
Mitte November hob der neue A350 der Swiss zu seinem ersten, regulären Langstreckenflug in Zürich nach Boston ab. Was dabei so manchem Passagier auffiel, der während des Flugs auf seinem Laptop arbeitete: Das Wifi an Bord lässt zu wünschen übrig. Einerseits ist es langsam, andererseits kommt es immer wieder zu Unterbrüchen.
CH Media konfrontierte daraufhin Swiss-Chef Jens Fehlinger mit dem Thema. Auch, weil die Nahost-Airline Emirates kurz zuvor angekündigt hatte, ultraschnelles Bord-Internet zu lancieren, basierend auf Elon Musks Starlink-Satelliten-Technologie. Dies sei ein Bedürfnis, dem man nachkommen wolle, sagte Fehlinger. «Wir sind daran, alle Flugzeuge auf- und nachzurüsten, um das Surfen an Bord schneller zu machen.» Und: Auch Starlink sei dabei eine Option.
Nun bewahrheitet sich diese Andeutung. Die Lufthansa-Gruppe, und damit auch die Swiss, rüstet ihre Kurz- und Langstreckenflotte mit Highspeed-Internet von Starlink auf. «Dank höherer Bandbreite und Geschwindigkeit werden Streaming, Cloud-basiertes Arbeiten und weitere Highspeed-Anwendungen während des Fluges zum neuen Standard», schreibt die Swiss in einer Mitteilung. Lufthansa-Kommerzchef und Ex-Swiss-CEO Dieter Vranckx bezeichnet Starlink als «das beste Produkt». Starlink ist Teil von Space X, der Weltraum-Firma des umstrittenen US-Multi-Milliardärs Elon Musk.
Das Angebot wird laut Swiss für alle Statuskunden und Nutzerinnen und Nutzer der so genannten Travel-ID kostenlos sein, in allen Reiseklassen. Noch ist es aber nicht soweit. «Der Einbau in die Flugzeuge erfordert Zeit, da die Maschinen im laufenden Betrieb umgerüstet werden.» Erst bis Ende 2029 wird - so der Plan - die gesamte Flotte der Lufthansa-Gruppe mit dem neuen Internetangebot ausgerüstet sein. Wann die neue Technologie erstmals an Bord der Swiss zur Verfügung stehen wird, ist noch nicht klar.
Heute bietet die Swiss verschiedene Wifi-Pakete an. Wer nur Textnachrichten verschicken möchte, kann dies gratis tun. Wer weitere Internetdienste in Anspruch nehmen will, bezahlt 25 Franken für vier Stunden oder 35 Franken für die gesamte Flugdauer.
Allzeit-Rekord am Flughafen Zürich
Die globale Aviatik boomt – auch am Flughafen Zürich. Im vergangenen Jahr sind 32,6 Millionen Passagiere über den Swiss-Hub geflogen. So viele wie noch nie. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einer Zunahme von 4,5 Prozent. Gegenüber dem Vor-Pandemie-Jahr 2019 beträgt das Plus 3,4 Prozentpunkte. Interessant: Die Anzahl Flugbewegungen lag 2025 bei 270’116. Dies entspricht zwar einem Plus von 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Doch gegenüber dem Vor-Pandemie-Jahr 2019 entspricht dies 98,1 Prozent. Dies zeigt, dass die durchgeführten Flüge besser ausgelastet waren, aber auch grössere Flugzeuge zum Einsatz kamen. Im Schnitt betrug die so genannten Sitzauslastung 79,8 Prozent. Über die genauen Geschäftszahlen berichtet der Flughafen am 10. März. (bwe)


