Strafprozess

Nach Schüssen auf Bild von Jesus und Maria: Sanija Ameti zieht Berufung gegen Zürcher Urteil zurück

Sie schoss auf ein Bild von Maria und Jesus und wurde deswegen verurteilt. Nun hat Sanija Ameti ihre Berufung zurückgezogen. Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig.

Sanija Ameti zieht ihre Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichts Zürich zurück. Die ehemalige Co-Präsidentin von Operation Libero und frühere Zürcher Gemeinderätin hatte im September 2024 mit einer Druckluftpistole auf ein Bild von Maria und Jesus geschossen und dies auf Instagram geteilt.

Kurz darauf löschte sie den Post und entschuldigte sich. Der Schaden war aber bereits angerichtet. Ihre politischen Gegner erstatteten Strafanzeige. Zu den Privatklägern gehören Nils Fiechter, Präsident der Jungen SVP Schweiz, und seine Frau Sarah Regez. Die Staatsanwaltschaft erhob Anklage wegen Störung der Glaubensfreiheit.

Ameti wurde vom Bezirksgericht Zürich verurteilt – wegen Störung der Glaubens- und Kultusfreiheit – zu einer bedingten Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu 50 Franken bei einer Probezeit von zwei Jahren. Die Staatsanwaltschaft hatte eine höhere Strafe verlangt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, da gemäss Obergericht sind immer noch die Berufungen mehrerer Privatkläger hängig. (chm)

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