Schokolade

Schokolade von Lindt & Sprüngli in Krisenzeiten wenig gefragt

In schwierigen Zeiten wollen die Konsumenten weniger für Schokolade bezahlen. Das hat Lindt & Sprüngli im vergangenen Jahr zu spüren bekommen: Der Umsatz sank um 1,9 Prozent auf 2,52 Mrd. Franken.

Besonders in Krisenzeiten steige die Nachfrage nach billigeren Eigenmarken grosser Discounter, teilte Lindt & Sprüngli am Dienstag mit. Das Unternehmen, das auf das Premium-Segment setzt, litt in den meisten europäischen Ländern unter der schlechten Konsumstimmung.

Dagegen entwickelte sich in den USA, Kanada und Australien der Umsatz vor allem im zweiten Halbjahr überdurchschnittlich. Insgesamt zeigt sich der Schokoladenhersteller mit den Zahlen für 2009 zufrieden. Immerhin: In Lokalwährungen erzielte Lindt & Sprüngli ein organisches Wachstum von 2,3 Prozent.

Dabei sei das vergangene Jahr für die Importeure von Lindt-Produkten schwierig gewesen, schreibt das Unternehmen in seiner Mitteilung weiter. Sie kämpften mit finanziellen Engpässen und nicht vorhersehbaren Währungseinflüssen. Die Händler waren bei der Planung deshalb besonders zurückhaltend.

Auch auf Flughäfen wurde weniger Edel-Schokolade verkauft. Die rückläufigen Zahlen im Duty-Free-Geschäft führt Lindt & Sprüngli auf die stark gesunkenen Passagierzahlen zurück.

Im August vergangenen Jahres hatte Lindt & Sprüngli einen Gewinneinbruch gemeldet. Wegen Schwankungen bei den Währungen sowie Sonderaufwendungen verdiente das Unternehmen im ersten Halbjahr 2009 fast 90 Prozent weniger als in der Vorjahresperiode. Der Gewinn betrug 2,7 Mio. Franken.

Wie das Unternehmen nun mitteilte, rechnet es für das ganze Jahr 2009 mit einem Betriebsgewinn am unteren Ende der angekündigten Bandbreite von 260 bis 280 Mio. Franken. Im Vorjahr hatte der operative Gewinn (EBIT) noch 361,2 Mio. Fr. betragen.