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Wirtschafts-News

GAV fürs Bodenpersonal ist fix ++ Nominallöhne steigen um 1,1 Prozent ++ Konjunkturaussichten in der Schweiz bleiben verdüstert 

Neuer Chef, tiefrote Zahlen oder Firma verkauft? Mit dem tagesaktuellen Wirtschafts-Ticker bleiben Sie über das Geschehen informiert . Die neuesten Meldungen aus der Schweizer Wirtschaftswelt.

09:50 Uhr

MITTWOCH, 30. NOVEMBER

Gesamtarbeitsvertrag fürs Bodenpersonal ist beschlossen

Der neue Gesamtarbeitsvertrag (GAV) für Mitarbeitende von Swissport ist endgültig unter Dach und Fach. Wie Swissport am Mittwoch mitteilt, sei das «interne Prüfverfahren» abgeschlossen und so könne der GAV am 1. Januar 2023 in Kraft treten.

Vorausgegangen waren zähe Verhandlungen mit den Gewerkschaften. Es brauchte 9 Verhandlungsrunden und eine viel beachtete Protestaktion des Bodenpersonals, damit der Vertrag abgeschlossen werden konnte. Dieser sieht eine Lohnerhöhung von «mindestens» vier Prozent vor, zudem soll es eine «Rückkehr zu den Arbeitsbedingungen vor der Coronakrise» geben.

Swissport selbst spricht in der Mitteilung von einem «bedeutenden Personalkostenanstieg». Damit dieser finanziert werden könne, sei es «unabdingbar» Prozess- und Kostenoptimierungen «weiter voranzutreiben». Der GAV gilt für die kommenden vier Jahre. (mg)

09:34 Uhr

Mittwoch, 30. November

Lohnentwicklung: BFS korrigiert Schätzung nach unten

Am Mittwoch veröffentlichte das Bundesamt für Statistik (BFS) zum dritten Mal in diesem Jahr eine Schätzung der Lohnentwicklung 2022. Diese ist deutlich tiefer ausgefallen als die beiden vorherigen Schätzungen. War das BFS im ersten Quartal noch von einem Wachstum der Nominallöhne um 1,9 Prozent und im zweiten Quartal um 2 Prozent ausgegangen, prognostiziert es nun einen Anstieg um 1,1 Prozent.

Dieser Wert liegt deutlich unter der von der Nationalbank (SNB) prognostizierten Inflationsrate von rund 3 Prozent. Damit dürften die Reallöhne und damit die Kaufkraft 2022 erneut sinken. Für 2021 hatte das BFS einen Rückgang der Reallöhne um 0,8 Prozent registriert, dies aufgrund leicht rückläufiger Nominallöhne und einer Jahresteuerung von 0,6 Prozent. (wap)

09:11 Uhr

Mittwoch, 30. November

Keine Entspannung am Konjunktur-Horizont

Die Aussichten bleiben verdüstert. Das Barometer der Konjunkturforschungsstelle der ETH (KOF) ist auch im November leicht gesunken. Der Wert liegt nun bei 89,5 Punkten (-1,4). «Die negative Entwicklung des Barometers wird primär durch Indikatorenbündel des Wirtschaftsbereichs übrige Dienstleistungen getrieben», heisst es in der Mitteilung vom Mittwoch. Das Konjunkturbarometer ist damit zum fünften Mal in Folge gesunken.

Auch im Gastgewerbe und beim privaten Konsum sehen die Konjunkturforscher Verschlechterungen. Im Produzierenden und Verarbeitenden Gewerbe sehen die Forscher unterschiedliche Signale. Negative Meldungen sendet etwa die Metallindustrie aus, positive Entwicklungen sieht die KOF dagegen in der Textilindustrie.

Das KOF-Konjunkturbarometer lässt Prognosen über die Entwicklung der Wirtschaft zu. Der langjährige Mittelwert liegt dabei bei 100 Punkten. Nachdem der Wert zu Beginn der Pandemie kräftig absackte, legte er danach ebenso wuchtig zu. Seit dem Ausbruch des Kriegs in der Ukraine haben sich die Aussichten aber deutlich eingetrübt. (mg)

06:03 Uhr

Mittwoch, 30. November

Bundesgericht entscheidet gegen Swisscom

Das Bundesgericht unterstützt die vorsorglichen Massnahmen, die von der Wettbewerbskommission (Weko) gegen die Swisscom verfügt wurden. Diese waren im Oktober 2021 vom Bundesverwaltungsgericht bestätigt worden, wogegen sich die Swisscom vor Bundesgericht wehrte. In einem Urteil vom 2. November hat das Bundesgericht nun festgehalten, dass die Massnahmen der Weko nicht wie von der Swisscom vorgebracht willkürlich seien, wie am Dienstag mitgeteilt wurde.

Unabhängig vom Ausgang des Rechtsstreits hat die Swisscom bereits im Oktober entschieden, grösstenteils auf die von der Weko erlaubt Punkt-zu -Punkt-Technologie zurückzugreifen. Seit 2020 hatte die Swisscom beim Ausbau des Glasfasernetzes auf die Punkt-zu-Multipunkt-Technologie (P2MP) gesetzt. Diese hätte einen schnelleren, schweizweit flächendeckenden Ausbau mit Glasfasertechnologie ermöglicht, so die Swisscom in einer Mitteilung zum Bundesgerichtsentscheid.

Die Konkurrenten der Swisscom hatten sich dagegen zur Wehr gesetzt, weil die P2MP-Technologie den Wettbewerb behindere. Auf Intervention der Weko hin konnte die Swisscom die P2MP-Anschlüsse mit wenigen Ausnahmen nicht in Betrieb nehmen und musste auch deren Vermarktung einstellen. «Per Ende September 2022 sind knapp 400'000 Anschlüsse betroffen», heisst es in der Mitteilung der Swisscom.

Ein endgültiger Entscheid der Weko steht noch aus: Vom Bundesgericht bestätigt wurden vorsorgliche Massnahmen. Die definitive Verfügung der Weko wird für das nächste Jahr erwartet. Swisscom macht geltend, dass sie Mitbewerbern diskriminierungsfreien Zugang zu ihrem Netz anbiete und diese von den Investitionen der Swisscom profitierten, da sie dank diesen weniger eigene Investitionen tätigen müssten. (wap)

16:08 Uhr

DIENSTAG, 29. NOVEMBER

Nach zähen Verhandlungen: Baustreit findet ein Ende

Die Gewerkschaften und der Baumeisterverband feilen bereits seit längerem an einem neuen Landesmantelvertrag (LMV). Nach acht ergebnislosen Verhandlungsrunden haben sich nun die Gewerkschaften Syna und Unia und der Schweizerische Baumeisterverband in der Nacht auf Dienstag doch noch geeinigt. «Das Ergebnis ist geprägt von intensiven Verhandlungen, bei denen beide Parteien aufeinander zugehen mussten», heisst es in einer gemeinsamen Mitteilung.

Das Resultat sieht unter anderem Vereinfachungen bei der Organisation der Arbeitszeit und Lohnerhöhungen vor. Demnach werden die Effektivlöhne für alle um 150 Franken pro Monat erhöht. Bei den Mindestlöhnen ist eine Erhöhung um 100 Franken pro Monat geplant. Weiter haben die Parteien beschlossen, dass pro Jahr mindestens fünf Kompensationstage möglich sind. Bei Unterbrüchen wegen Hitze oder Schlechtwetter sollen zudem Überstunden stundenweise kompensiert werden können.

Bauarbeiter machten Druck mit Streiks

Der neue LMV soll für drei Jahre abgeschlossen werden. Allerdings müssen die Entscheidungsgremien beider Parteien dem Resultat noch zustimmen. Die Gewerkschaften befinden an der Berufskonferenz am 10. Dezember über den Vertrag, während die Baumeister an der Delegiertenversammlung am 13. Januar über das definitive Resultat beschliessen.

Die Verhandlungen um einen neuen Landesmantelvertrag dauerten seit dem Frühling an. Dieser legt minimale Arbeitsbedingungen für die rund 80’000 Bauarbeiter in der Schweiz fest. Während die Arbeitgeber auf mehr Flexibilisierung pochten, fürchteten die Gewerkschaften Verschlechterungen bei den Arbeitsbedingungen.

Um ihren Forderungen mehr Druck zu verleihen, organisierten die Gewerkschaften in verschiedenen Regionen der Schweiz Streiks . Der Baumeisterverband wollte daraufhin die Gewerkschaften auf Verstoss gegen die Friedenspflicht klagen. Mit dem Resultat der Verhandlungsdelegationen konnten die Parteien ihren Streit doch noch beilegen. (dpo)

09:13 Uhr

DIENSTAG, 29. NOVEMBER

Bruttoinlandprodukt wächst langsamer

Nachdem im zweiten Quartal das Bruttoinlandprodukt (BIP) der Schweiz um 0,1 Prozent wuchs, stieg es im dritten Quartal um 0,2 Prozent. Damit bleibt das Wachstum unter den Erwartungen der Ökonomen. Die Analysten der Credit Suisse erwarteten etwa einen Anstieg um 0,3 Prozent.

Für das moderate Wachstum verantwortlich ist die Binnenwirtschaft, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Dienstag mitteilte. Der private Konsum stieg demnach «überdurchschnittlich» um 0,7 Prozent, wobei insbesondere die Ausgaben für Wohnen und Energie, Freizeit und Reisen und Nicht-Nahrungsmittel nach oben kletterten.

Entsprechend stieg die Wertschöpfung im Detailhandel (+0,7 Prozent) und im übrigen Handel (+2,3 Prozent). Auch das Gastgewerbe (+2,8 Prozent) konnte im dritten Quartal seine Erholung von der Coronakrise fortsetzen, gestützt durch den anziehenden Auslandtourismus. Rückläufig entwickelten sich hingegen die Bauinvestitionen (−2,0 Prozent) und die Wertschöpfung im Baugewerbe (−2,2 Prozent). Das verarbeitende Gewerbe musste ebenfalls eine geringere Wertschöpfung (−0,2 Prozent) hinnehmen. (dpo)

09:07 Uhr

Dienstag, 29. November

Nestlé strebt in den kommenden Jahren weiteres Wachstum an

Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé strebt in den kommenden Jahren weiteres Wachstum an und hat sich dazu neue Ziele gesetzt. Dabei soll auch die operative Marge auf hohem Niveau gehalten werden. Bis 2025 will Nestlé die Umsätze organisch, also Zukäufe und Wechselkursveränderungen herausgerechnet, auf nachhaltiger Basis jeweils im mittleren einstelligen Prozentbereich steigern, wie der Konzern am Dienstag im Vorfeld eines Investorentreffens in Barcelona mitteilte.

2022 wird nun ein organisches Erlös-Wachstum von 8 bis 8,5 Prozent angestrebt, zuvor hatte der Konzern rund 8 Prozent erwartet. Die operative Marge soll sich in den kommenden Jahren im Bereich von 17,5 bis 18,5 Prozent bewegen. (dpa)

08:18 Uhr

Dienstag, 29. November

Stadler liefert 20 Flirt-Triebzüge nach Finnland

Stadler hat mit der finnischen VR Group einen Vertrag über die Lieferung von 20 Triebzügen des Typ Flirt unterschrieben. Dies teilte der Schienenfahrzeughersteller am Dienstag mit. Die Züge sollen in der Region Helsinki eingesetzt werden. Der Vertrag umfasst auch die Lieferung von Ersatzteilen und die Option auf 50 weitere Züge. Das erste Fahrzeug soll 2026 ausgeliefert werden. (wap)

07:40 Uhr

dienstag, 29. November

Dottikon ES: Energie- und Rohstoffpreise belasten Ebitda-Marge

Die Dottikon-ES-Gruppe konnte ihren Umsatz im ersten Geschäftshalbjahr um 31,4 Prozent auf 133,8 Millionen Franken steigern. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, resultierte aber eine tiefere Marge beim Betriebsergebnis (Ebitda) als im gleichen Zeitraum im Vorjahr: Sie sank von 37,7 auf 35,2 Prozent. Als Grund dafür gibt Dottikon ES die steigenden Energie- und Rohstoffpreise an.

Der Reingewinn nahm dennoch überproportional zu, von 23,9 Millionen auf 38,9 Millionen Franken. Dabei handle es sich aber um einen Sondereffekt, bedingt durch die einmalige Neubewertung der latenten Steuerverpflichtungen und den neu anwendbaren reduzierten Gewinnsteuersatz.

In den nächsten sieben Jahren will das Unternehmen, das mehrheitlich Christoph Blochers Sohn Markus gehört, rund 700 Millionen Franken in neue Anlagen investieren und über 200 neue Arbeitsplätze schaffen. Bis 2024/25 soll ausserdem eine eigene Notfall-Stromversorgung aufgebaut werden. (wap)

07:05 Uhr

Dienstag, 29. November

Fachkräftemangel erreicht historischen Höchststand

Der Fachkräftemangel in der Schweiz «spitzt sich drastisch zu». Dies teilte der Personalvermittler Adecco am Montagabend mit. Aktuell befinde sich der Index auf einem historischen Rekordstand und liege über dem Vorkrisenniveau von 2019. Adecco beruft sich dabei auf den eigenen Fachkräftemangel-Index und die Zahlen des Stellenmarkt-Monitors der Universität Zürich.

Stark betroffen sei besonders das Gesundheitswesen. Hier würden nach wie vor zu wenig Fachkräfte ausgebildet, ausserdem seien die Arbeitsbedingungen «herausfordernd», so Adecco. «Die Konsequenz ist, dass viele Fachkräfte sich für Temporärstellen entscheiden, welche eine bessere Vergütung und grössere Flexibilität versprechen, als eine Festanstellung.»

Auf Platz zwei des Fachkräftemangel-Index liegen IT-Berufe wie Entwickler oder Systemanalytiker, auf Platz drei ingenieurtechnische Fachkräfte wie Elektrotechniker oder Maschinenbautechniker. An vierter Stelle folgt das Baugewerbe, in dem Bauführer, Poliere und Produktionsleiter rar geworden sind.

Ein Überangebot gibt es bei Hilfsarbeitskräften, Führungskräften sowie den allgemeinen Büro- und Sekretariatskräften. Allerdings habe sich der Fachkräftemangel auch hier verschärft. «Dies bedeutet, dass es für Unternehmen schwieriger wird, selbst bei den Berufsgruppen am unteren Teil des Rankings geeignete Fachkräfte zu finden», schreibt Adecco weiter. (wap)

15:24 Uhr

MONTAG, 28. NOVEMBER

Wegen Trockenheit und Ukraine-Krieg erhöht die SBB den Bahnstrom-Preis

Die Züge der SBB fahren hauptsächlich mit Strom, der von den eigenen Wasserkraftwerken erzeugt wird. Den Rest bezieht das Unternehmen von anderen Anbietern. Aufgrund des ausgesprochen trockenen Sommers ist der Anteil an zugekauftem Strom dieses Jahr jedoch gestiegen. Zudem schnellten die Energiepreise wegen des Ukraine-Krieges und den abgeschalteten französischen AKW in die Höhe.

Dies hat zur Folge, dass SBB-Energie für 2022 ein Minus von 180 Millionen Franken erwartet. Nun erhöhen die Bundesbahnen den Bahnstrompreis für nächstes Jahr von heute 10,5 auf 13,5 Rappen pro Kilowattstunde. Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat einen entsprechenden Antrag der SBB gutgeheissen, wie es am Montag mitteilt. «Damit wird die gesetzliche Vorgabe, dass die Bahnstromkosten gedeckt werden müssen, erfüllt.» Zudem würden zu starke Ausschläge geglättet und die Mehrbelastungen über mehrere Jahre verteilt.

