Bei heftigen Regenfällen und Überschwemmungen sind in Afghanistan nach offiziellen Angaben 28 Menschen ums Leben gekommen. Wie der afghanische Katastrophenschutz mitteilte, wurden 49 weitere Menschen verletzt. Infolge der Regenfälle sei es auch zu Erdrutschen gekommen. 567 Häuser und Infrastruktur wie Brunnen und Strassen seien zerstört worden, hiess es weiter. Die Angaben seien bisher noch vorläufig. Auch UN-Organisationen sprachen von Toten und Verletzen nach Regenfällen.
Nach Angaben des afghanischen Wetterdienstes sollen heftige Regenfälle und Gewitter in weiten Teilen des Landes in den kommenden Tagen anhalten. Der starke Regen kommt zu Beginn einer Regenperiode in Afghanistan, die für die Landwirtschaft eigentlich wichtig ist. Nach Dürren in den vergangenen Jahren schätzt das Welternährungsprogramm, dass fast fünf Millionen Frauen und Kinder im Land von Unterernährung betroffen sein könnten.
In Afghanistan verschlechterte sich die humanitäre Lage in den vergangenen Jahren. Auch weil die Nachbarländer Iran und Pakistan massenhaft Flüchtlinge ins Land zurück abschoben, fehlt es an Arbeit und Nahrungsmitteln. Pakistan ist zudem weiterhin in offenem Krieg mit den islamistischen Taliban in Kabul. Die Kämpfe beschränkten sich zuletzt jedoch auf das gemeinsame Grenzgebiet. (dpa)

