
Die Gutachter kommen zum Schluss, dass die Sesselbahn "technisch wohl sanierbar ist". Sie attestierten der Sesselbahn eine "Quasisanierbarkeit", weil trotz einer Sanierung Restrisiken, Unwägbarkeiten und einschneidende Massnahmen bleiben würden.
Die Sanierung der Sesselbahn sei nicht zu verantworten, hielt die Seilbahn Weissenstein AG fest. Man reiche beim Bundesamt für Verkehr noch in diesem Monat das Konzessionsgesuch für die neue Gondelbahn ein, sagte Verwaltungsratspräsident Rolf Studer auf Anfrage. Die Restrisiken und Unwägbarkeiten bei einer Sanierung seien zu gross.
Der Solothurner Verein Pro Sesseli appelliert an die Betreiber der Seilbahn, auf den Neubau zu verzichten. Stattdessen müssten sofort detaillierte Offerten und Kostenschätzungen von verschiedenen Seilbahnbauern eingeholt werden, sagte der Präsident von Pro Sessli, Heinz Rudolf von Rohr, auf Anfrage.
Zusammen mit dem Schweizer Heimatschutz werde Pro Sesseli seine Bemühungen intensivieren, um die historische Sesselbahn zu erhalten. Beide Organisationen betonen, dass die historische Sesselbahn von nationaler Bedeutung sei und vergleichbar mit Raddampfern und Zahnradbahnen.
Hinter dem Verein Pro Sesseli steht auch Hansjörg Wyss, der Besitzer der Solothurner Medizinaltechnikfirma Synthes. Der Multimilliardär hat gemäss Pro Sesseli signalisiert, sich an einer allfälligen Sanierung der Sesselbahn zu beteiligen.