Die Erhöhung entspricht laut BAV einem Aufschlag von jährlich rund 70 Millionen Franken. Die SBB hat bereits zuvor mitgeteilt, dass die Massnahme keine Auswirkungen haben wird auf die Billettpreise. Im Personenverkehr würden die Preise bis einschliesslich 2023 stabil bleiben und nicht erhöht. (dpo)

10:01 Uhr

Montag, 28. November

Warnstreik in Österreich hat Folgen für Schweizer Bahnverkehr

Ein Warnstreik bei den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) vom Montag hat auch für den Schweizer Bahnverkehr Folgen. Wie die SBB auf ihren Kundeninformationskanälen mitteilen, fallen mehrere Zugverbindungen in der östlichen Schweiz aus. Betroffen sind die Railjet und EuroCity, die ab Zürich via Österreich verkehren. Ausfälle gibt es laut SBB ausserdem bei Nachtzügen und im Regionalverkehr.

Angesichts der Inflation von elf Prozent fordern die österreichischen Eisenbahn-Mitarbeiter Lohnerhöhungen von durchschnittlich zwölf Prozent. Nachdem die Arbeitgebervertreter bis Sonntag nur 8,4 Prozent anboten, wurden die Verhandlungen am Wochenende vorerst ohne neuen Gesprächstermin abgebrochen. (wap/dpa)

08:06 Uhr

Montag, 28. November

Aryzta: Preissteigerungen treiben Umsatz in die Höhe

Aryzta konnte seinen Umsatz im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2022/23 auf rund 509 Millionen Euro steigern. Gegenüber der gleichen Periode im Vorjahr entspricht dies einer Steigerung von 19,8 Prozent, wie der Bäckereikonzern am Montag mitteilte. Das organische Wachstum beziffert Aryzta auf 22 Prozent. Der Konzern führt dies vor allem auf die höheren Preise (18,1 Prozent) zurück. Das Volumenwachstum blieb mit rund vier Prozent relativ stabil. (wap)

07:31 Uhr

Montag, 28. November

Karin Zahnd Cadoux verlässt die Bank WIR

Verwaltungsratspräsidentin Karin Zahnd Cadoux wird an der Generalversammlung im Sommer 2023 nicht mehr zur Wiederwahl antreten. Dies gab die Bank WIR am Montag bekannt. Nachfolger soll der bisherige Vizepräsident Marc Reimann werden. Zahnd Cadoux hatte das Verwaltungsratspräsidium seit 2019 inne.

Karin Zahnd Cadoux
Bild: ho WIR

Sie gibt persönliche Gründe für ihren Abgang an: «Ich bin ein Workaholic, aber zwei Todesfälle und eine schwere Krankheit in meinem näheren Umfeld haben mich dazu veranlasst, meine Prioritäten zu überdenken.» Als Firmenchefin wolle sie sich vermehrt auf das eigene Unternehmen, die Nerinvest AG, konzentrieren und auch wieder mehr Zeit für die Familie haben.

Ihr designierter Nachfolger Marc Reimann ist CEO der Zirkumflex AG in Cham und seit 2013 im Verwaltungsrat der Bank, seit 2021 als Vizepräsident. Zahnd Cadoux empfiehlt ihn als «jungen, digitalaffinen Mann mit Weitsicht.» Definitiv entschieden wird über die Nachfolge von Zahnd Cadoux an der Generalversammlung am 5. Juni 2023. (wap)

07:00 Uhr

Montag, 28. November

Lucius Gerig kommt bei Stadler in die Konzernleitung

Per 1. Januar übernimmt der 35-jährige Lucius Gerig die Leitung der Division Schweiz bei Stadler. In dieser Funktion wird er zugleich Mitglied der Konzernleitung. Dies teilte der Hersteller von Schienenfahrzeugen am Montag mit. Gerig übernimmt die Nachfolge von Markus Bernsteiner, der von Peter Spuhler die Funktion des Group CEO übernimmt. Spuhler will sich in Zukunft wieder auf das Präsidium des Verwaltungsrates konzentrieren. Er hatte den Konzern in den letzten Jahren als Interims-CEO geleitet.

Lucius Gerig ist seit 2014 bei Stadler und ist seit 2020 Finanzchef der Division Schweiz. Zu dieser gehören die Stadler-Werke in Bussnang, St. Margrethen, Altenrhein, Erlen und Salt Lake City. Sie umfasst rund 3800 Mitarbeitende. (wap)

09:07 Uhr

Sonntag, 27. November

CS-Schweiz-Chef: Nur wenige Kunden hätten Konten geschlossen

Die Credit Suisse (CS) kommt nicht aus der Misere heraus. Fürs Gesamtjahr rechnet sie mit einem Verlust von 3,4 Milliarden Franken. Der Vertrauensverlust hat bereits zu Kundengeldrückzügen von über 80 Milliarden Franken geführt. Die Aktionäre der Credit Suisse haben erst kürzlich einer Kapitalerhöhung von rund 4 Milliarden Franken zugestimmt.

Bei der Schweiz-Division der Bank ist die Situation gemäss André Helfenstein indes weniger dramatisch. Der Chef der Credit Suisse Schweiz sagt in einem Interview mit der «SonntagsZeitung» , dass einige Kunden zwar einen Teil ihres Geldes abgezogen, aber nur wenige ihre Konten wirklich geschlossen hätten. «In unserer Division Swiss Bank haben sich die Kundenvermögen stabilisiert, wir haben insgesamt 1 Prozent unserer Vermögensbasis verloren.»

In der Schweiz fallen 2000 Stellen weg

In der Schweiz ist die CS gemäss Helfenstein «sehr profitabel». Nach neun Monaten weise die Division einen Vorsteuergewinn von über 1,2 Milliarden Franken aus. «Absolut kein Thema» seien hingegen eine Aufteilung der Bank in einen Schweizer und einen internationalen Teil oder der Verkauf des Privatkundengeschäfts und des Asset-Managements.

Im Rahmen der geplanten Umstrukturierung plant die CS alleine in der Schweiz 2000 Stellen zu streichen und 14 Geschäftsstellen zu schliessen. Helfenstein beteuert, die Bank werden «alles daran setzen, dass der Stellenabbau möglichst über natürliche Abgänge erfolgt, was die tatsächliche Zahl der Entlassungen verringern wird.» (dpo)

11:30 Uhr

Samstag, 26. NOvember

Pierre-Yves Maillard als SGB-Chef wiedergewählt

Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) hat Pierre-Yves Maillard am Samstag für vier weitere Jahre als Präsident wiedergewählt. Die Wahl am Gewerkschaftskongress in Interlaken fiel einstimmig zu seinen Gunsten aus, wie der SGB am Samstag auf Twitter mitteilt. Der Waadtländer Nationalrat Maillard amtet seit 2018 als Chef des Gewerkschaftsbundes.

Weiter hat der SGB am Samstag Unia-Präsidentin Vania Alleva als Vizepräsidentin des Gewerkschaftsbundes bestätigt. Ebenfalls als Vizepräsidentin neu gewählt wurde die stellvertretende VPOD-Generalsekretärin Natascha Wey. Sie ersetzt damit Giorgio Tuti, der per Februar 2023 sein Amt als Präsident der Gewerkschaft des Verkehrspersonals (SEV) abgeben wird. (dpo)

12:10 Uhr

Freitag, 25. November

Schweizer Wirtschaft investiert mehr in digitale Technologien

Der Einsatz von Robotern, Big Data und Künstlicher Intelligenz weitet sich in vielen Branchen aus. Dies ist das Ergebnis einer Studie der Konjunkturforschungsstelle der ETH (Kof), die vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation in Auftrag gegeben wurde.

Laut dieser am Freitag publizierten Innovationserhebung liegt der Anteil der Investitionen in Hard- und Software an den Gesamtinvestitionen eines Unternehmens mittlerweile bei rund 17 Prozent. Damit habe sich dieser Anteil zum wiederholten Mal erhöht. Besonders stark war die Zunahme laut Kof bei mittelgrossen Unternehmen mit 50 bis 249 Mitarbeitenden. Investiert haben die Unternehmen im Untersuchungszeitraum 2018 bis 2020 vor allem in neue Sicherheitsvorkehrungen, um sich vor Hackerangriffen zu schützen.

Stark zugenommen hat auch der Einsatz von Servicerobotern, von 3 Prozent im Jahr 2018 auf 7 Prozent im Jahr 2020. Noch höhere Zunahmen gab es bei Industrierobotern, wie sie für Arbeiten wie Schweissen, Zuschneiden oder Spritzlackieren verwendet werden.

Besonders stark zugenommen hat ausserdem die Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI). 2020 verwendeten bereits 9 Prozent der Unternehmen Applikationen mit KI-Komponenten. Bei Grossunternehmen verwenden sogar 30 Prozent KI. (wap)

09:24 Uhr

freitag, 25. November

Linien- und Charterverkehr bleibt im dritten Quartal unter Vorkrisenniveau

Im dritten Quartal zählten die Schweizer Flughäfen im Linien- und Charterverkehr 13,7 Millionen ankommende und abfliegende Passagiere. Damit liegen die Zahlen im dritten Quartal noch immer 18 Prozent unter dem Vorkrisenniveau von 2019. Diese Daten wurden am Freitag vom Bundesamt für Statistik (BFS) veröffentlicht.

Verglichen mit dem dritten Quartal des Vorjahres zeigt sich aber eine deutliche Erholung: Insgesamt waren 5,3 Millionen Lokal- und Transferpassagiere mehr unterwegs. Dies entspricht einer Steigerung um 62 Prozent. Auch die Zahl der Start und Landungen ist im betreffenden Zeitraum um 43 Prozent auf 104'000 angestiegen. (wap)

08:58 Uhr

Freitag, 25. November

Zahlreiche neue Jobs sind geschaffen worden – viele bleiben aber unbesetzt

Innert Jahresfrist sind in der Schweiz mehr als 110'000 Stellen neu hinzugekommen. Das Bundesamt für Statistik (BFS) spricht in einer Mitteilung vom Freitag von einem «solidem Beschäftigungswachstum». Konkret ist die Beschäftigung im dritten Quartal um 2,2 Prozent gewachsen. In Vollzeitäquivalenten belief sich das Beschäftigungsvolumen auf rund 4,2 Millionen Stellen.

Das BFS spricht von positiven Entwicklungen in beinahe allen Wirtschaftszweigen (Ausnahme ist der Sektor «Handel») und einer positiven Beschäftigungslage in allen Regionen. Gleichzeitig vermelden die Statistiker eine hohe Zahl an offenen Stellen. Es sind 26'100 unbesetzte Stellen mehr als im Vorjahr. Das ist eine Steigerung von 26,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Besonders schwierig sei die Rekrutierung von «qualifiziertem Personal», so das BFS. (mg)

08:30 Uhr

Freitag, 25. November

Arbeitgeberverband: Severin Moser folgt auf Valentin Vogt

Wechsel an der Spitze des Schweizerischen Arbeitgeberverbandes: Valentin Vogt, langjähriger Präsident, gibt sein Amt auf die nächste Mitgliederversammlung im kommenden Sommer ab. Vogt war seit 2011 an der Verbandsspitze und hat sich dabei als pointierter Gegenspieler zu den Gewerkschaften einen Namen gemacht.

Auf Vogt soll Severin Moser folgen. Der ehemalige CEO der Allianz Versicherungen Schweiz wird vom Vorstandsausschuss als Präsident vorgeschlagen, wie es in der Mitteilung vom Freitag heisst. Der 60-Jährige wäre der erste Präsident, der aus der Dienstleistungsbranche komme. «Neben meiner Tätigkeit als Verwaltungsrat möchte ich mich verstärkt arbeitgeberpolitisch engagieren und mich für gute Rahmenbedingungen der Schweizer Wirtschaft und für eine tragfähige Sozialpartnerschaft einsetzen», lässt sich Moser in der Mitteilung zitieren. (mg)

15:09 Uhr

Donnerstag, 24. November

Höherer Mindestlohn im Postsektor

Die Eidgenössische Postkommission PostCom erhöht den Mindestlohn im Postsektor per 1. Juli 2023 von brutto 18.27 auf 19.00 Franken. Das hat sie am Donnerstag mitgeteilt.

Die entsprechende Verordnungsänderung wurde am 6. Oktober verabschiedet. «Die Mindeststandards schützen Angestellte, die keinen gesamtarbeitsvertraglichen Schutz geniessen, vor Lohndumping, müssen aber gleichzeitig auch den Markteintritt von neuen Anbieterinnen ermöglichen», heisst es in der Mitteilung. Sie verfolgten im Gegensatz etwa kantonalen Mindestlöhnen keine sozialen Ziele.

Die Gewerkschaft Syndicom kritisierte die Erhöhung in einer Mitteilung . «Ein solcher Mindestlohn ist ein Hohn für Knochenjobs wie die Sortierung und Zustellung von Brief- und Paketpost», schreibt sie. «Die PostCom verkennt damit die Realität der Branche und legitimiert einen Wettbewerb, den die Postmarktteilnehmer auf dem Buckel der Angestellten austragen.»

Die Mindeststandards der PostCom gelten für alle meldepflichtigen Anbieter von Postdiensten und auch für dort tätige Temporär-Angestellte. Zudem gelten die Mindeststandards auch für Subunternehmer, die mehr als die Hälfte ihres Umsatzes im Postmarkt erzielen.

10:34 Uhr

Donnerstag, 24. November

Post spürt gestiegene Preise

Nach dem guten ersten Halbjahr hat sich das Ergebnis der Schweizerischen Post bis zum Ende des dritten Quartals «wie erwartet» weniger stark entwickelt. Das teilte der Konzern am Donnerstag mit. Das Konzernergebnis (Ebit) lag per Ende September bei 345 Millionen Franken. Das sind 2 Millionen mehr als vor einem Jahr. Der Konzerngewinn sank dagegen um 82 Millionen auf 288 Millionen Franken. Die Post führt diesen Rückgang hauptsächlich auf Steuereffekte zurück. Der Umsatz stieg derweil in den ersten neun Monaten um 61 Millionen auf knapp 5,1 Milliarden Franken an.

Den grössten Beitrag zum Konzernergebnis steuert der Bereich Logistik-Services bei. Dessen Betriebsergebnis (Ebit) ging bis Ende September um 50 Millionen auf 278 Millionen Franken zurück. Gründe dafür sind einerseits die tieferen Brief- und Paketmengen, andererseits hat sich der Druck auf die Margen und Preise im Logistikgeschäft wegen der gestiegenen Energie-, Treibstoff- und Rohstoffpreise weiter zugespitzt. Die Post hat bereits angekündigt, dass sie ab dem kommenden Jahr einen Teil der Mehrkosten bei den Paketen an Geschäftskunden weitergeben will.

Das Ergebnis der PostFinance wurde wiederum von den Leitzinserhöhungen der Schweizerischen Nationalbank geprägt, wie es weiter heisst. Diese hätten zu «deutlich» tieferen Erträgen aus dem Interbankengeldmarkt und den Guthabengebühren geführt. Das Betriebsergebnis (Ebit) belief sich per Ende September auf 218 Millionen Franken – ein Plus von 46 Millionen. (abi)

08:50 Uhr

Donnerstag, 24. November

Parahotellerie generiert 7,3 Millionen Logiernächte

Die Schweizer Parahotellerie hat im dritten Quartal insgesamt 7,3 Millionen Übernachtungen verzeichnet. Davon entfielen 2,3 Millionen auf kommerziell bewirtschaftete Ferienwohnungen, 2 Millionen auf Kollektivunterkünfte und 3 Millionen auf Campingplätze. Das zeigen die am Freitag veröffentlichten provisorischen Ergebnisse des Bundesamts für Statistik (BFS). Mit 66,8 Prozent der Gesamtnachfrage gingen die meisten Logiernächte auf das Konto der Schweizerinnen und Schweizer.

