Technologie

SBB als «ganzheitlicher Mobilitäts-Orchestrator»: Bericht über KI-Vorteile ist voller KI-Halluzinationen

Das Beratungsunternehmen KPMG wollte darüber berichten, wie die KI weltweit von Unternehmen wie UBS und SBB genutzt wird. Das ist dabei herausgekommen.
KI-Agenten als Berater bei den SBB? Ein Zug der Schweizerischen Bundesbahnen in Genf.
Bild: Fabrice Coffrini / AFP

KPMG hat sich bei einem Bericht über die Vorteile von Künstlicher Intelligenz anscheinend allzu sehr auf die Künstliche Intelligenz (KI) verlassen. Das Beratungsunternehmen hat so diverse KI-Halluzinationen veröffentlicht, unter anderem über angebliche KI-Anwendungen bei der UBS und der SBB.

Die Ungenauigkeiten in dem Bericht hat die Forschungsgruppe GPTZero entdeckt. Die britische «Financial Times» (FT) hat sie verifiziert und berichtet darüber unter dem Titel: «KPMG-Bericht enthält KI-Halluzinationen über die Vorteile von ... KI».

KPMG wollte darüber berichten, wie KI rund um die Welt von Unternehmen genutzt wird, und führte dazu Fallbeispiele auf. Doch diese Fallbeispiele enthielten Übertreibungen und Ungenauigkeiten – anscheinend, weil sie auf KI-Halluzinationen basierten.

Über die Schweizer Grossbank UBS war laut «FT» im KPMG-Bericht zu lesen, sie «integriere KI-Agenten in die Bereiche Anlageberatung, Risikomanagement und Compliance-Überwachung». Diese KI-Agenten würden auf einer Plattform arbeiten, die gemeinsam mit Microsoft entwickelt worden sei. Die Plattform ermögliche «personalisierte, effiziente und gesetzeskonforme Finanzprozesse».

Was futuristisch und beeindruckend klang, war jedoch «sachlich inkorrekt», wie ein UBS-Sprecher gegenüber der «FT» sagte.

Zu den SBB stand im Bericht, sie würden KI-Agenten anbieten, welche den Kunden diverse Services bieten könnten. Nämlich Reisen zu planen, zu buchen und zu optimieren, und zwar «basierend auf Präferenzen, Echtzeitbedingungen und CO₂-Bilanz». Dadurch würden die SBB zu einem «ganzheitlichen Mobilitäts-Orchestrator». Doch ein SBB-Sprecher sagte der «FT», die Aussage sei «nicht genau».

Der Titel des KPMG-Berichts lautete «Exzellenz neu definieren im Zeitalter der agentenbasierten KI» und wurde in verschiedenen Ländern veröffentlicht. Das Beratungsunternehmen sagte der «FT», es habe den Bericht von seinen Websites entfernt und untersuche die Umstände seiner Veröffentlichung. Man erwarte von den Mitarbeitenden, dass sie den Leitlinien zum verantwortungsvollen Gebrauch von KI folgen.

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