Ein Erdbeben der Stärke von 7,1 hat den Süden Japans erschüttert. Eine Tsunami-Warnung wurde herausgegeben, wie die Japanische Meteorologische Behörde (JMA) mitteilte.
Wieder trifft es eine Region, die erst vor zehn Jahren schwer getroffen worden war. Bei den Behörden gehen zahlreiche Notrufe ein. Es soll Verletzte gegeben haben. In rund 48.000 Haushalten in der besonders schwer betroffenen Präfektur Kumamoto auf der südwestlichen Hauptinsel Kyushu sei der Strom ausgefallen, hiess es weiter. Japans Regierungschefin Sanae Takaichi wies ihre Ministerien an, die Lage schnell zu erfassen und nötige Notfall-Massnahmen zu treffen.

Die nationale Wetterbehörde gab eine Warnung vor Flutwellen von bis einem Meter Höhe aus. Das Bebenzentrum lag in der Region Kumamoto in einer Tiefe von zehn Kilometern. Es gebe keine Unregelmässigkeiten an Atomkraftwerken durch die starke Erschütterung, berichteten japanische Medien unter Berufung auf die Betreiber. Auf Autobahnen in Kyushu - vorwiegend in der Präfektur Kumamoto - seien mehrere Streckenabschnitte gesperrt worden, berichtete NHK weiter.
Kurz nach dem ersten Beben kam es auf Kyushu zu starken Nachbeben. Die Region Kumamoto war vor zehn Jahren von einem ebenfalls schweren Erdbeben der Stärke 7,3 heimgesucht worden. Dutzende Menschen waren dabei damals direkt ums Leben gekommen. Zehntausende weitere mussten zeitweise in Notunterkünften untergebracht werden. Zudem gab es schwere Schäden an Gebäuden, darunter an der berühmten Burg von Kumamoto. (dpa)
