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Deutschland

Mit Luftkissen und Pontons: So soll Buckelwal «Timmy» (doch noch) gerettet werden

Mit Luftkissen, Planen und Pontons soll «Timmy» angehoben und transportiert werden. Die Behörden unterstützen das Vorhaben als schonende Rettung.
Der gestrandete Buckelwal «Timmy».
Bild: Sea Shepherd

Timmy, der gestrandete Wal in der Ostsee, soll nun doch noch gerettet werden. Die Rettungsaktion startet bereits am Donnerstagmorgen um 6 Uhr, wie die Bild berichtete. Geplant ist der Einsatz von Planen, Luftkissen, Pontons und Booten.

Der zuständige Umweltminister Till Backhaus äusserte sich am Mittwoch während einer Medienorientierung wohlwollend zu den Plänen einer privaten Initiative, die Timmy retten will. «Dieses Konzept hat das Potenzial, dem Tier wirklich zu helfen», so der SPD-Politiker.

Gemäss den Ausführungen des Umweltministers sieht der Rettungsplan folgendermassen aus:

Zunächst werden zur Stabilisierung Luftkissen rund um Timmy positioniert. Im nächsten Schritt wird der Sand unter dem Kopf und dem vorderen Körperdrittel vorsichtig weggespült. Parallel dazu werden die Luftkissen schrittweise aufgepumpt, um das Tier anzuheben. Timmy soll auf eine Spezialplane gleiten, die zwischen zwei Schwimmpontons gespannt ist.

In die Nordsee

Sobald der Wal sicher auf dieser Konstruktion fixiert ist, beginnt der eigentliche Transport. Das Tier wird aus der Bucht heraus, quer durch die Ostsee bis in die Nordsee abgeschleppt. Backhaus stufte diese Strategie als «schonend» ein und betonte: «Wir dulden dieses Vorgehen.»

«Unser Ziel ist es, alles Menschenmögliche für das Tier zu tun», erklärte Backhaus. Er gab damit offiziell grünes Licht für das Projekt der privaten Initiative und deren zwei Finanziers, welche den Wal in die Nordsee schleppen wollen. Die praktischen Vorbereitungen für die Bergung haben bereits um 12 Uhr mittags begonnen. (val/watson)

Buckelwal «Timmy»: Seine Geschichte in Bildern

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