Justiz

Straftäter mit Herzfehler in den Kosovo ausgeschafft: Gerichtshof für Menschenrechte rüffelt Schweiz

Er schlug Personen spitalreif, landete im Gefängnis und verlor 2009 die Niederlassungsbewilligung. Vor zwei Jahren wurde der heute 35-jährige Mann ausgeschafft. Jetzt hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte die Schweiz verurteilt.
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Strassburg.
Foto:  Christian Beutler / Keystone

Im November 1989 kam es zum Familiennachzug. Die Mutter und ihr fünf Monate alter Sohn zogen vom Kosovo zum Vater in den Kanton Tessin. Im Erwachsenenalter geriet der Sohn auf die schiefe Bahn. Er wurde strafrechtlich verurteilt und verlor die Aufenthaltsbewilligung. Nach zahlreichen Rekursen wurde er im Juli 2023, 14 Jahre später, in sein Heimatland ausgeschafft. Dagegen hat sich der Mann vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gewehrt.

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