Schnee und Eis haben in Europa den Flugverkehr beeinträchtigt und für Probleme auf Autobahnen und Bahnstrecken gesorgt. Mehr als 1000 festsitzende Passagiere verbrachten die Nacht zum Mittwoch am internationalen Flughafen von Amsterdam. Der Flughafen Schiphol richtete Hunderte Feldbetten ein und stellte Reisenden Frühstück zur Verfügung. Flughafenpersonal befreite Rollbahnen von Schnee und enteiste Flugzeuge. Mindestens 800 Flüge wurden dort am Mittwoch gestrichen.
Die Fluggesellschaft KLM berichtete später von einem Rückgang des Passagieraufkommens. Dies liege teils daran, dass Passagiere rechtzeitig von Hinweisen erreicht worden seien, dass ihre Flüge gestrichen wurden, und daraufhin nicht zum Flughafen gereist seien.
Das niederländische Bahn- und Strassennetz wurde während des morgendlichen Berufsverkehrs durch Neuschnee und weitere Schneeschauer im Laufe des Tages stark beeinträchtigt. Die Eisenbahngesellschaft NS rief dazu auf, Reisen wenn möglich aufzuschieben.
Skifahrer in Paris - Aufruf zu Home-Office
In Teilen von Frankreich sorgte der Schneefall ebenfalls für Verkehrsbeeinträchtigungen. Der Wetterdienst Meteo France warnte für grosse Teile des Nordens und Westens, einschliesslich der Region Paris , vor Schnee und Glatteis. In Paris war ein Skifahrer zu sehen, der ein verschneites Ufer der Seine entlangfuhr. Strassen und Parks in der Gegend des Eiffelturms und des Musée du Louvre waren mit Schnee bedeckt.

Die Behörden riefen Einwohner dazu auf, im Home-Office zu arbeiten und möglichst auf das Auto zu verzichten. In einigen Gebieten wurde Lastwagen und Schulbussen die Fahrt untersagt. In Paris wurde der Busverkehr am Mittwochmorgen ausgesetzt.
Verkehrsminister Philippe Tabarot berichtete von mehr als 100 am Mittwoch gestrichenen Flügen am Pariser Flughafen Charles de Gaulle und 40 weiteren am Flughafen Paris Orly. Die Eisenbahngesellschaft SNCF warnte Passagiere vor Störungen und Verspätungen. Schnee auf den Gleisen mache es nötig, die Geschwindigkeit zu begrenzen, einige Verbindungen abzusagen und Anpassungen vorzunehmen.
Verkehrsprobleme auch in Skandinavien
Auch Länder, die an strenge Winter gewöhnt sind, meldeten Probleme. Heftigen Schneefall gab es etwa im Westen Schwedens. In der Stadt Göteborg nahmen die Behörden wegen der Wetterbedingungen am Morgen die Strassenbahnen aus dem Dienst, wie der Rundfunksender SVT berichtete.
Im Raum Helsinki sprangen teils Dieselbusse nicht an, die über die Ferienzeit ungenutzt in der Kälte standen. Zudem waren die Strassenverhältnisse schlecht. In Kombination führte das zu Ausfällen und Verzögerungen im Nahverkehr, wie der Sender Yle berichtete. (dpa)