Die langweiligste Sendung ist derzeit der Wetterbericht. Himmel: blau. Temperaturen: heiss. Regen: Fehlanzeige. Zumindest kurzfristig gibt es keine Hoffnung auf spannendere News: «Nach aktuellem Stand kommt es frühestens ab Mitte Juli zu einer Abschwächung des blockierenden Hochdruckgebiets», schreibt Meteo Schweiz auf Anfrage.
Vor Mittwoch oder Donnerstag müsse man keine breite Regenfront erwarten. Darüber hinaus sei die Aussicht «noch unklar», wie der Meteorologiedienst des Bundes schreibt. Vor allem in den Alpen seien gegen Ende Woche «teils kräftige Gewitter» möglich.
Das macht zwar kurzfristig nass, hilft den ausgetrockneten Böden und Wäldern aber nicht. «Im Idealfall wäre der Regen von schwacher bis mässiger Intensität, damit das Wasser vom Boden gut aufgenommen werden kann», schreibt Meteo Schweiz. Anzeichen auf «länger anhaltende, flächige Niederschlagsperioden» gebe es derzeit keine.
Das bedeutet: Die bereits angespannte Lage bleibt angespannt. Die meisten Kantone haben Feuerverbote erlassen. Am Freitag hat etwa Freiburg «bis auf Weiteres» alle Feuer im Freien verboten.
Und die Freiburger machen auch klar, dass auch bis zum 1. August wenig Hoffnung auf Besserung besteht. Zwar könnten Ausnahmen für Feuer und statische Feuerwerkskörper (Vulkane und bengalische Zündhölzer) gewährt werden. Das Abbrennen von Raketen, Heulern und anderen beweglichen Feuerwerkskörpern durch Privatpersonen sei aber in jedem Fall verboten, heisst es in der Mitteilung.
Die zweite Monatshälfte könnte feuchter werden
Ganz so schwarz für knallige Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag will man bei Meteo Schweiz noch nicht malen: Es sei noch zu früh für eine konkrete Prognose, ob vor dem 1. August genug Regen kommt, damit die Trockenheit endet. «Möglicherweise gibt es in der zweiten Monatshälfte eine leichte Entspannung», schreiben die Meteorologen. Hoffnungen wecken will man aber auch nicht: «Ob diese Entspannung aber nachhaltig ist und ausreicht, um das Niederschlagsdefizit zu verringern, ist alles andere als sicher.»
Ebenfalls eingeschränkt ist an manchen Orten die Wasserentnahme aus Gewässern. Am Freitag hat das etwas Neuenburg beschlossen. Generell empfiehlt der Kanton einen «sparsamen Umgang mit Wasser».
Vorläufig wird es jetzt aber vor allem: noch heisser. Am Montag und Dienstag klettern die Temperaturen teilweise wieder auf über 35 Grad. Für weite Teile der Schweiz hat der Bund eine Hitzewarnung der Stufe 3 ausgegeben.
