Das Wichtigste in Kürze
FDP-Parteipräsident Thierry Burkart tritt nach vier Jahren an der Spitze der Freisinnigen zurück. Er gibt sein Amt am 18. Oktober 2025 ab.
Die Gründe: Die FDP ist laut Burkart neu positioniert - auch für die Wahlen 2027. Die kommunikative Schlagkraft sei erhöht. Burkart will wieder vermehrt Sachpolitik machen, das als Ständerat (AG).
Die Bilanz: Bei den letzten Wahlen 2023 hat die FDP das schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte eingefahren.
Im Video: Thierry Burkart erklärt seinen Rücktritt
Unser Liveticker von der Medienkonferenz:
16:22 Uhr
Dienstag. 3. Juni
Die Medienkonferenz ist beendet
Danke für Ihre Aufmerksamkeit.
16:18 Uhr
Dienstag. 3. Juni
«Ich bin nicht perfekt»
Er wolle es nicht beschönigen: Unter seiner Führung habe die Partei «nicht nur Erfolge eingefahren.» Gerade das Ergebnis bei den eidgenössischen Wahlen sei «enttäuschend» gewesen. «Ich bin nicht perfekt», so Burkart. Aber er sei überzeugt, dass die Partei unter seiner Führung viele Schritte nach vorne gemacht habe und vor allem in der Positionierung klare Kante gezeigt hat.
16:17 Uhr
Dienstag. 3. Juni
Nächster Halt Bundesrat?
Ein Journalist will wissen, ob er jetzt in den Bundesrat wolle. Thierry Burkart verneint: «Ich habe keine Ambitionen.» Derzeit stelle sich die Frage aber gar nicht, da kein FDP-Bundesratssitz frei sei.
16:14 Uhr
Dienstag. 3. Juni
Er geht mit gutem Gefühl
«Das Boot ist in einem sehr guten Zustand», sagt Burkart. Auch daher könne er als Kapitän mit gutem Gewissen und gutem Gefühl gehen.
16:11 Uhr
Dienstag. 3. Juni
Entscheid in den letzten Wochen gefallen
Der Entscheid sei in den letzten Wochen gefallen, sagt Burkart auf eine Frage. Für ihn sei klar gewesen, dass er spätestens nach den Wahlen 2027 zurücktrete werde - da er dann bald Präsident des Ständerats werde. Er habe aber nie ausgeschlossen, dass er das Amt auch früher abgibt.
16:09 Uhr
Dienstag. 3. Juni
Mit Applaus verdankt
Burkart sagt, er sei mit stehenden Ovationen von seinen Fraktionskollegen und -kolleginnen verdankt worden. Das habe ihn sehr gefreut.
16:06 Uhr
Dienstag. 3. Juni
Übergebe eine gesunde Partei
Es sei klar, was die FDP sei und was sie wolle, sagt Burkart. Er wiederholt seinen Satz, dass die FDP die Partei sei, für jene Leute, «die am Morgen den Wecker stellen». Er übergebe eine gesunde Partei. Nun wolle sich Burkart wieder vermehrt der Sachpolitik widmen.
16:05 Uhr
Dienstag. 3. Juni
Burkart ist da
«Grüezi metenand», begrüsst Burkart die Anwesenden. Er habe noch ein Sachgeschäft vertreten müssen, «die Arbeit geht weiter».
16:01 Uhr
Dienstag. 3. Juni
Leichte Verspätung
Die Türen zum Fraktionszimmer sind noch immer geschlossen. Die angekündigte Medieninfo verzögert sich offensichtlich.
15:54 Uhr
Dienstag. 3. Juni
Um 16 Uhr tritt Burkart vor die Medien
Nach der Fraktionssitzung seiner Partei, will sich Thierry Burkart den Fragen der Journalistinnen und Journalisten stellen. Wir berichten live.
15:53 Uhr
Dienstag. 3. Juni
Der Rücktritt kommt überraschend
Burkart hatte zwar bereits angekündigt, dass er nach den kommenden Wahlen nicht mehr zur Verfügung steht. Aber dass er bereits vor den eidgenössischen Wahlen 2027 zurücktritt, ist eine Überraschung.
Die Meldung - Parteipräsident Thierry Burkart tritt zurück:
Das ist eine Überraschung: Thierry Burkart gibt das Amt als FDP-Präsident ab. Am Dienstag habe er die Fraktion informiert. Der Zeitpunkt für einen Wechsel an der Spitze der Partei sei gut, heisst es in einer Mitteilung der Partei. Die FDP sei heute «klar positioniert, tritt geschlossen auf und ist organisatorisch stark aufgestellt», so Burkart.
Er wolle künftig als Aargauer Ständerat «wieder ausschliesslich Sachpolitik betreiben und sich wieder mehr seinen professionellen Aktivitäten widmen», heisst es zu den Beweggründen seines Rücktritts. Sein Amt gibt er per Oktober 2025 ab. Er war seit 2021 FDP-Präsident, damals trat Burkart die Nachfolge von Petra Gössi an.
In einem Interview mit der «NZZ» betont Burkart, «dass der Zeitpunkt richtig ist». Er habe sich den Entscheid nicht leicht gemacht. Die nächsten Wahlen seien in zwei Jahren, so bleibe «genügend Zeit für die Übergabe und die Einarbeitung». Er gehe auch nicht aus Angst vor einer weiteren Wahlniederlage.
«Das Amt macht mir so viel Freude wie noch nie»
Unter Burkarts Führung hat die FDP einen klar bürgerlichen Kurs eingeschlagen. Bei den Wahlen zahlte sich das aber nicht aus: 2023 haben die Liberalen das schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte eingefahren. Auch bei den kantonalen Wahlen ist die Tendenz nicht erfreulich. «Es braucht seine Zeit, bis die Arbeit an der Positionierung und der Parteistruktur Früchte trägt. Ich bin überzeugt davon, dass wir bald ernten können», ist Burkart überzeugt. Die Parteipositionierung sei «klarer denn je», lässt er in der Medienmitteilung verlauten.
Dass sein Rücktritt Vorbereitung für eine Kandidatur als Bundesrat sei, verneint Burkart gegenüber «Radio Argovia». Da es weder bei Ignazio Cassis noch bei Karin Keller-Sutter Anzeichen eines Rücktritts gebe, «stelle sich die Frage auch gar nicht». Das Amt mache ihm «im Moment so viel Freude wie noch nie». Er gehe ohne Verbitterung.
Die FDP wolle in den nächsten Tagen eine Findungskommission einsetzen, sagt Burkart. Als Präsident dieser Kommission ist der Zürcher Nationalrat Beat Walti vorgesehen.
Update folgt...



