
Auch die Sorge vor einer Insolvenz des US-Autokonzerns General Motors lastete auf dem Markt. Die unerwartet guten Quartalszahlen, die die US-Bank Goldman Sachs überraschend schon am Montagabend vorgelegt hatte, gaben den Kursen in Tokio nur vorübergehend Auftrieb.
Japanische Investoren verkauften Anteile, nachdem bekanntgeworden war, dass die Investmentbank Goldman Sachs sich durch Ausgabe neuer Aktien 5 Mrd. Dollar frisches Kapital verschaffen will.
Insgesamt hielten sich die Investoren nach den jüngsten Kursanstiegen zurück, sagten Händler. Einige Analysten gehen davon aus, dass sich die globale Rezession noch nicht voll an den Börsen widergespiegelt hat.
Die unter der Krise extrem leidenden Autowerte zogen die Börse ins Minus. "Wenn GM bankrott geht, wird das Fragen über die japanischen Autozulieferer und das Händler-Netz aufwerfen", sagte Takahiko Murai von Nozomi Securities. "Die Auswirkungen wären vielfältig."
Die "New York Times" hatte am Montag berichtet, die US-Regierung habe GM angewiesen, einen Insolvenzantrag vorzubereiten. Das Gerüst dafür müsse stehen, damit ein solcher Antrag bei Bedarf zum 1. Juni gestellt werden könnte. Im Sog der negativen Stimmung fielen die Aktien von Toyota um 3,55 Prozent.