Kommentar

Gewalt ist ihr letztes Mittel: Die Mullahs im Iran sind gescheitert

Die Islamische Republik zerbricht an inneren Widersprüchen. Ein demokratischer Iran ist dennoch in weiter Ferne.
Eine Frau sitzt neben einem Bild von Ajatollah Khamenei in einer vom Iran finanzierten Flüchtlingssiedlung für Syrer im Libanon: Der Einfluss der Mullahs in der Region schwindet - als nächstes könnten sie die Macht in ihrem Land verlieren.
Foto: WAEL HAMZEH

Selbst wenn die Islamische Republik Iran die derzeitige Protestwelle noch einmal niederschlagen kann, ist sie gescheitert. Bis zum nächsten Aufstand wird es nicht lange dauern. Das liegt daran, dass die schiitische Theokratie ihre inneren Widersprüche nicht überwinden kann. Was als System unter göttlicher Führung mit Bürgerbeteiligung gedacht war, ist zu einer Kleptokratie erstarrt. Das Regime kann die Probleme des Landes nicht lösen, weil es zwischen Korruption und religiösem Hochmut gefangen ist.

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