Zusammen mit den Zahlen in der Hotellerie zählt das BFS zwischen Juli und September 20,1 Millionen Logiernächte. 57,2 Prozent davon wurden von inländischen Gästen generiert. (abi)

06:27 Uhr

Donnerstag, 24. November

Nach angekündigtem Milliardenverlust: CS-Aktie verliert erneut an Wert

Die angeschlagene Grossbank kommt nicht aus den Negativschlagzeilen. Für das vierte Quartal erwartet die Credit Suisse einen Verlust von 1,5 Milliarden Franken. Das gab sie gestern Mittwoch bekannt. Bei den Anlegern an der Börse kam das nicht gut an. Bei Handelsschluss am Mittwochabend notierte die CS-Aktie um 6,1 Prozent tiefer und kostete noch 3,62 Franken.

Nicht geholfen haben auch die gestrigen Entscheide der Aktionäre an der ausserordentlichen Generalversammlung. Diese genehmigten eine Kapitalerhöhung. Das frische Geld kommt von der Saudi National Bank. Sie wird damit in Zukunft 10 Prozent der CS besitzen. (rwa)

08:12 Uhr

Mittwoch, 23. November

Post-Chef Levrat will an Hauszustellung von Paketen festhalten

In einem am Mittwoch erschienen Interview mit dem «Blick» erteilt Post-Präsident Christian Levrat Plänen der Stadt Bern, die Hauszustellung von Paketen abzuschaffen, eine Absage. «Ich verstehe die Sorge um die Nachhaltigkeit, aber der Weg ist der falsche», sagt Levrat im Interview. Die Post sei gesetzlich verpflichtet, die Zustellungen an die Tür zu gewährleisten.

Die Post wolle aber in allen Bereichen umweltfreundlicher werden. So würden im Sortierzentrum Ostermundigen, das auch die Stadt Bern mit Paketen beliefert, 70 Elektroautos angeschafft. Der Druck, ökologischer zu werden, komme dabei zur Zeit eher von der Wirtschaft als von der Politik.

Im Interview bekennt sich Levrat auch zum Ziel, bis 2024 bei 800 Postfilialen zu bleiben. Über die weitere Zukunft müsse danach die Politik entscheiden. Levrat geht davon aus, dass die Post bis 2030 etwa 30 Prozent des Briefvolumina und 50 Prozent des Zahlungsverkehrs verlieren werde. «Ob und wie wir vor diesem Hintergrund rund 800 Filialen weiterbetreiben wollen, ist eine Frage, der sich die Politik annehmen muss», so Levrat im Interview. (wap)

06:48 Uhr

Mittwoch, 23. November

EMS-Gruppe reduziert Erwartungen für Gesamtjahr

Die EMS-Gruppe erwartet für das Gesamtjahr 2022 ein im Vergleich zum Vorjahr tieferes Betriebsergebnis (Ebit), dies bei einem leicht höheren Nettoumsatz. Am Mittwoch veröffentlichte das Unternehmen eine entsprechende Mitteilung.

Als Grund nennt die EMS-Gruppe die sich rapide verschlechternde wirtschaftliche Lage, namentlich die Energiepreise in Europa und die hartnäckig hochen Inflationsraten in der EU und den USA. Ausserdem sei die Konsumstimmung in China wegen ungelöster Probleme im Immobilienmarkt und anhaltend rigoroser Lockdowns «regelrecht eingebrochen», so die Mitteilung.

Bisher hatte das Unternehmen für das Gesamtjahr mit einem leichten Wachstum bei Nettoumsatz und Betriebsergebnis gerechnet. Bereits im Oktober hatte die EMS aber vor der schwächer werdenden Konjunktur gewarnt. (wap)

12:06 Uhr

DIENSTAG, 22. NOVEMBER

Trotz Wachstum: Die Bierbrauer blicken sorgenvoll nach vorne

Im vergangenen Braujahr verzeichnete der Schweizer Biermarkt ein Plus von 6,2 Prozent. Konkret flossen bis Ende September rund 4,7 Millionen Hektoliter Bier, wie der Schweizer Brauerei-Verband am Dienstag mitteilte. Das Wachstum sei vor allem vom Inlandausstoss der Schweizer Brauereien geprägt gewesen, der auf gut 3,6 Millionen Hektoliter stieg (+9 Prozent). Auch der Absatz von alkoholfreiem Bier kletterte weiter nach oben, sodass dessen Anteil am Gesamtmarkt mittlerweile 5,7 Prozent beträgt.

Die Bierimporte mussten dagegen erneut Federn lassen und sanken um 2,2 Prozent auf noch gut 1 Millionen Hektoliter. Inzwischen machen die Bierimporte 22,4 Prozent des hiesigen Marktes aus. Die Branche zeigt sich trotz des Wachstums besorgt. Dies aufgrund der «sehr angespannten Lage» in den Rohstoff-, Verpackungs-/Gebinde- und Energiemärkten. Hinzu kämen unberechenbare Lieferfristen und die stark gestiegenen Beschaffungskosten. (dpo)

09:12 Uhr

DIENSTAG, 22. NOVEMBER

Nach Corona: Güterverkehr und Rheinschifffahrt nehmen wieder Fahrt auf

Nachdem die Coronakrise 2020 den Güterverkehr noch ausgebremst hatte, sind im vergangenen Jahr die Transportleistungen auf dem schweizerischen Strassen- und Schienennetz wieder gestiegen. Konkret betrugen die Leistungen insgesamt 27,8 Milliarden Tonnenkilometer. Gegenüber 2020 entspricht das einem Wachstum 4 Prozent, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Dienstag mitteilte.

Der Güterverkehr per Schiene legte dabei stärker zu (+6,2 Prozent) als jener auf der Strasse (+2,7 Prozent). Auch im Vergleich zum Vorkrisenniveau von 2019 konnten beide Verkehrsträger ihre Transportleistungen um 3 respektive 1,7 Prozent steigern. Die schweren Strassenfahrzeuge (über 3,5 Tonnen Gesamtgewicht) legten letztes Jahr in der Schweiz gar 2273 Millionen Kilometer zurück. Gemäss BFS ist dies der höchste verzeichnete Wert, seitdem die leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe (LSVA) 2001 eingeführt wurde.

Auch der Containertransport mit Rheinschiffen erzielte mit 126’042 umgeschlagenen Containern (+10,5 Prozent) einen Rekordwert. Dies sei insofern bemerkenswert, da der Schiffverkehr auf dem Rhein 2021 im Sommer wegen Hochwasser und im Herbst wegen Niedrigwasser eingeschränkt war. (dpo)

08:00 Uhr

Dienstag, 22. November

Gefühlte Inflation sinkt - Preise für Frühstückszutaten steigen deutlich

In der Schweiz ist die gefühlte Inflation im Oktober erneut leicht gesunken. Der von Comparis und der Konjunkturforschungsstelle der ETH (KOF) erhobene Konsumentenpreisindex ist seit September um 0,6 Prozentpunkte auf 3,2 Prozent gesunken. Dennoch liegt er weiterhin über dem allgemeinen Landesindex der Konsumentenpreise (3 Prozent), wie der Vergleichsdienst am Dienstag mitteilt.

Konsumentinnen und Konsumenten spüren die gestiegenen Preise aktuell am stärksten bei Frühstückszutaten wie Butter (+10,7 Prozent), Margarine, Speisefette und -öle (+8,9 Prozent), Kaffee (+7 Prozent), Milch, Käse, Eier (+5,9 Prozent) sowie Tee (+3,4 Prozent). Darüber hinaus sind mit 8,8 Prozent auch die Energiepreise zum Heizen (Gas, Heizöl, Brennholz und Fernwärme) weiter deutlich nach oben geklettert. «Die hohen Heizkosten und das teurere ‹Zmorgen› fressen gerade bei tiefen Einkommen ein Loch ins Portemonnaie», stellt Comparis-Finanzexperte Michael Kuhn in der Mitteilung fest. (dpo)

07:30 Uhr

Dienstag, 22. NOvember

Lohnverhandlungen: Auch Migros findet keine Einigung mit Sozialpartner

In den Lohnverhandlungen zwischen der Migros und den Sozialpartnern für das kommende Jahr gibt es keine Einigung. Wie der Detailhändler sowie der Kaufmännische Verband (KFMV), der Metzgereipersonal-Verband sowie die Landeskommission der Migros-Gruppe am Dienstag mitteilen, sind die Verhandlungen gescheitert. Der KFMV etwa forderte den vollen Teuerungsausgleich für Einkommen bis 5000 Franken. Doch der Detailhandelsriese hat dies abgelehnt, wie der Verband am Dienstag mitteilte. Aus diesem Grund habe er die Lohnvereinbarung für 2023 nicht mitunterzeichnet.

Die Migros wiederum betont in einer Mitteilung, dass ihre Mitarbeitenden nächstes Jahr «um bis zu 2,8 Prozent höhere Vergütungen» erhalten werden. Ein Teil davon könne als «einmalige Gratifikation in Form von Warengutscheinen» erfolgen. Zudem hebe Migros die Mindestlöhne bis spätestens im Jahr 2024 erneut um 100 Franken an. «Damit unterstützt die Migros die am stärksten von der Inflation betroffenen Mitarbeitenden gezielt», heisst es.

Kritik an Gutscheinen

Der KFMV begrüsst zwar, dass der Detailhändler nächstes Jahr die Mindest- und Referenzlöhnen um jeweils 100 Franken erhöht. Gleichzeitig kritisiert der Verband, dass die Erhöhung der massgebenden Lohnsumme um 2 bis 2,8 Prozent eine einmalige, freiwillige Entschädigung in Form von Warengutscheinen beinhaltet. «Mit einem einmaligen Gutschein können die Löhne nicht nachhaltig verbessert werden», lässt sich Michel Lang, Leiter Sozialpartnerschaft beim Kaufmännischen Verband, zitieren. Er fordert, dass die Löhne im Detailhandel strukturell weiter steigen müssten.

Kritik hagelt auf die Migros auch vonseiten der Unia ein. Für die Gewerkschaft ist das Ergebnis der Lohnverhandlungen «in Zeiten hoher Inflation klar ungenügend und vor allem intransparent», wie sie mitteilt. Dass die Lohnerhöhungen bis zur Hälfte in Form von Einkaufsgutscheinen verteilt werden können, kommt bei der Unia ebenfalls schlecht an. «Gutscheine haben in einer Lohnverhandlung nichts zu suchen: Sie führen nicht zu nachhaltigen Lohnerhöhungen.»

Auch Coop fand keine Einigung mit Sozialpartnern

Wie die Migros hat sich vergangene Woche auch der zweite grosse Schweizer Detailhändler Coop mit den Sozialpartnern in den Lohnverhandlungen nicht einigen können. Doch leer ausgehen sollen die Mitarbeitenden deswegen nicht: Coop will die Saläre unter 4500 Franken kommendes Jahr beispielsweise um 2 Prozent anheben. Das ist zu wenig, kritisieren Gewerkschaften, die sich von weiteren Verhandlungen bessere Ergebnisse erhoffen.

Insgesamt stellt Coop 2023 laut eigenen Angaben 3 Prozent für höhere Personalvergütungen bereit. So sollen etwa auch alle Angestellten des Migros-Konkurrenten einen Einkaufsgutschein für die eigenen Läden erhalten – je nach Arbeitspensum bis zu 800 Franken. Die Gewerkschaften kritisieren, dass Coop damit – und mit den versprochenen Lohnerhöhungen – die Teuerung nicht ausgleiche. Dies hätten die Unia-Mitglieder ihren Verhandlern als rote Linie aufgetragen. (dpo/sat)

15:00 Uhr

MONTAG, 21. NOVEMBer

Die Swiss will nächstes Jahr 1500 neue Mitarbeitende einstellen

Nach dem Stellenabbau in der Coronakrise will die Swiss nun ihr Personal wieder aufstocken. 2023 plant die Fluggesellschaft rund 1000 neue Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter einzustellen, wie die Swiss auf Anfrage von CH Media am Montag schreibt. Sie bestätigt damit einen Bericht der Nachrichtenagentur AWP. Darüber hinaus will die Swiss nächstes Jahr 80 Pilotinnen und Piloten und «mehrere hundert» Mitarbeitende am Boden einstellen. «2023 sind insgesamt rund 1500 Neueinstellungen geplant», heisst es.

Bis Ende dieses Jahres wird die Swiss laut eigenen Angaben rund 800 Cabin Crew Members eingestellt haben sowie mehrere hundert Mitarbeitende am Boden. Bei den Piloten gäbe es dieses Jahr hingegen keine Neueinstellungen. Wie die Swiss betont, sind bei diesen Zahlen die Fluktuationen – das Ausscheiden von Mitarbeitenden durch Kündigung oder Pensionierung – miteinberechnet.

Auch der Mutterkonzern der Swiss, die deutsche Lufthansa, plant für nächstes Jahr insgesamt 20'000 Neueinstellungen. Bereits im laufenden Jahr habe der Konzern mehrere tausend Menschen an Bord geholt, teilte die Fluggesellschaft am Montag in Frankfurt mit. Jobangebote gibt es den Angaben zufolge in mehr als 45 Berufen. Gesucht würden vor allem Techniker, IT-Spezialisten, Juristen, Piloten und Flugbegleiter. (dpa/dpo)

13:49 Uhr

Montag, 21. November

Windpark Mollendruz: Ewz-Projekt bekommt Rückenwind

Der geplante Windpark auf dem Höhenzug östlich des Col du Mollendruz im Kanton Waadt nimmt eine weitere Hürde. Das Bundesgericht hat alle Beschwerden gegen die Bewilligung des Nutzungsplans für den Windpark abgewiesen, wie Energie Naturelle Mollendruz (ENM) am Montag mitteilte. Das Bundesgericht folgte damit dem Waadtländer Kantonsgericht. Damit können die Arbeiten für das Baugesuch beginnen. Dieses soll bis Mitte 2023 eingereicht werden. Der Bau soll dann 2025 beginnen und zwei Jahre dauern.

Geplant sind zwölf Windturbinen mit einer Kapazität von 50 Megawatt. Damit können laut ENM jährlich 100 bis 112 Gigawattstunden Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt werden. Dies entspreche dem jährlichen Stromverbrauch von rund 33'000 Haushalten. Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf rund 90 Millionen Franken. Hinter der ENM stehen die Gemeinden Juriens, Mont-la-Ville, La Praz, Vaulion, die Stadt Yverdon sowie das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (Ewz). (abi)

13:02 Uhr

Montag, 21. November

Schweizer Reisende lassen sich von Serien und Filmen inspirieren

Die Schweizerinnen und Schweizer lassen sich bei ihrer Reiseplanung für das kommende Jahr von Filmen und Serien auf Streaming-Diensten inspirieren. Das zeigt der am Montag veröffentlichte Reisetrend-Report 2023 des Reiseanbieters Ebookers. 70 Prozent der Befragten hätten sich über ein Reiseziel informiert, nachdem sie es in einer Sendung oder einem Film gesehen haben. 44 Prozent buchten die Reise schliesslich auch.

