Abstimmung

Die Lust, «eines auszuwischen»: Trotz hohem Gebührenanteil steht die SRG im Tessin unter Dauerbeschuss

Fast ein Viertel der Unterschriften für die Initiative zur Senkung der SRG-Gebühren stammt aus dem Tessin. Doch vielleicht sind die Kritiker lauter als eine schweigende Mehrheit. Auch die Tragödie von Crans-Montana könnte bei der Abstimmung eine Rolle spielen.
Bedeutende Arbeitgeberin im Tessin: das italienischsprachige Radio und Fernsehen der Schweiz (RSI).
Foto: Jean-Christophe Bott/Keystone

Die Nervosität steigt. Je näher der 8. März und damit der Abstimmungstermin über die sogenannte Halbierungsinitiative rückt, desto intensiver und emotionaler verläuft im Tessin die Debatte über die Vorlage. Zuletzt gossen die beiden Lega-Staatsräte Norman Gobbi und Claudio Zali Öl ins Feuer. Sie machten in der Zeitung «Mattino della domenica» ihre Unterstützung für die Initiative in einem Artikel mit dem Titel «200 Franken reichen, wirklich» («200 franchi bastano, davvero») publik. Damit wichen sie von der offiziellen Haltung der kantonalen Exekutive ab, die nur wenige Tage zuvor die Vorlage zur Ablehnung empfohlen hatte. Dank eines Reglements für abweichende Meinungen handelte es sich nicht um einen Verstoss gegen das Kollegialitätsprinzip. Dennoch sorgte die Stellungnahme der Lega-Exponenten insbesondere in den sozialen Medien für helle Aufregung.

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