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Sonntagspresse

Unseriöse Life-Coaches, «Birchermüesli-Fach» an Gymnasien und eine neue Liebe

Das Versprechen vom grossen Glück: Life-Coaches können damit gutes Geld verdienen, aber wie seriös sind sie? An Zürcher Gymnasien soll das Fach «Wirtschaft und Recht» zu einem Mischfach werden und der Lebensgefährte von Tina Turner hat eine neue Liebe gefunden – die News der Sonntagspresse.

Wer zuhört, tröstet oder motiviert, kann damit als Life-Coach gutes Geld verdienen. Die Branche, die ihrer Klientel mehr Glück und Erfolg dank Selbstregulierung verspricht, kennt selber keine Regulierung. Weder Titel oder Ausbildung noch Tätigkeit des Life-Coachs sind geregelt – ein Biotop für Scharlatane. Seit Jahresbeginn haben sich Klagen über falsche Versprechen von Life-Coachs bei der Stiftung für Konsumentenschutz verdreifacht, wie die NZZ am Sonntag berichtet. «Wenn sich die Lage weiter zuspitzt, müssen wir handeln», sagt der Jurist Lucien Jucker.

Life-Coaches haben es leicht, auch, wenn sie nicht seriös sind.
Bild: Symbolbild: Keystone

Bereits aktiv geworden ist der Bundesgerichtshof in Deutschland. Er hat die Branche gemassregelt und sie dem Gesetz für Fernunterricht unterstellt. Denn gerade psychisch vulnerable Menschen sind anfällig für unseriöse Angebote. Und die Algorithmen der sozialen Netzwerke spielen ihnen gezielt solche Inhalte zu.

Zürcher Gymis sollen beliebtes Fach verwässern

Bei den Gymnasiastinnen und Gymnasiasten steht «Wirtschaft und Recht» hoch im Kurs. Es ist nicht nur an Zürcher Gymis, sondern schweizweit das beliebteste Schwerpunktfach. Jetzt will der Kanton Zürich daraus ein Mischfach machen, zusammen mit Geschichte oder Geografie. Andere Kantone dürften folgen, so die Befürchtung der Kritiker, die sich mit einem von über 1000 Personen unterschriebenen offenen Brief an die Zürcher Bildungsdirek­tion wenden. Zu den Kritikern gehört auch Roman Capaul, Wirtschaftsprofessor an der HSG. Mit der Reform gehe die fachliche Tiefe «massiv verloren», sagt er in der «SonntagsZeitung» . «Wirtschaft und Recht» verkomme so zu einem «Birchermüesli-Fach».

Wird das Fach verwässert?
Bild: Symbolbild: Keystone

Mein Kind leidet! Wenn Ärzte Angehörige nicht ernst nehmen

Im Spital ignorieren Ärzte die Sorgen eines Vaters, sein damals 12-jähriger Sohn erleidet in dieser Nacht ein Hirnödem. Heute ist er schwer behindert. Dass Ärzte die Hinweise auf Symptome von Angehörigen ignorieren, gibt es «vermehrt», sagt Schadenanwalt Fabian Meyer. Dies bestätigen Patientenorganisationen auf Anfrage der «NZZ am Sonntag» . Als Lösung für dieses Problem haben die Briten Martha’s Rule eingeführt: Eine Regel, die es Angehörigen erlaubt, in Notfallsituationen eine sofortige Zweitmeinung anzufordern.

Martha’s Rule ist benannt nach einem 13-jährigen Mädchen, das 2021 an einem septischen Schock gestorben ist, obwohl die Eltern die Ärzte mehrmals auf den schlechten Zustand ihrer Tochter hinwiesen. In der Schweiz existiert keine solche Regel – obwohl es hierzulande eine Reihe ähnlich tragischer Vorfälle gibt. Mitte-links- und rechte Politiker finden den Lösungsansatz der Briten jedoch durchaus «prüfenswert». So sagt etwa der SVP-Nationalrat Thomas de Courten auf Anfrage: «Das Prinzip der Zweitmeinung könnte auch helfen, die Überversorgung oder unnötige Eingriffe zu vermeiden.»

Tina-Turner-Witwer Erwin Bach hat eine neue Liebe

Als Millionen Menschen um ihr Idol trauerten, trauerte er um seine grosse Liebe. Am 24. Mai 2023 musste Erwin Bach von seiner Gefährtin und Ehefrau Tina Turner Abschied nehmen. Sie war nach langer Krankheit friedlich in der Villa Algonquin in Küsnacht ZH gestorben. Nun hat Bach eine neue Liebe gefunden. Laut «SonntagsBlick» lud er eine exklusive Gästeschar zu einer 1.-August-Party auf sein Anwesen in Stäfa ZH. An seiner Seite: Christina L., seine neue Partnerin. Erstmals zeigten sie sich in einem etwas grösseren Kreis. Innig und herzlich.

2023 starb Tina Turner.
Bild: Keystone

Auf Anfrage von «SonntagsBlick» bestätigt Bach die Beziehung. Sie hätten sich knapp ein Jahr nach Tina Turners Tod zufällig kennengelernt, bei einer Einladung von Freunden. Christina L. ist um die sechzig, eine Amerikanerin, die seit vielen Jahren in der Nähe von Gstaad lebt. Sie ist weit gereist und kunstinteressiert, unter anderem gehört sie zum Gönnerkreis einer renommierten Schweizer Kulturinstitution. Musikalisch haben es ihr Oper und Ballett angetan. «Ich habe es mehr mit Rock und Pop», sagt Musikmanager Bach, «aber das sehen wir eher als Ergänzung denn als Gegensätzlichkeit.» Gemeinsam ist dem Tina-Turner-Witwer und seiner Partnerin das Schicksal des Verlusts. Christina L. hat ebenfalls 2023 ihren Ehemann verloren, einen ehemaligen internationalen Topmanager und Philanthropen. Bach sagt zu SonntagsBlick, er sei «dankbar für die neue Liebe». Und: «Jetzt kann ich wieder glücklich sein.» (has)