So locken Drehorte von Abenteuer- und Fantasysendungen gemäss Ebookers vor allem nach Island und Neuseeland. Unter den beliebtesten zehn Reisezielen der Streaming-Fans befinden sich etwa Paris, New York, Irland, Italien – und dank neuer Serien auch Südkorea. Davon kann die Schweiz ebenfalls profitieren: Da einige der koreanischen Serien teilweise in der Schweiz gedreht wurden, besuchen mehr «Streaming-Touristen und K-Drama-Fans» beispielsweise die Region rund ums Jungfraujoch.

Auch zeigt der Report, dass der Trend in Richtung längere Reisen mit einer Dauer von drei bis vier Wochen geht. Mehr als die Hälfte der Befragten möchte im Vergleich zu den Vorjahren länger oder mehr als zwei Wochen verreisen. Jeder Zehnte spricht gar von einem bis zwei Monaten. Jeder Dritte ist bereit, für eine lange Reisen die Arbeitsstelle aufzugeben, das Studium hinauszuzögern oder unbezahlte Ferien zu beziehen. (abi)

07:05 Uhr

Montag, 21. November

Julius Bär: Vermögenswerte sinken, Neugelder steigen – Sparprogramm trägt Früchte

Die verwalteten Vermögen der Bank Julius Bär sind in den ersten zehn Monaten des Jahres zwar um 11 Prozent auf 429 Milliarden Franken weiter gesunken. Die Privatbank führt dies hauptsächlich auf rückläufige Entwicklungen an den globalen Aktien- und Anleihenmärkten zurück, wie sie am Montag mitteilte. Teilweise seien die Verluste jedoch durch positive Währungseffekte wettgemacht worden.

Gleichzeitig meldet Julius Bär eine Trendwende beim Neugeldzufluss. Die «deutliche Verbesserung», die gegen Ende des ersten Halbjahres begonnen hatte, «setzte sich von Juli bis Oktober 2022 fort», schreibt die Privatbank. Konkret resultierte im bisherigen Jahresverlauf unter dem Strich ein Neugeldzufluss von 3 Milliarden Franken.

Wie Julius Bär weiter mitteilt, sind als Folge des Ukraine-Kriegs bei der Schweizer Privatbank aktuell russische Kundenvermögen im Wert von 1 Milliarde Franken von internationalen Sanktionen betroffen.

Zum Ausblick schreibt Julius Bär, dass die gesetzten Ziele für 2022 «in Reichweite» blieben. Dies auch dank der konsequenten Umsetzung der Ertrags- und Kostenmassnahmen, welche sich das Unternehmen für den aktuellen Zyklus gesetzt hat. (sat)

06:11 Uhr

Montag, 21. November

Nun präsentiert auch Nespresso natürlich abbaubare Kaffeekapseln

Papier statt Aluminium: Nespresso will kommendes Jahr ebenfalls natürlich abbaubare Kaffeekapseln auf den Markt bringen.
Bild: Ausriss «Blick»

Migros hat mit «Coffee B» vorgelegt. Seit ein paar Wochen läuft der Angriff des Schweizer Detailhändlers mit natürlich abbaubaren Kaffeeportionen auf den Branchenprimus Nespresso. Nun reagiert das Nestlé-Tochterunternehmen und kündigt seinerseits ebenfalls eine umweltfreundliche Innovation an: Papierkapseln.

Wie Nespresso-CEO Guillaume Le Cunff am Montag im «Blick» ankündigt, sollen die kompostierbaren Kapseln auf Papierbasis kommenden Frühling vorerst testhalber in der Schweiz und in Frankreich auf den Markt gebracht werden. Im Angebot: vier Geschmacksrichtungen, darunter eine biologische.

«Wir haben seit drei Jahren an den Papierkapseln getüftelt», sagt Le Cunff. Dass es so lange gedauert habe, liege daran, «dass wir absolut sichergehen wollten, dass die Qualität des Nespresso-Kaffees hoch bleibt.» Der Zeitpunkt der Ankündigung stehe in keinem Zusammenhang mit «Coffee B» von Migros.

Deren abbaubare Kaffeekugeln sind ebenfalls in der Schweiz lanciert worden. Die laut eigenen Angaben «grösste Produktinnovation in der Geschichte der Migros» soll «die Kaffeeindustrie radikal verändern», hiess es. Und als zweiter Markt zur Eroberung im Visier: ebenfalls Frankreich.

Wie «Coffee B» sollen auch die Nespresso-Papierkapseln in der Schweiz hergestellt werden. «Alle unsere Kaffees werden – von der Röstung bis zur Verpackung – in der Schweiz produziert», sagt Guillaume Le Cunff. Auch die Entwicklung sei in der Schweiz respektive mit Schweizer Partnern entstanden. Allerdings passen die Papierkapseln in einem ersten Schritt lediglich in Nespresso-Original-System. In den nächsten zwei Jahren sollen die neuen Kapseln laut Le Cunff dann auch für die Systeme Vertuo und Nespresso Professional angeboten werden. (sat)

13:03 Uhr

Samstag, 19. November

Zu knausrige Lohnrunde 2023? Arbeitgeber-Präsident widerspricht

Die Löhne dürften kommendes Jahr stärker steigen als in den Vorjahren. Mit einem erwarteten Plus von durchschnittlich 2,2 Prozent dürfte dieser Anstieg jedoch tiefer ausfallen als die für 2023 prognostizierte Teuerung. Sprich: Unter dem Strich wird die Inflation die Lohnerhöhung mehr als auffressen, wie Ökonomen der UBS voraussagen. Sie rechnen sogar mit dem grössten Reallohnverlust seit dem Zweiten Weltkrieg , wie die Grossbank vergangene Woche vorrechnete.

Valentin Vogt sieht das Ganze nicht so dramatisch. «Die Betriebe strecken sich in der laufenden Lohnrunde nach der Decke», sagte der Arbeitgeber-Präsident in der «Samstagsrundschau» von Radio SRF. Deren Verhalten als «knausrig» zu bezeichnen, erachtet Vogt denn auch als falsch. «Als Arbeitnehmer muss man eine solche Situation ertragen können, wenn man in den vergangenen zehn Jahren eine Reallohnerhöhung hatte.» Bei negativer Teuerung hätten die Arbeitgeber seinerzeit ja auch keine Lohnkürzungen verlangt.

Bereits vergangene Woche argumentierte der Arbeitgeberverband gegenüber CH Media, ein Teuerungsausgleich sei zwar auch aus Arbeitgebersicht wünschenswert – allerdings nur, wenn dieser tragbar ist. Angesichts der grossen wirtschaftlichen Herausforderungen in vielen Betrieben und Branchen sei dies aktuell jedoch nicht überall der Fall. Für die Arbeitgeber seien Lohnerhöhungen von 4 bis 5 Prozent, wie von den Gewerkschaften teilweise gefordert, darum «komplett illusorisch».

Der Start in die Lohnverhandlungen sei «gut gelungen», sagte Daniel Lampart, Chefökonom beim Schweizerischen Gewerkschaftsbund (SGB), vergangene Woche gegenüber CH Media. Man habe bisher immer einen Teuerungsausgleich und oft etwas obendrauf aushandeln können. Diesmal sei die Situation aber «völlig neu» angesichts der stark Teuerung. In vielen Branchen werde zwar noch hart verhandelt, so etwa auf dem Bau. «Es braucht einfach Druck», betonte der SGB-Chefökonom. (sat)

15:30 Uhr

Freitag, 18. November

Uber bezahlt 35,4 Millionen und darf dafür weiter in Genf fahren

Uber muss sein Geschäft im Kanton Genf nicht aufgeben. Allerdings wird es teuer für den Fahrdienst: Um seinen Verpflichtungen als Arbeitgeber nachzukommen und die gesetzlichen Bestimmungen für seine bisherige Tätigkeit einzuhalten, muss Uber 35,4 Millionen Franken bezahlen. Das teilte das Wirtschaftsdepartement des Kantons Genf am Freitag mit.

Der Grossteil des Geldes fliesst direkt an die Sozialversicherungen. Auch die Fahrerinnen und Fahrer bekommen eine Entschädigung. Sobald Uber die geschuldeten Beiträge bezahlt hat, werde das Berufsverbot aufgehoben, heisst es weiter.

Das Bundesgericht hatte im Juni geurteilt, dass Uber-Fahrerinnen und -Fahrer als Angestellte und nicht als Selbstständige gelten . Gemäss Wirtschaftsdepartement ist es das erste Mal in der Schweiz, dass Uber gezwungen ist, seine Arbeitgeberpflichten zu übernehmen. Es hofft nun auf Signalwirkung für die übrigen Kantone in der Schweiz. (abi)

07:16 Uhr

Freitag, 18. NOvember

Richemont steigert Umsatz im ersten Halbjahr um fast einen Viertel

Der Luxusgüterkonzern Richemont kann eine positive Bilanz der ersten sechs Monate seines Geschäftsjahrs ziehen. Gemäss den am Freitag veröffentlichten Zahlen konnte der Umsatz im Zeitraum von April bis September gegenüber dem Vorjahr um 24 Prozent gesteigert werden. Das Betriebsergebnis lag 26 Prozent über Vorjahr. Der Gewinn stieg von 2,1 Milliarden auf 2,9 Milliarden Euro und damit um 40 Prozent. (wap)

06:41 Uhr

Freitag, 18. November

Steffen Kindler wird bei Holcim Finanzchef

Steffen Kindler wird Nachfolger der derzeitigen Holcim-Finanzchefin Géraldine Picaud. Dies gab das Unternehmen am Freitag bekannt. Kindler wird damit zugleich Mitglied der Konzernleitung. Er übernimmt seine Position ab Mai 2023. Bis dahin werde Picaud die Fertigstellung des Jahresabschlusses 2022 begleiten und eine umfassende Übergabe sicherstellen. Steffen Kindler kommt von Nestlé, wo er derzeit als Chief Financial Officer für Nestlé Deutschland tätig ist. (wap)

15:36 Uhr

Donnerstag, 17. November

Bund: Keine weiteren Bahn-Ausbauten bis 2033

Auf dem Schweizer Schienennetz wird viel gebaut – zu viel. Wie das Bundesamt für Verkehr (BAV) am Donnerstag mitteilte , sind derzeit zahlreiche Vorhaben aus den bereits beschlossenen Ausbauschritten 2025 und 2035 in Projektierung oder im Bau. Weitere Baustellen vertrage das Netz nicht, weshalb die SBB darüber hinaus bis mindestens 2033 keine weiteren Ausbauten in Angriff nehmen könnten. Solche hätten nämlich zur Folge, dass die Fahrpläne stark reduziert werden müssten. «Zusätzliche Baustellen würden das Netz allzu stark belasten. Ausgedünnte Baustellenfahrpläne bzw. Verspätungen wegen knappen Kapazitäten würden den Reisekomfort für die Passagiere zu stark beeinträchtigen», so das Bundesamt.

Zur Problematik trägt laut Mitteilung bei, dass Schlüsselprojekte des schon beschlossenen Ausbaus einen zeitlichen Rückstand aufweisen – etwa der Ausbau des Bahnhof Bern, der Bau eines vierten Gleises im Bahnhof Zürich Stadelhofen, der Zimmerberg-Basistunnel II oder der Brüttenertunnel auf der Achse Zürich-Winterthur. Die SBB seien nun zum Schluss gekommen, dass sich der angedachte Fahrplan für das Jahr 2035 nicht umsetzen lasse. Im Jahr 2026 werde der Bund deshalb eine Botschaft zum weiteren Bahnausbau verabschieden, in deren Fokus «die Überarbeitung und Konsolidierung des Angebotskonzepts 2035» stehe. «Mit den dafür notwendigen Infrastrukturmassnahmen soll das Netz soweit getrimmt werden, dass das mit dem Ausbauschritt 2035 beschlossene Angebot stabil und pünktlich betrieben werden kann», so das BAV.

Für geplante, aber noch nicht beschlossene Grossprojekte wie das Herzstück in Basel, den Durchgangsbahnhof Luzern oder die Beschleunigung der Fahrzeiten zwischen Lausanne und Bern sowie Winterthur und St.Gallen könnte das Verzögerungen bedeuten. (ehs)

11:07 Uhr

Donnerstag, 17. November

Siemens legt auch in der Schweiz kräftig zu

Siemens konnte in der Schweiz den Umsatz steigern. Wie das Unternehmen am Donnerstag schreibt, hat es im bis Ende September dauerenden Geschäftsjahr gesamthaft 2,89 Milliarden Franken erwirtschaftet. Das ist über 700 Millionen Franken mehr als im Vorjahr. Die guten Zahlen seien auch «getrieben durch den Zusammenschluss des Medizintechnikunternehmens Varian mit Siemens Healthineer», wie es in der Mitteilung heisst. In der Schweiz beschäftigt Siemens über 5900 Mitarbeitende.

Auch das Gesamtgeschäft des Mutterkonzerns läuft ganz gut: Siemens hat das von Ukrainekrieg und hohen Abschreibungen geprägte Geschäftsjahr mit einem Milliardengewinn abgeschlossen. Nach einem starken vierten Quartal steht unter dem Strich ein Plus von 4,4 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag in München mitteilte. Im seit Oktober laufenden neuen Geschäftsjahr will Siemens wieder deutlich mehr verdienen. (mg/awp)

10:29 Uhr

Donnerstag, 17. November

Bonus statt genereller Lohnerhöhung bei Fenaco

Die Angestellten der Landi-Betreiberin Fenaco bekommen nächstes Jahr 1,5 Prozent mehr Lohn. Davon fliessen 1,3 Prozent in «individuelle Lohnerhöhungen» und 0,2 Prozent in «ausserordentliche Anpassungen». Das teilte die Genossenschaft am Donnerstag mit.

Der Mindestlohn soll neu 4000 Franken betragen. Auch die Referenzlöhne für Angestellte mit einer zwei- bis vierjährigen Berufsbildung werden um je 200 Franken angehoben. Zur «Abfederung der Inflationsrate» von rund 3 Prozent zahlt die Fenaco zudem allen Angestellten einen Bonus – maximal 800 Franken, je nach Pensum.

Diese Lösung stösst bei den Gewerkschaften auf Kritik. Wie die Unia und die Syna in einer gemeinsamen Mitteilung schreiben, verurteile man das «unsoziale Vorgehen». Fenaco habe auf einem Vorschlag «beharrt, der den Angestellten deutliche Lohneinbussen zumute». Deshalb habe man sich nicht einigen können. Die Gewerkschaften forderten eine Lohnerhöhung von 5 Prozent, zumindest aber einen vollständigen Teuerungsausgleich. (aka)

08:44 Uhr

Donnerstag, 17. November

Die MEM-Industrie beginnt zu schwächeln

Aktuell präsentiert sich die Lage der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie (MEM) noch gut: Dank einem starken ersten Halbjahr sind die Umsätze in den ersten neun Monaten 2022 um 9,6 Prozent und die Auftragseingänge um 2,3 Prozent gestiegen. Trotzdem warnt ihr Verband Swissmem in einer Mitteilung vom Donnerstag, dass der Abschwung die Industrie bereits erreicht habe.

