Der rumänische Staatspräsident Klaus Iohannis hat unter dem wachsenden Druck populistischer Kräfte seinen Rücktritt erklärt. «Um Rumänien diese Krise zu ersparen, trete ich als Präsident Rumäniens zurück», sagte Iohannis am Montag und kündigte an, dass er am Mittwoch aus dem Amt scheiden werde.
Der 65-jährige Iohannis ist seit 2014 Präsident und durfte im November nach zwei Amtszeiten nicht wieder kandidieren. Zwei Tage vor der Stichwahl um seine Nachfolge annullierte das Verfassungsgericht jedoch die erste Wahlrunde, die der Rechtspopulist Calin Georgescu überraschend für sich entschieden hatte - vor Elena Lasconi von der konservativ-liberalen Reformpartei USR. Von Iohannis freigegebene Geheimdienstakten legten nahe, dass Russland die Wahl mit einer koordinierten Online-Kampagne beeinflusst hat. (dpa)
