer in einem abgelegenen Gebiet nahe der University of Tennessee in Knoxville gefoltert und getötet. In den vergangenen Jahren hatten Pikes Anwälte zunehmend ihre schwere Kindheit, psychische Erkrankungen und ihre Entwicklung während der mehr als drei Jahrzehnte in Haft in den Mittelpunkt gestellt. (dpa)

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