Der Grund: Im dritten Quartal gab es eine «signifikante Wende» bei den Auftragseingängen. Sie gingen im Vergleich zum Vorjahresquartal um 12,4 Prozent zurück. Vor allem die Bestellungen aus dem Ausland seien im Vergleich zum zweiten Quartal des laufenden Jahres mit einem Minus von 21,1 Prozent «regelrecht eingebrochen». Und auch beim Umsatz lasse die Wachstumsdynamik in der Branche nach. Die Betriebe waren im dritten Quartal zu 89,5 Prozent ausgelastet – zu Beginn des Jahres waren es noch fast 92 Prozent. Dennoch liege die Kapazitätsauslastung noch immer über dem langjährigen Mittel von 86,2 Prozent.

Dies hat Einfluss auf die Stimmung der Swissmem-Mitglieder. Sie seien pessimistischer als noch zu Beginn des Jahres. Lediglich 27 Prozent rechnen mit steigenden Aufträgen, 40 Prozent gehen davon aus, dass die Bestellungen gleich bleiben. (abi)

08:14 Uhr

Donnerstag, 17. November

Weniger Importe und Exporte im Oktober

Der Schweizer Aussenhandel hat im Oktober geschwächelt – und zwar in beide Richtungen. Die Exporte gingen gegenüber dem Vormonat saisonbereinigt um 1,1 Prozent zurück, die Importe um 1,4 Prozent. Während die Exporte dennoch weiter einen positiven Trend haben, stagnieren die Importe seit Beginn des Jahres. Das teilte das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) am Donnerstag mit. Die Schweizer Handelsbilanz schloss unter dem Strich dennoch mit einem Überschuss von 3 Milliarden Franken.

Bei den Exporten verzeichnete laut BAZG die Mehrheit der Warengruppen ein Minus. So sanken etwa die Ausfuhren von Maschinen und Elektronik um 2,8 Prozent, der Versand von Uhren und Metallen war mit 4,3 respektive 2,7 Prozent ebenfalls rückläufig. Den grössten Rückschlag mit -26 Prozent gab es bei den Überfliegern des Vormonats: den Fahrzeugen. Insgesamt sanken die Exporte nach China zum dritten Mal in Folge.

Auf der Importseite wirkte sich vor allem der Rückgang nach chemisch-pharmazeutischen Produkten auf das Gesamtergebnis aus. Diese sanken um eine halbe Milliarde Franken respektive 8,8 Prozent. Betroffen waren laut BAZG hauptsächlich Medikamente, die um einen Fünftel schrumpften. Zugelegt um 7,3 Prozent haben dagegen die Bezüge von Energieträgern. Die Behörden führen dies jedoch «ausschliesslich» auf die gestiegenen Preise zurück. (abi)

07:11 Uhr

Donnerstag, 17. November

Baloise legt im Nichtlebensgeschäft zu, nicht aber im Lebensgeschäft

Die Baloise erwartet auch nach neun Monaten weiterhin ein «solides Geschäftsjahr». Das teilte der Versicherungskonzern am Donnerstag mit. «Ein ereignisreiches Jahr neigt sich dem Ende zu und es zeichnet sich ab, dass wir zufrieden mit dem Erreichten sein werden», wird Baloise-Chef Gert De Winter in der Mitteilung zitiert. «Trotz gesamtwirtschaftlicher Herausforderungen wachsen wir im attraktiven Nichtlebengeschäft und erwarten ein gutes Ergebnis im Lebengeschäft», betonte er.

Das Prämienvolumen des Nichtlebensgeschäfts stieg bis Ende September währungsbereinigt um 1,9 Prozent auf 3,3 Milliarden Franken. In Schweizer Franken resultiert dagegen ein Rückgang um 2 Prozent. Zwar bewege man sich bezüglich Schadenfrequenz auf normalem Niveau, rechne jedoch mit einem inflationsbedingten Kostenanstieg. Diesen will die Baloise teilweise mit Prämienerhöhungen an die Kundinnen und Kunden weitergeben.

Das Prämienvolumen des Lebensgeschäfts reduzierte sich dagegen auch währungsbereinigt um 5,9 Prozent auf 2,5 Milliarden. Trotzdem erwartet der Baloise-Konzern einen sehr guten Ebit-Beitrag des Lebensgeschäfts von über 300 Millionen Franken, wie es weiter heisst. (abi)

06:57 Uhr

Donnerstag, 17. November

Lastminute.com schüttelt Corona ab – Rückstellungen wegen Verfahren

Lastminute.com legt im dritten Quartal weiter zu. Der Umsatz des Online-Reiseanbieters steigt im Vergleich zum Vorjahr um 49 Prozent auf 82 Millionen Euro. Das Buchungsvolumen legte um 33 Prozent zu. Dabei profitierte der Reiseanbieter von der anhaltenden Markterholung, wie er am Donnerstag mitteilte. Das bereinigte Ebitda beläuft sich auf 11,9 Millionen Euro. Damit liegt es leicht unter dem Niveau des Vorjahresquartals. Allerdings enthielt das dritte Quartal 2021 staatliche Subventionen. Ohne diese würde das Ergebnis 2022 im Vergleich um 21 Prozent höher ausfallen, wie es weiter heisst.

Bereits im ersten Halbjahr konnte Lastminute nach einem coronabedingten Taucher positive Zahlen vorweisen. Doch das gute Halbjahresergebnis wurde von Ermittlungen überschattet, welche die T essiner Staatsanwaltschaft im Juli gegen drei Schweizer Tochtergesellschaften von Lastminute aufgenommen hat.

Diese sollen zwischen März 2020 und Februar 2022 unrechtmässig 28,5 Millionen Franken Covid-Kurzarbeitsentschädigungen bezogen haben um ihre 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch die Pandemie zu bringen. Vier Personen kamen in Untersuchungshaft – darunter Lastminute.com-Chef Fabio Cannavale und COO Andrea Bertoli.

Am Donnerstag gab das Unternehmen daher bekannt, dass es diesbezüglich «konservative Rückstellungen» in der Höhe von 34 Millionen Euro gemacht habe. Das Geld wird für mögliche Rückforderungen der Covid-Subventionen und der damit zusammenhängenden Rechtskosten benötigt. (wap/abi)

11:23 Uhr

Mittwoch, 16. November

On-Schuhe bleiben auf Erfolgskurs

Die Firma On ist auf Kurs für das erste Jahr mit einem Umsatz von über 1 Milliarde Franken: Nach neun Monaten beträgt dieser 855,4 Millionen Franken, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilt. Das entspreche einer Steigerung von 50,4 Prozent. Diese sei vor allem auf starken Wachstum im Einzelhandel zurückzuführen. Das dritte Quartal sei dabei «das stärkste in der Geschichte des Unternehmens» gewesen. Der Reingewinn für diese drei Monate beziffern die Laufschuhhersteller auf 20,6 Millionen Franken. Für das gesamte laufende Jahr beläuft sich der Reingewinn auf 84,1 Millionen Franken.

Für das Gesamtjahr rechnet On mit einem Umsatz von rund 1,125 Milliarden Franken. Damit korrigieren die Verantwortlichen die Prognose sogar leicht nach oben. «Die starken Ergebnisse der letzten neun Monate und der gute Auftragsbestand für das vierte Quartal und darüber hinaus stimmen uns sehr zuversichtlich für die letzten Monate des Jahres und ins Jahr 2023 hinein», lässt sich Co-CEO Martin Hoffmann in der Mitteilung zitieren. Zwar rechne das Unternehmen auch weiterhin «mit einem anhaltenden Margendruck», doch die aktuelle Nachfrage versetze On in eine «gute Position, um die absolute und relative Rentabilität weiter zu steigern.» (mg)

07:10 Uhr

Mittwoch, 16. November

Orascom steigert Umsatz und Gewinn

Orascom DH blickt in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres auf «erfreuliche Ergebnisse» bei Umsatz und Gewinn zurück. Der Gesamtumsatz stieg um 23,6 Prozent auf knapp 460 Millionen Franken. Derweil erhöhte sich der Reingewinn um 273,3 Prozent auf 33,6 Millionen. Das teilte der Immobilienentwickler und Hotelbetreiber mit Sitz in Altdorf (UR) am Mittwoch mit.

Alleine im dritten Quartal wuchs der Umsatz um 29,5 Prozent auf 188,9 Millionen und der Reingewinn auf 12,8 Millionen Franken. In der gleichen Vorjahresperiode waren es noch 3,7 Millionen gewesen. Angetrieben werde das Ergebnis durch das Wachstum im Immobiliensegment und die Verbesserung des Gastgewerbesegments, heisst es weiter.

So konnte Orascom die Immobilien-Neuverkäufe zwischen Juli und September um 2 Prozent auf 171,2 Millionen steigern. Damit belaufe sich der Netto-Immobilienverkaufswert für die ersten neun Monate auf 470,8 Millionen – ein Plus von 5,8 Prozent. Der Umsatz bei den Hotels stieg im dritten Quartal um 43,2 Prozent auf 39,8 Millionen. Die Sommersaison endete gemäss Orascom «auf einer starken Basis». Der Grund: Die Gäste reisten vermehrt, blieben länger und gaben mehr Geld in den Hotels aus. Damit haben die Hotels im Jahr 2022 bislang einen Umsatz von 100,4 Millionen erwirtschaftet – 83,5 Prozent mehr als im Vorjahr. (abi)

06:23 Uhr

Mittwoch, 16. November

Konsumentinnen und Konsumenten bleiben in Kauflaune

«Die Schweizerinnen und Schweizer geben weiter Geld aus und machen sich wegen der Inflation noch nicht allzu viele Sorgen.» So lautet das Fazit einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage, die das Forschungsinstitut Sotomo im Auftrag der Swiss Retail Federation durchgeführt hat. So gibt fast die Hälfte der knapp 1500 Befragten an, sie würden sich in den kommenden Monaten nicht einschränken müssen. Lediglich 12 Prozent befürchten, dass sie den Gürtel in nächster Zeit «deutlich enger» schnallen müssen.

Die Ergebnisse decken sich mit den Beobachtungen im Detailhandel. «Wir hören nun schon seit einigen Wochen, dass sich die Konsumentenstimmung verschlechtert. Aber in den Läden spürten die Händler bisher nichts davon», wird Dagmar Jenni, Direktorin des Detailhandelsverbands, in der Mitteilung zitiert. Die Resultate stehen vor allem auch in «deutlichem Kontrast» zu den Befunden des Konsumbarometers des deutschen Handelsverbands.

Schweizer Konsumenten, die sparen müssen, wollen dabei gemäss Umfrage eher auf gewisse Ausgaben verzichten, als nach günstigeren Alternativen zu suchen. Die meisten geben an, weniger Geld für Restaurantbesuche, Kleider und Ferien ausgeben zu wollen. Beim Einkauf von Lebensmittel wollen dagegen 36 Prozent mehr auf Sonderangebote achten. Diese Resultate stimmen den Detailhandelsverband kurz vor Beginn des Weihnachtsgeschäftes optimistisch, wie er schreibt. (abi)

05:59 Uhr

Mittwoch, 16. November

Alcon erhöht Umsatz und senkt Prognose

Alcon hat im dritten Quartal mit 2,1 Milliarden Dollar erneut mehr Umsatz erzielt. Die Verkäufe legten gegenüber dem Vorjahr um 2 Prozent zu, wie das auf Augenheilkunde spezialisierte Pharmaunternehmen am späten Dienstagabend mitteilte. Der Reingewinn erhöhte sich auf 116 Millionen Dollar.

«Unsere Ergebnisse für das dritte Quartal spiegeln die anhaltend starke operative Leistung des Unternehmens in einem extrem schwierigen makroökonomischen Umfeld wider», wird Alcon-Chef David Endicott in der Mitteilung zitiert. «Die Nachfrage nach unseren Produkten war robust, und wir verzeichneten ein besonders starkes Wachstum in unseren internationalen Märkten.»

In den ersten neun Monaten belief sich der Umsatz damit auf knapp 6,5 Milliarden Dollar – 0,4 Milliarden mehr als vor einem Jahr. Trotzdem senkt der Konzern seine Umsatz-Prognosen für das laufende Jahr: Neu rechnet Alcon mit einem Umsatz von 8,5 bis 8,7 Milliarden. Bislang ging das Unternehmen von 8,7 bis 8,9 Milliarden aus. (abi)

08:34 Uhr

Dienstag, 15. November

Forderung der Bauarbeiter: Die Fronten bleiben verhärtet

Auch nach dem grossen Streiktag von vielen Bauarbeitern ist eine Lösung nicht in Griffweite. Wie die Gewerkschaften Unia und Syna am Dienstag in einer Mitteilung schreiben, hat auch die siebte Verhandlungsrunde «keine Annäherung in der entscheidenden Frage um die Gestaltung der Arbeitszeit» gebracht. Gewerkschaften und der Baumeisterverband feilen derzeit an einem neuen Landesmantelvertrag .

Während die Arbeitgeber auf mehr Flexibilisierung pochen, fürchten die Gewerkschaften Verschlechterungen bei den Arbeitsbedingungen. «Noch immer drängen die Baumeister darauf, dass die Arbeitstage im Sommer noch länger werden und dafür im Winter die Arbeit auf Abruf zunimmt», schreiben die Gewerkschaften. Andernfalls wolle der Baumeisterverband die Reallöhne kürzen.

So verfahren die Situation auch ist: Es wurden zwei weitere Verhandlungsrunden abgemacht. Ziel sei es, bis am 28. November ein Verhandlungsresultat zu haben. Ansonsten drohe im kommenden Jahr ein «vertragsloser» Zustand und es sei «ab diesem Zeitpunkt mit weiteren Mobilisierungen und Streikaktionen zu rechnen». (mg)

07:30 Uhr

Dienstag, 15. November

CS erzielt mit Apollo Vereinbarung für Verkauf des Verbriefungsgeschäfts

Die Credit Suisse (CS) gibt einen weiteren Schritt im Rahmen des geplanten Konzernumbaus bekannt. Die Schweizer Grossbank hat demnach für ihr Geschäft mit Wertpapierverbriefungen «definitive Transaktionsvereinbarungen» mit der US-Investmentgesellschaft Apollo getroffen, wie sie am Dienstag mitteilt. Dabei soll Apollo einen Grossteil des entsprechenden Teams der CS übernehmen.

Mit dem Verkauf eines «bedeutenden Teils» des Verbriefungsgeschäfts, erhofft sicht die CS, das Risiko der Investment Bank deutlich reduzieren zu können. Zudem soll so Kapital für Investitionen in den Kerngeschäften freigesetzt werden. Der Abschluss der Transaktion soll im ersten Halbjahr 2023 erfolgen, vorbehaltlich der Genehmigung durch die Aufsichtsbehörden und der Zustimmung der Kunden.

Die Credit Suisse hat jüngst ihre lang erwartete Unternehmensstrategie präsentiert . In diesem Zusammenhang will die Grossbank die Kosten um 2,5 Milliarden Franken auf 14,5 Milliarden senken. Dazu soll die Zahl der Beschäftigten weltweit um 9000 auf 43’000 Vollzeitstellen sinken. Alleine in der Schweiz will die CS bis Ende Jahr bereits 500 Arbeitsplätze streichen. Bis März schliesst die Grossbank 14 ihrer insgesamt 109 Geschäftsstellen hierzulande. (dpo)

11:14 Uhr

Montag, 14. November

Enttäuschendes Alzheimer-Studienresultat lässt Roche-Aktie einbrechen

Seit Jahren sind die Ergebnisse der Studie erwartet worden. Am Montag nun hat Roche publik gemacht, wie sein mögliches neues Alzheimer-Medikament wirkt. Fazit: Der Schweizer Pharmakonzern verfehlte in seinem Alzheimer-Programm mit dem Wirkstoff Gantenerumab die gesteckten Ziele. Eine Behandlung damit führte bei den betroffenen Patientinnen und Patienten nicht zu einer Verlangsamung des klinischen Verfalls. Nach Bekanntwerden der Ergebnisse brach die Roche-Aktie am Vormittag zeitweise um knapp 6 Prozent ein. Gegen Mittag ging es mit den Wertpapieren dann allerdings wieder etwas bergauf.

