Agadez

Schweizerin aus ihrem Haus in Niger entführt

Im westafrikanischen Land Niger soll eine Schweizer Staatsbürgerin aus ihrem eigenen Haus entführt worden sei. Das Aussendepartement ist informiert.

In Niger, im Westen Afrikas, ist offenbar eine Schweizer Staatsbürgerin entführt worden. Zunächst hat das Newsportal «20 Minuten» über den Vorfall berichtet und sich dabei auf einen Bericht der Lokalzeitung «Air Info» berufen. Die Frau heisse offenbar Claudia und soll in der Nacht am späten Samstagabend in ihrem Haus in der Stadt Agadez gekidnappt worden sein.

Laut Informationen der Zeitung ist die im Libanon geborene Frau mit einem Nigrer verheiratet und war in der Vergangenheit in Algerien im Tourismussektor tätig. In Agadez soll sie einen Verein betreiben, der Kunsthandwerker unterstützt.

Das Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA bestätigt auf Anfrage von CH Media die Entführung. Es schreibt: «Das EDA hat Kenntnis von der Entführung einer Schweizer Staatsangehörigen in Niger. Die Schweizer Vertretung in Niamey steht mit den lokalen Behörden in Kontakt. Weitere Abklärungen sind im Gange. Aus Gründen des Daten- und Persönlichkeitsschutzes können keine weiteren Angaben gemacht werden.»

Im Sommer 2023 ist es in Niger zu einem Militärputsch gekommen. Damals entmachteten Offiziere den demokratisch gewählten nigrischen Präsidenten Mohamed Bazoum und setzten die Verfassung des westafrikanischen Landes ausser Kraft. Das Land gilt nicht unbedingt als sicher, weshalb das EDA grundsätzlich von Reisen nach Niger abrät. (cri/lha)