Noch heftiger war der Einbruch bei Lizenzpartner Morphosys. Beim deutschen Unternehmen lösten die Studiendaten zum Wirkstoff Gantenerumab an den Börsen zeitweise einen Kurseinbruch von 28 Prozent aus auf den tiefsten Stand seit über zehn Jahren. Der Rückschlag ist allerdings nicht der erste im Alzheimer-Programm von Roche. Entsprechend galt die Forschung zu dem Wirkstoffe denn auch als Wackelkandidat in der Produkte-Pipeline des Pharmakonzerns. (sat/dpa)

09:11 Uhr

Montag, 14. November

Kritik an der Migros: Petition fordert Einstellung der Geschäfte mit Socar

Die Migros solle alle Geschäftsbeziehungen mit Socar einstellen. Das fordert eine Koalition um SP, Grüne und verschiedene Nichtregierungsorganisationen. Die Kooperation mit dem aserbaidschanischen Ölkonzern verletze in mehreren Punkten die Werte der Migros. Schon im September gab es Kritik an der Zusammenarbeit , als Aserbaidschan im Kampf um das Gebiet Bergkarabach neue Angriffe auf Armenien lancierte.

Die Migros-Tochter Migrolino beliefert 60 Socar-Tankstellen in der Schweiz mit Eistee, Sandwiches oder Markenprodukten wie Red Bull. Sie hat 2012 einen Franchisevertrag mit dem staatlichen aserbaidschanischen Ölkonzern abgeschlossen und ist seither «Partner» von Socar.

Der staatliche Öl-Riese sorgt dafür, dass Milliarden an Dollar in die Staatskasse von Machthaber Alijew fliessen. Einen Grossteil des Umsatzes generiert Socar über Firmen in der Schweiz. Socar betreibt hierzulande mehrere Tochtergesellschaften, darunter eine Holding sowie die Socar Trading AG in Genf, die das aserbaidschanische Öl in der ganzen Welt vertreibt. (aka/pam)

08:43 Uhr

Montag, 14. November

Produzenten- und Importpreise bleiben im Oktober stabil

Der Gesamtindex der Produzenten- und Importpreise ist im Oktober gegenüber dem Vormonat unverändert bei 109,8 Punkten geblieben. Das zeigen Zahlen, die das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag publiziert hat. Teurer wurde insbesondere Erdgas. Gesunken sind die Preise dagegen für Mineralölprodukte. Im Vergleich zum Oktober 2021 ist das Preisniveau des Gesamtangebots von Inland- und Importprodukte um 4,9 Prozent gestiegen.

Bei den Produzentenpreisen gab es höhere Preise für Gas und Maschinen. Billiger wurden Metalle, Metallhalbzeug und Produkte des Stahl- und Leichtmetallbaus. Bei den Importpreisen legten vor allem die Preise von Erdöl und Erdgas zu. (rwa)

07:16 Uhr

Montag, 14. November

Sonova: Mehr Umsatz und Gewinn im ersten Halbjahr

Der Schweizer Hörgerätehersteller Sonova hat in den ersten sechs Monaten des Geschäftshalbjahres 2022/23 den Umsatz auf 1,8 Milliarden Franken gesteigert. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist dies ein Plus von 17,9 Prozent in Lokalwährungen (respektive 15,1 Prozent in Franken), wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Den Anstieg führt das Unternehmen auf das «solide organische Wachstum» zurück wie auch auf jüngste Firmenkäufe. Unter dem Strich blieb Sonova ein Betriebsgewinn vor Amortisationen (Ebitda) von knapp 400 Millionen Franken. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist dies ein Plus von 3 Prozent (in Franken: 2 Prozent).

«Die Dynamik des globalen Hörgerätemarktes hat sich im ersten Geschäftshalbjahr aufgrund des schwierigen makroökonomischen Umfelds verlangsamt», wird CEO Arnd Kaldowski in der Mitteilung zitiert. «Wir gehen davon aus, dass diese Entwicklung im restlichen Verlauf des Geschäftsjahres anhalten wird». Für das zweite Geschäftshalbjahr hält das Unternehmen denn auch an seiner Prognose fest. Allerdings dürfte diese am «untere Ende der prognostizierten Wachstumsspanne» liegen. (sat)

Der Schweizer Hörgerätehersteller Sonova kann Umsatz und Gewinn im ersten Geschäftshalbjahr 2022/23 steigern.
Bild: Keystone

06:51 Uhr

Montag, 14. November

Nach ABB-Abspaltung: Accelleron übertrifft Erwartungen

Die von der ABB eben abgespaltene Turbolader-Sparte übertrifft im dritten Quartal die selbst gesteckten Ziele. Wie das neu selbstständig an der Börse notierte Unternehmen Accelleron am Montag mitteilte, übertrifft das währungsbereinigte Umsatzwachstum von 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr die Erwartungen. Und auch der Vorsteuergewinn im Verhältnis zum Umsatz (Ebit-Marge) soll mit 24,5 Prozent «am oberen Ende der Prognose liegen», schreibt das in Baden beheimatete, weltweit tätige Unternehmen in einer Mitteilung. Accelleron sei «auf gutem Weg». Gewinnzahlen zum dritten Quartal nennt das Unternehmen keine.

Per Oktober hat der schweizerisch-schwedische Industriekonzern ABB nach knapp 100 Jahren seine auf die Herstellung von Turboladern spezialisierte Tochtergesellschaft Accelleron definitiv in die Freiheit entlassen. An einer ausserordentlichen Generalversammlung hiessen die ABB-Aktionäre den «Spin-off» mit 99,72 Prozent der Stimmen gut. Aufgrund des Aktienangebots für bestehende ABB-Aktionäre wurde der Wert des neuen Unternehmens auf 2,7 Milliarden Franken geschätzt. ABB hatte bereits im Juli angekündigt, die Tochtergesellschaft ausgliedern zu wollen. (sat)

06:07 Uhr

Montag, 14. November

Schweizer Verwaltungsräte: Knapp 30 Prozent der Mitglieder sind Frauen

In Schweizer Verwaltungsräten sind aktuell 29,1 Prozent der Mitglieder weiblich. Das schreibt das weltweit tätige Schweizer Personalberatungsunternehmen Egon Zehnder am Montag mit Verweis auf seine zweijährliche Diversitäts-Erhebung. Zum Vergleich: 2020 hatte dieser Wert noch bei einem Viertel gelegen. Seit vergangenem Jahr gilt für hiesige, grosse börsenkotierte Unternehmen allerdings ein Geschlechterrichtwert von 30 Prozent in Verwaltungsräten und 20 Prozent auf Stufe Geschäftsleitung. Sprich: Beim Anteil der Frauen in hiesigen Verwaltungsräten besteht auch offiziell weiterhin Aufholbedarf.

Und die Schweiz hinkt punkto Frauenanteil auch den westeuropäischen Ländern weiterhin hinterher. Dort sind im Schnitt aktuell 35,5 Prozent der Verwaltungsratsmitglieder weiblich. Allerdings ist deren Anteil hierzulande in den letzten zwei Jahren wie auch im letzten Jahrzehnt deutlich schneller gewachsen als in Rest-Westeuropa wie auch gegenüber der ersten Untersuchungsdekade der Egon-Zehnder-Studie.

Für den diesjährigen Global Board Diversity Tracker hat Egon Zehnder laut eigenen Angaben 19'958 Vorstandsposten analysiert. Als Grundlage dienten Daten von 1776 börsennotierten Unternehmen in 44 Ländern mit einer Marktkapitalisierung von insgesamt 8 Milliarden Euro. (sat)

16:01 Uhr

Freitag, 11. November

Konkurs: Kryptobörse FTX ist zahlungsunfähig

Plötzlich geht es sehr schnell: Am Freitag meldete die Kryptowährungsbörse FTX auf Twitter, sie sei zahlungsunfähig. Wie es weiter heisst, ist der Gründer Sam Bankman-Fried als CEO zurückgetreten. Der Tech-Unternehmer werde jedoch bleiben, um bei einem geordneten Übergang zu helfen.

Es ist für die grosse Handelsplattform für Kryptowährungen der Tiefpunkt einer Woche, welche die ganze Kryptobranche durchgeschüttelt hat. FTX war am Sonntag in Zahlungsschwierigkeiten geraten, nachdem Zweifel an den Kapitalreserven zu einer Kundenflucht und Mittelabzügen im Milliardenvolumen geführt hatten. Zugleich steht FTX unter Verdacht, Kundengelder veruntreut zu haben.

Zunächst versprach sich FTX Rettung vom Konkurrenten Binance , der die strauchelnde Kryptobörse übernehmen wollte. Doch der Deal platzte im Laufe der Woche. Daraufhin stürzte der Bitcoin auf ein Zweijahrestief ab. Am Donnerstag wurde dann bekannt, dass Vermögenswerte der Betreiberfirma eingefroren wurden. Viele Kundinnen und Investoren fürchten um ihr Geld. (aka/dpa)

Ein Bild aus besseren Tagen: Sam Bankman-Fried, Chef und Mitbegründer der Kryptobörse FTX.
Bild: Lam Yik / Bloomberg

15:19 Uhr

Freitag, 11. November

Silber für die Schweizer Pharma – trotzdem warnt die Branche

Die Schweizer Chemie- und Pharmaindustrie ist nach wie vor ganz vorne mit dabei. Sie belegt bei der Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Vergleich den zweiten Platz – direkt hinter den USA, wie eine Studie des Forschungsinstituts BAK Economics im Auftrag des Verbands Scienceindustries zeigt. Damit kann die Schweiz den Podestplatz halten, den sie bereits in den letzten zwei Erhebungen eingenommen hatte. Den dritten Platz belegt Irland. Nachdem das Land vor einem Jahr noch die Rangliste angeführt hat, rutscht es nun ab. Es gibt Zweifel an der Nachhaltigkeit der irischen Strategie, die hauptsächlich mit tiefen Steuern Firmensitze anlockt.

Wegen Knatsch mit der EU trüben sich Aussichten ein

Die Schweizer Chemie- und Pharmaindustrie erzielt laut Studie in allen vier gemessenen Bereichen – Performance, Marktstellung, Innovation, Standortqualität – ausgezeichnete Werte. Zum guten Resultat verhelfen dem hiesigen Standort die hohe Wertschöpfung, grosszügige Investitionen in Forschung sowie attraktive Steuer- und Arbeitsbedingungen. Dennoch sieht der Branchenverband Alarmzeichen. Denn die Verfolger holen auf: Dänemark, Schweden und die Niederlande glänzten mit starker Forschung und der Teilnahme am EU-Forschungsprogramm Horizon, heisst es in der Studie. Die Schweiz kann wegen des gescheiterten Rahmenabkommens hier nicht mehr mitmachen.

Die «Erosion der Bilateralen» mache sich auch in anderen Bereichen bemerkbar. Der drohende eingeschränkte Zugang zum EU-Arbeitsmarkt und neue technische Handelshemmnisse würden gemäss den BAK-Experten die Produktivität schmälern. Sorgen bereitet Scienceindustries die Digitalisierung. Während die USA, Japan und Israel im Index die ersten drei Plätze belegen, rangiert die Schweiz hier auf Platz 15. (mpa)

14:58 Uhr

Freitag, 11. November

Wegen hoher Inflation: Einkaufstourismus verliert an Bedeutung

Der Schweizer Detailhandel verliert in diesem Jahr rund 8,4 Milliarden Franken durch Einkaufstourismus. Zu diesem Schluss kommt eine am Freitag veröffentlichte Studie der Universität St. Gallen. Damit verliere der Einkaufstourismus an Bedeutung, heisst es dazu in einer Mitteilung. Noch 2017 seien dem Schweizer Detailhandel nämlich über neun Milliarden Franken entgangen.

Damit sei der Einkaufstourismus seit 2017 über alle Branchen um mehr als zehn Prozent gesunken. Lag damals der durchschnittliche Betrag pro Einkauf in Geschäften im Ausland noch bei 246 Franken, sank er mittlerweile auf 216 Franken. Auch die Zahl der Einkäufe im Ausland ist zurückgegangen. Zugenommen haben hingegen Online-Käufe bei ausländischen Anbietern. Diese Form des Einkaufstourismus hat laut der Studie seit 2017 um gute 20 Prozent zugenommen.

Grund für die Abnahme des Einkaufstourismus sei unter anderem die hohe Inflation im Ausland, heisst es in der Mitteilung weiter. Sie bewirke bei jedem fünften Einkaufsgast ein Umdenken: «Viele kaufen wieder vermehrt in der Schweiz ein.» (wap)

12:00 Uhr

Freitag, 11. November

Mehr Lebensmittel werden mit Nachhaltigkeits-Skala bewertet

Die Nachhaltigkeits-Skala «Eco-Score», die Auskunft über die Umweltauswirkungen eines Produkts gibt, ist künftig auf noch mehr Produkten zu finden. Coop bewertet seine Eigenmarken neu mit dem Eco-Score, wie der Detailhändler mitteilt. Demnach ist die Bewertung auf dem Onlineshop des Händlers bereits auf über 2000 Produkten zu finden. Auf der Verpackung und somit auf den Produkten in den Läden wird die Kennzeichnung demnächst umgesetzt.

Der Eco-Score wurde vom Unternehmen Beelong mit Sitz in Lausanne entwickelt und berücksichtigt die wichtigsten Produktauswirkungen auf die Umwelt wie den CO2-Fussabdruck, den Wasserverbrauch oder die Bodennutzung. Optisch ist er leicht mit dem als Lebensmittel-Ampel bekannten Nutri-Score zu verwechseln. Dieser zeigt, wie ausgewogen ein Produkt ist und soll beim Einkauf die gesunde Wahl vereinfachen.

In den kommenden Jahren will Coop alle Eigenmarken im Bereich Lebensmittel mit dem Eco-Score bewerten. Neben Coop setzen auch andere Händler und Marken – darunter auch Migros-Marken – die freiwillige Lebensmittel-Kennzeichnung ein. Auf der Website von Beelong sind als Partner unter anderem Hero, Vivi Kola, Karma, Micarna, Floralp, Café Royal, Delica, Bischofszell, Farmy oder Frey aufgeführt. (gjo)

10:07 Uhr

Freitag, 11. November

Vermögen eingefroren: Kryptobörse FTX droht die Insolvenz

Die grosse Handelsplattform für Digitalwährungen wie Bitcoin ist in Schieflage. Die Betreiberfirma der Kryptobörse FTX steht unter Verdacht, Kundengelder veruntreut zu haben. Nach einer Kundenflucht und enormen Mittelabzügen geriet die Betreiberfirma in Liquiditätsnot. Ohne eine milliardenschwere Geldspritze droht der Kryptobörse nun die Insolvenz. Viele Kundinnen und Investoren fürchten um ihr Geld.

Die Wertpapieraufsicht der Bahamas gab nun bekannt, Vermögenswerte der Betreiberfirma eingefroren zu haben. Als nächstes könnte ein Insolvenzverwalter die Abwicklung übernehmen. Einen entsprechenden Gerichtsantrag hat die Aufsichtsbehörde bereits gestellt.

Die Betreiberfirma FTX Digital Markets ist ein auf den Bahamas ansässiges Unternehmen aus dem Krypto-Imperium von US-Unternehmer Sam Bankman-Fried. Sollte Bankman-Fried nicht überraschend irgendwo einige Milliarden Dollar auftreiben, dürfte zumindest FTX nicht mehr zu retten sein. (dpa/aka)

07:04 Uhr

Freitag, 11. November

Richemont verzeichnet Verlust im ersten Halbjahr

Richemont hat für das im September abgeschlossene erste Halbjahr einen Umsatz von 9,67 Milliarden Euro erwirtschaftet. Das entspricht einem Plus von 24 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, wie der Schweizer Luxusgüterkonzern am Freitag mitteilte, zu dem etwa Marken wie Cartier, Van Cleef & Arpels oder IWC gehören. Auch das Betriebsergebnis stieg um 26 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro.

Trotzdem ergab sich unter dem Strich ein Verlust von 766 Millionen Euro. Grund dafür sind Wertberichtigungen im Zusammenhang mit dem geplanten Verkauf der Tochterfirma YNAP. Dies ausgeklammert, hätte ein Gewinn von 2,1 Milliarden Euro resultiert.

Im vergangenen Geschäftsjahr konnte der Luxusgüterkonzern die Coronakrise hinter sich lassen und sowohl Umsatz wie auch Gewinn deutlich steigern . Richemont steigerte seinen Umsatz um 44 Prozent auf 19,2 Milliarden Euro, während der Reingewinn um 61 Prozent auf rund 2,08 Milliarden Euro kletterte. (dpo/rwa)

17:42 Uhr

DONNERSTAG, 10. NOVEMBER

Passagierzahlen: Flughafen Zürich erreicht im Oktober 84 Prozent des Vorkrisenniveaus

Im Oktober sind rund 2,4 Millionen Reisende über den Flughafen Zürich geflogen. Damit erreichte der Flughafen 84 Prozent des Vorkrisenniveaus von Oktober 2019. Gegenüber dem Vorjahr sind die Passagierzahlen hingegen um die Hälfte gestiegen, wie das Unternehmen am Donnerstagabend mitteilte.

Die Anzahl der Flugbewegungen ist im Vergleich zum Vorjahresmonat um rund einen Viertel auf 20’992 Starts oder Landungen gestiegen. Mit 135 Fluggästen lag die durchschnittliche Zahl der Reisenden pro Flug 6 Prozent über dem Vorjahreswert. Dagegen wurde im Oktober am Flughafen weniger Fracht abgewickelt. Die Frachtmenge nahm mit 36’054 Tonnen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 8 Prozent ab. (dpo)

15:04 Uhr

DONNERSTAG, 10. NOVEMBER

Inflation in USA geht stärker als erwartet zurück

Die hohe Inflation in den USA hat sich im Oktober stärker als erwartet abgeschwächt. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen die Verbraucherpreise um 7,7 Prozent, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Analysten hatten im Durchschnitt nur mit einem Rückgang auf 7,9 Prozent gerechnet. Im Vormonat hatte die Inflationsrate 8,2 Prozent betragen. Es ist der vierte Rückgang in Folge.

Die Kerninflation, ohne die schwankungsanfälligen Energie- und Lebensmittelpreise, fiel von 6,6 auf 6,3 Prozent. Auch hier war der Rückgang stärker als erwartet.

Der US-Dollar gab nach den Zahlen auf breiter Front nach. Auch die Renditen von US-Staatsanleihen gerieten unter Druck. Denn der etwas abgeschwächte Preisauftrieb deutet auf künftig weniger starke Zinsanhebungen durch die US-Notenbank Fed hin, die ihren Leitzins im laufenden Jahr schon stark erhöht hat. Mit diesem Kurs stemmt sie sich gegen die hohe Teuerung. (dpa)

11:36 Uhr

Donnerstag, 10. November

Neue Chefin für Caran d'Ache

Wechsel an der Spitze der Farbstifte-Traditionsfirma: Carole Hübscher, welche das Familienunternehmen Caran d'Ache in vierter Generation in den vergangenen zwei Jahren auch operativ geführt hat, konzentriert sich wieder ganz auf das Amt als Verwaltungsratspräsidentin. Neue Chefin bei Caran d'Ache wird die 50-jährige Ingenieurin Caroline Charpier, die seit 22 Jahren für das Familienunternehmen tätig ist. Zuletzt war sie Direktorin für Administration und Finanzen sowie Operations Coordinator. (fv)

Zwei Frauen an der Spitze: CEO Caroline Charpier (l.) und Präsidentin Carole Hübscher.
Bild: ZVG/Caran d'Ache

09:04 Uhr

Donnerstag, 10. November

«20 Minuten»-Chefredaktor Gaudenz Looser wechselt ins zweite Glied

Wechsel an der Spitze von «20 Minuten»: Chefredaktor Gaudenz Looser und seine Stellvertreterin Désirée Pomper tauschen per 1. Februar 2023 ihre Rollen bei der Pendlerzeitung und dem entsprechenden Onlineportal. Die Führungsübergabe erfolge auf Initiative von Looser, teilte «20 Minuten» am Donnerstag mit. Er hatte sein Amt seit Mitte 2019 inne. Künftig soll Looser als Blattmacher tätig sein und wieder vermehrt im Tagesgeschäft Verantwortung übernehmen, wie es weiter heisst.

Désirée Pomper wird als künftige Chefredaktorin auch Mitglied der Geschäftsleitung von «20 Minuten». Die 38-Jährige startete 2009 als Inlandredaktorin beim Medium und übernahm seither verschiedene Funktionen – etwa als Leiterin der Ressorts Politik, Reporter und Gesellschaft. (abi)

07:21 Uhr

Donnerstag, 10. November

Swiss Steel Group erwirtschaftet mehr Umsatz, verkauft aber weniger

Swiss Steel konnte im dritten Quartal den Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal um 24 Prozent auf 946,8 Millionen Euro steigern. Gleichzeitig ging die Absatzmenge von 410 auf 364 Kilotonnen zurück. Der Rückgang erstrecke sich über alle Produktgruppen. Das teilte der Stahlkonzern mit Sitz in Luzern am Donnerstag mit.

Dass der Umsatz trotzdem stieg, liegt am höheren durchschnittlichen Verkaufspreis pro Tonne Stahl. Dieser lag im dritten Quartal bei 2604 Euro. Im Vorjahresquartal waren es noch 1868 Euro pro Tonne. Neben Basispreiserhöhungen gibt Swiss Steel die höhren Rohstoff- und Energiepreise auf den Märkten an die Kunden weiter.

Das bereinigte Ebitda sank im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr von 41,8 auf 9,6 Millionen Euro, wie es weiter heisst. Der Konzern habe seine Produktion deutlich an die geringere Marktnachfrage angepasst. «Die Aktivitäten verlangsamten sich saisonal bedingt in den Sommermonaten. In den aktuell herausfordernden Zeiten kam eine geringere Marktnachfrage hinzu, die wir im Rahmen unserer Produktionsplanung bereits antizipiert hatten», wird Swiss-Steel-Chef Frank Koch in der Mitteilung zitiert.

Dennoch bestätigt das Unternehmen seine Prognose für das Gesamtjahr: Swiss Steel erwartet ein bereinigtes Ebitda «am unteren Ende» von 220 bis 260 Millionen Euro. (abi)

07:04 Uhr

Donnerstag, 10. November

Zurich-Gruppe: Mehrkosten wegen Wirbelsturm «Ian»

Die Bruttoprämien in der Schaden- und Unfallversicherung (P&C) der Zurich-Gruppe stiegen in den ersten neun Monaten um 8 Prozent auf 33,5 Milliarden Dollar. Auf vergleichbarer Basis beträgt das Wachstum gar 13 Prozent. Das teilte der Schweizer Versicherungskonzern am Donnerstag mit. Besonders erfreulich sei das Wachstum in Nordamerika mit einem Anstieg der Bruttoprämien um 14 Prozent. In der Lebensversicherung sank der Wert des Neugeschäfts jedoch um 11 Prozent.

Auch gab die Zurich Zahlen zum Wirbelsturm «Ian» bekannt: Die Nettoauswirkungen werden auf Vorsteuerbasis auf 550 Millionen Dollar geschätzt. «Infolgedessen dürfte die Katastrophenschadenquote der Gruppe für die ersten neun Monate des Jahres 2022 schätzungsweise 2 Prozentpunkte über dem langfristigen Trend liegen», hält der Versicherer fest. (abi)

10:13 Uhr

Mittwoch, 9. November

Swisscom verkauft Ad Unit an Goldbach

Die Swisscom hat per Anfang 2023 ihre Tochtergesellschaft Ad Unit an Goldbach verkauft. Stimmt die Wettbewerbskommission dem Verkauf zu, werden 13 Personen zu Goldbach wechseln. Das teilte die Werbevermarkterin am Mittwoch mit.

Swisscom hat Ad Unit 2017 geschaffen. Die Firma bietet mit ihrer Programmatic-Advertising-Plattform eine Self-Service-Lösung für KMU, Agenturen und Publisher an. Diese bereits etablierte Softwarelösung sei für Goldbach eine «optimale Ergänzung». Sie unterstütze die laufende digitale Weiterentwicklung und werde vor allem «den Auf- und Ausbau einer einfachen, medienübergreifenden Buchungsplattform» für Schweizer Werbeinventare beschleunigen. (abi)

09:18 Uhr

Mittwoch, 9. November

CS-Pensionskassen-Index legt im Oktober wieder etwas zu

Der von der Credit Suisse (CS) erstellte Schweizer-Pensionskassen-Index hat im Oktober um 1,95 Prozent zugelegt. Dies teilte die CS am Mittwoch mit. Er liegt damit aber immer noch 10 Prozent unter dem Stand vom Jahresanfang. Die neuerliche positive Entwicklung sei in erster Linie auf die Aktien zurückzuführen, heisst es in der CS-Mitteilung. Bei diesen gab es ein Plus von 1,89 Prozent, wobei der Renditebetrag von ausländischen Aktien mit 1,27 Prozent grösser war als jener der inländischen (0,62 Prozent).

Weiter verbessert wurde das Monatsergebnis durch die positiven Renditebeiträge der Anlageklassen Obligationen (+0,14 Prozent) und Alternative Anlagen (+0,06 Prozent). Belastet wurde die Monatsrendite hingegen durch Immobilien (-0,03 Prozent) und Liquidität (-0,11 Prozent). Die restlichen Anlagekategorien seien unauffällig gewesen, so die CS.

Der Index der Mindestverzinsung der Pensionskassengelder sei im Oktober um 0,08 Prozent angestiegen, so die Mitteilung weiter. Die Rendite des Schweizer Pensionskassen Index lag per 31. Oktober 1,87 Prozent über der gesetzlichen Vorgabe. (wap)

09:06 Uhr

Mittwoch, 9. November

Die Disney-Streamingplattformen schreiben rot

Der Unterhaltungsriese Walt Disney verbucht weiter starkes Wachstum im wichtigen Streaming-Geschäft, ächzt jedoch unter hohen Kosten. Im dritten Quartal nahm der Gewinn im Jahresvergleich nur um 1 Prozent auf 162 Millionen Dollar zu, wie Disney mitteilte. Die Erwartungen der Wall Street wurden damit verfehlt. Die Aktie gab nachbörslich zunächst um mehr als 5 Prozent nach. Auch der Umsatz enttäuschte trotz eines Anstiegs um 9 Prozent auf 20,2 Milliarden Dollar.

Disneys Streaming-Sparte florierte, machte aber einen Quartalsverlust von 1,5 Milliarden Dollar. Der Videodienst Disney+ steigerte seine Abos um 39 Prozent auf 164,2 Millionen, auch Hulu und ESPN+ legten deutlich zu. Über seine drei Streaming-Servies hinweg zählte Disney zuletzt rund 235 Millionen Nutzer und Nutzerinnen. Disneys Rivale Netflix hatte zum Quartalsende gut 223 Millionen. Allerdings sind die Zahlen nicht direkt vergleichbar, da Netflix nur einen Videodienst anbietet und Disneys Bilanz von Kombi-Deals profitiert, sogenannten Bundles. (dpa)

Obi-Wan Kenobi kämpft für Disney+
Bild: Lucasfilm / Aargauer Zeitung

07:03 Uhr

Mittwoch, 9. November

Swiss Life mit stabilen Prämieneinnahmen

Swiss Life hat in den ersten drei Quartalen ihr Gebühren-Geschäft wie geplant weiter ausgebaut: Der Lebensversicherungskonzern erzielte Fee-Erträge von rund 1,7 Milliarden Franken – ein Plus von 13 Prozent in lokaler Währung. Das teilte Swiss Life am Mittwoch mit. Die Prämieneinnahmen gingen dagegen von 15,2 auf 15 Milliarden Franken leicht zurück. Die direkten Anlageerträge in den ersten neun Monaten beliefen sich auf 2,88 Milliarden.

«Swiss Life konnte die gute Entwicklung aus dem ersten Halbjahr 2022 im dritten Quartal des Jahres fortsetzen», hält Swiss-Life-Chef Patrick Frost fest. «Wir sind mit der Umsetzung unseres Unternehmensprogramms ‹Swiss Life 2024› gut unterwegs und bestätigen die finanziellen Zielsetzungen der Gruppe.»

Bereits die ersten sechs Monate des Jahres verliefen für Swiss Life erfreulich . Das Unternehmen erzielte ein bereinigtes Betriebsergebnis von 922 Millionen Franken (+6 Prozent) und einen Reingewinn von 642 Millionen (+4 Prozent). (abi/dpo)

14:09 Uhr

DIENSTAG, 8. NOVEMBER

Credit Suisse baut in der Schweiz 14 Filialen ab

Der Konzernumbau der Credit Suisse (CS) trifft auch das Schweizer Filialnetz. Bis März schliesst die Grossbank 14 ihrer insgesamt 109 Geschäftsstellen. Zwei weitere Filialen werden in Beraterstandorte umgewandelt. Auf Anfrage bestätigte das Unternehmen am Dienstag einen entsprechenden Bericht des Finanzportals «finews.ch» .

Zu den betroffenen Filialen und der Anzahl der Stellen, die wegfallen, macht die CS keine Angaben. Die Grossbank hält fest, dass sie betroffene Mitarbeitende «mit der gebotenen Sorgfalt» begleite und sie bei ihren künftigen beruflichen Schritten eng unterstütze. Zudem sei ein von den Sozialpartnern anerkannter Sozialplan vorhanden.

Die CS begründet die Filialschliessungen durch das sich verändernde Verhalten der Kunden, die vermehrt die Online- und Mobile-Angebote der Bank nutzen würden. Deshalb würden Geschäftsstellen weniger frequentiert. Im Rahmen der kürzlich bekannt gegebenen Kostenmassnahmen beschleunigt die CS nun die laufende Anpassung des Geschäftsstellennetzes, wie sie weiter schreibt.

Die Credit Suisse hat jüngst ihre lang erwartete Unternehmensstrategie präsentiert . In diesem Zusammenhang will die Grossbank die Kosten um 2,5 Milliarden Franken auf 14,5 Milliarden senken. Dazu soll die Zahl der Beschäftigten weltweit um 9000 auf 43’000 Vollzeitstellen sinken. Alleine in der Schweiz will die CS bis Ende Jahr bereits 500 Arbeitsplätze streichen, wie CEO Ulrich Körner kürzlich in einem Interview der «NZZ am Sonntag» sagte. (dpo)

12:00 Uhr

Dienstag, 8. NOvember

Wegen Russen-Oligarch: Ermittler durchsuchen deutsche UBS-Büros

Deutsche Ermittler haben am Dienstag in Frankfurt am Main und in München Filialen der UBS durchsucht. Wie zuerst der «Spiegel» meldete, geht es in dem Fall um den sanktionierten russischen Oligarchen Alischer Usmanov. Die Durchsuchung in den Räumen der Schweizer Grossbank in Deutschland durch Mitarbeitende des Bundeskriminalamts (BKA) erfolgte demnach im Auftrag der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt.

Wie das Online-Portal mit Verweis auf einen BKA-Sprecher meldete, ging es bei der Aktion darum, Beweismittel in einem Verfahren gegen Usmanov wegen Geldwäsche zu sammeln. Mitarbeiter der Bank seien nicht beschuldigt. Auf Anfrage von CH Media «bestätigt» ein Sprecher die Untersuchungen und deren geschilderte Umstände. Und der UBS-Sprecher ergänzt, die Bank «kooperiert vollständig mit den Behörden».

Hintergrund ist laut «Spiegel» ein deutsches Ermittlungsverfahren gegen den Oligarchen Alischer Usmanov wegen des Verdachts der Geldwäscherei, der Steuerhinterziehung und des Verstosses gegen das deutsche Aussenwirtschaftsgesetzes. Im selben Fall hatten deutsche Fahnder bereits im September Immobilien am Tegernsee bei München durchsucht und Unterlagen sowie Wertgegenstände sichergestellt. Zudem wurde kurz darauf eine Yacht Usmanovs im Bremer Hafen durchsucht.

Die EU bezeichnete Alisher Usmanov beim Ausbruch des Ukraine-Kriegs als «kremlfreundlichen Oligarchen mit besonders engen Beziehungen zu Putin». Seine Stellung hänge vom Willen des russischen Präsidenten ab. Zudem soll er als Strohmann für Putin gedient und seine «geschäftlichen Probleme» gelöst haben. Usmanov hält Beteiligungen an Eisenerz, Stahl, Medien und Internetunternehmen. 2016 machte die Zeitung «Le Temps» öffentlich , dass er nach Lausanne übersiedelte und hier auch Steuern bezahlte. Die «Bilanz» nahm ihn in die Liste der 300 reichsten Schweizer auf mit einem Vermögen von 12 bis 13 Milliarden Franken. Laut «Forbes» residiert Usmanov inzwischen jedoch wieder in Moskau. (sat)

11:09 Uhr

Dienstag, 8. NOvember

Nach Abgang im EDA: Cassis Kommunikationschef kehrt zurück zu SRF

Erst kürzlich hat das Aussendepartement (EDA) den Abgang seines Kommunikationschefs per Ende Jahr bekannt gegeben. Für den Rücktritt von Peter Düggeli nach knapp zwei Jahren machte das Departement familiäre Gründe geltend. Nun ist klar, was der frühere, langjährige SRF-Mitarbeiter und ehemalige USA-Korrespondent beruflich in Zukunft machen wird: Der 52-Jährige kehrt zurück zu SRF, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Als Themenplaner Inland werde Düggeli «eine wichtige Rolle im SRF-Newsroom» einnehmen und für Sendungen wie «Tagesschau» oder «10 vor 10» Hintergrundinhalte verantworten.

Nach zahlreichen prominenten Abgängen im Radio- und Fernsehbereich ist Düggelis Rückkehr für einmal ein prominenter Zugang. «Für SRF ist seine Verpflichtung ein grosser Gewinn», lässt sich Gregor Meier, Leiter News & Aktualität des Senders, in der Mitteilung zitieren. (sat)

Kehrt zurück zu SRF: Peter Düggeli, aktuell noch Kommunikationschef im Aussendepartement – hier in seiner Zeit als USA-Korrespondent.
Bild: HO/SRF

10:12 Uhr

Dienstag, 8. November

Schweizer Seilbahnen mit «leicht überdurchschnittlichem» Sommer

Die Seilbahnbetreiber haben einen «leicht überdurchschnittlichen» Sommer hinter sich, wie deren Branchenverband am Dienstag mitteilt. Laut Schweizer Seilbahnen konnten die Betriebe im Fünfjahresvergleich den Umsatz um 13 Prozent steigern und zählten 5 Prozent mehr Ersteintritte. Noch besser fallen die Zahlen im Vergleich zum vergangenen, zweiten Coronasommer aus mit einem Umsatz-Plus von gut einem Viertel und einem Fünftel mehr Ersteintritten. Als Grund für den guten Sommer 2022 erwähnt Seilbahnen Schweiz das überdurchschnittlich warme und sonnige Wetter zum Saisonstart und -ende.

Nach Regionen betrachtet konnten die Zentralschweiz, das Berner Oberland sowie die Waadtländer und Freiburger Alpen teils sehr grosse Steigerungen gegenüber Sommer 2021 verzeichnen. Wie Seilbahnen Schweiz schreibt, stiegen die Umsatz- und Besucherzahlen auch in der Ostschweiz während sie im Wallis und in Graubünden stagnierten. «Einzig im Tessin lief es dieses Jahr schlechter als im Vorjahr», heisst es in der Mitteilung. (sat)

07:03 Uhr

Dienstag, 8. November

Bilanz nach neun Monaten: Valiant steigert Gewinn um 4,4 Prozent

Die Retailbank setzt ihren Wachstumskurs fort. In den ersten neun Monaten hat Valiant einen Geschäftserfolg von 112,0 Millionen Franken erzielt, während der Geschäftsertrag auf 329,9 Millionen kletterte. Unter dem Strich erzielte die Bank einen Konzerngewinn von 92,5 Millionen, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Gegenüber der Vorjahresperiode ist das ein Plus von 4,4 Prozent.

Die Bank kann damit an ihr positives erstes Halbjahr anknüpfen. Von Januar bis Juni konnte der Konzerngewinn gegenüber der Vorjahresperiode um 1,3 Prozent auf 62 Millionen Franken gesteigert werden. Gleichzeitig spart Valiant weiter. Im Februar hat sie ein entsprechendes Programm gestartet, das ab 2024 jährlich Einsparungen in der Höhe von 12 bis 15 Millionen Franken bringen soll. Die Bank plant gleichzeitig bis Ende Jahr die Eröffnung weiterer Filialen. (dpo/rwa)

06:54 Uhr

Dienstag, 8. November

Oberster Risikomanager der UBS geht

Bei der Grossbank UBS kommt es in der Chefetage zu einem Abgang. Christian Bluhm wird nach sechs Jahren als Chief Risk Officer (CRO) zurücktreten und damit auch aus der Konzernleitung ausscheiden. Er wolle sich in Zukunft auf seine fotografische Tätigkeit konzentrieren und im akademischen Bereich tätig sein, schreibt der Konzern in einer Mitteilung von Dienstag.

Bluhms Nachfolger wird Damian Vogel, der diese Position heute in der Vermögensverwaltung der UBS innehat. Vogel wird seine Tätigkeit bereits Anfang 2023 aufnehmen. Er arbeitet bereits seit 2010 in verschiedenen risikobezogenen Führungsrollen für die Bank. Um einen reibungslosen Übergang zu garantieren, werden die beiden Manager in den nächsten Monaten eng zusammenarbeiten. (rwa)

12:34 Uhr

MONTAG, 7. NOVEMBER

Sandoz investiert 50 Millionen Euro in Antibiotika-Produktion

Die Novartis-Tochter Sandoz baut ihre Produktionskapazitäten im Antibiotika-Bereich aus. Konkret investiert sie 50 Millionen Euro in die Produktionsanlage im österreichischen Kundl, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Damit wolle Sandoz die weltweit rasch steigende Nachfrage nach Antibiotika, insbesondere jene nach Penicilline, decken.

Die Generika-Tochter von Novartis plant das neue Gebäude in Kundl Anfang 2024 in Betrieb zu nehmen. Dieses soll an die bestehende Penicillin-Produktionsanlage angeschlossen werden und eine zusätzliche Fläche von 1875 Quadratmeter umfassen.

Aktuell befindet sich Sandoz im Umbruch. Novartis hat im August entschieden, ihre Generika-Tochter als eigene Firma auszugliedern . Die neue Firma soll auch an der hiesigen Börse SIX gehandelt werden. Noch offen ist indes, wo der neue Generika-Riese in der Schweiz seinen Sitz haben wird. (dpo)

10:33 Uhr

Montag, 7. November

Axpo verkauft Batterie-Spin-off an frühere Mitarbeiter

Das Stromunternehmen trennt sich von seinem Spin-off «emost». Nach vierjähriger Entwicklung verkauft die Axpo die Batterie-Speicherlösung an eine neue Investorengruppe, wie sie am Montag mitteilte. Geleitet wird diese von ehemaligen Mitarbeitern der Axpo.

«Die Batterie-Speicherlösung ‹emost› kann als Ersatz für Dieselgeneratoren eingesetzt werden und sorgt für eine flexible, klimafreundliche Stromversorgung auf Baustellen oder bei Events», heisst es in der Mitteilung. Als Grund für den Schritt erklärt die Axpo, dass sie sich noch stärker auf ihr Kerngeschäft fokussieren möchte. Über den Verkaufspreis haben die Parteien Stillschweigen vereinbart. (rwa)

07:08 Uhr

MONTAG, 7. November

Zahl der Firmenpleiten steigt

Der steigende Trend bei den Firmenpleiten in der Schweiz hält an. Die Zahl der Insolvenzen ist bis Ende Oktober um 35 Prozent gestiegen – im Vergleich zur Vorjahresperiode. Konkret gingen 1429 mehr Firmen Pleite als 2021, wie Creditreform am Montag mitteilte.

Der Gläubigerverband geht bis Ende Jahr von einem neuen Höchststand bei den Insolvenzen aus – «bei mehr als 6600 Unternehmen werden die Lichter nicht wegen Energieverknappung ausgehen, sondern weil sie überschuldet sind.» (rwa)

15:48 Uhr

Freitag, 4. NOVEMBER

Warmer Herbst sorgte für Fortsetzung einer guten Glacesaison

Der Verband Schweizerischer Glaceproduzenten Glacesuisse blickt auf ein gutes drittes Quartal und einen warmen Herbst zurück. Der Konsum sei im Hochsommer gegenüber dem Vorjahr um 16,7 Prozent gestiegen und habe die 15 Millionen-Liter-Marke geknackt, teilte Glacesuisse am Freitag mit.

«Es ist kein Wunder, dass der viertwärmste Juli und der drittwärmste August seit Messbeginn sowie die sehr warmen Monate September und Oktober ordentlich Lust auf Abkühlung machten», heisst es in der Mitteilung. Die milden Temperaturen hätten gute Bedingungen geschaffen, die Glacesaison auch in der kühleren Jahreszeit fortzusetzen. (wap)

11:04 Uhr

Freitag, 4. November

BAK erwartet Erholung für das Baugewerbe

Zwar sinken die realen Bauinvestitionen in diesem Jahr bereits zum fünften Mal in Folge und das Umfeld bleibt eine Herausforderung – etwa wegen Kapazitätsengpässen, massiven Preissteigerungen von Baumaterialien oder Verzögerungen. Dennoch macht BAK Economics dem Baugewerbe Hoffnungen: Gemäss der neuen Prognose wird die Schweizer Bautätigkeit in den kommenden Jahren leicht zulegen. Das teilte das Wirtschaftsforschungsinstitut am Freitag mit.

So erwartet BAK im 2023 eine Zunahme der realen Hochbauaufwendungen um 0,7 Prozent. Den grössten Zuwachs erwartet das Institut im Infrastrukturbau. Der Grund: Die öffentliche Hand plant eine Vielzahl an grossen Bauprojekten. Auch der Wohnungsbau dürfte nach sechs Jahren wieder leicht zulegen, wie es weiter heisst.

Allerdings gibt es je nach Region «erhebliche Unterschiede». Mittelfristig werde die Region Zürich/Aargau am stärksten wachsen – etwa wegen des überdurchschnittlichen Bevölkerungswachstums oder der vielen Projekte in den Bereichen Bildung- und Sozialbau. In den Kantonen Genf und Waadt werden die Bauinvestitionen dagegen «nochmals deutlich abnehmen». (abi)

09:03 Uhr

Freitag, 4. November

Konjunktur: Verarbeitendes Gewerbe zeigt Zeichen von Schwäche

Der Geschäftslageindikator der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) ist im Oktober deutlich gesunken. Dies teilte die KOF am Freitag mit. Zwar sei die Lage der Unternehmen weiterhin «vorwiegend gut», der Indikator sei aber so tief wie seit Juni 2021 nicht mehr. Insbesondere beim Verarbeitenden Gewerbe seien die Anzeichen für ein Abflauen der Geschäftstätigkeit «unübersehbar», schreibt die KOF in der Mitteilung. Dies sei auch eine Folge des starken Frankens.

Abgekühlt hat sich die Geschäftslage für Branchen, die von den Lockerungen stark profitiert hatten – vor allem im Gastgewerbe und Dienstleistungsbereich. «Der wirtschaftliche Schub durch die Lockerung der Corona-Schutzmassnahmen läuft aus», schreibt die KOF. Der Indikator habe aber auch bei Finanz- und Versicherungsdienstleistungen sowie im Gross- und Detailhandel nachgegeben. Verstärkt hat sich laut KOF die «Tendenz der Unternehmen, ihre Preise anzuheben», und zwar «auf breiter Front».

Auf der positiven Seite sei eine leichte Entspannung beim Mangel an Vorprodukten und Materialien erkennbar. Steigen dürften auch viele Löhne: Im Durchschnitt aller Branchen rechnet die KOF in den kommenden zwölf Monaten mit einem Lohnplus von 2,4 Prozent. (wap)

08:43 Uhr

Freitag, 4. November

Tourismus in der Schweiz erholt sich

Die Schweizer Hotellerie erholt sich weiter von der Coronapandemie: Im September verzeichnete sie 3,8 Millionen Logiernächte – 14,2 Prozent mehr als in der gleichen Vorjahresperiode. Das zeigen die am Freitag veröffentlichten provisorischen Ergebnisse des Bundesamts für Statistik (BFS). 1,8 Millionen davon gingen auf das Konto ausländischer Gäste. Das sind 47,1 Prozent mehr als noch vor einem Jahr.

Damit stiegen die Logiernächte von Januar bis September auf insgesamt 29,7 Millionen an. Ein Plus von 31,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dabei zeigt sich vor allem, dass die ausländischen Gäste nach der Coronapandemie wieder vermehrt in die Schweiz reisen: Die Zahl ihrer Logiernächte stieg gegenüber den ersten neun Monaten im Jahr 2021 um knapp 115 Prozent an.

Und so soll es weiter gehen: Laut der am Donnerstag veröffentlichten Prognose von BAK Economics im Auftrag des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) werde die Nachfrage nach Logiernächten in der Schweiz im Winter «spürbar» zunehmen. Konkret rechnen die Prognostiker mit rund 1,9 Millionen mehr Logiernächten im Winter 22/23. (abi)

07:53 Uhr

Freitag, 4. November

Neuer Job für frühere SBB-Managerin Jeannine Pilloud

Die Beratungsfirma KMES Partner erhält namhafte Verstärkung: Die frühere SBB-Personenverkehrschefin Jeannine Pilloud stösst als Partnerin dazu, wie es in einer Mitteilung vom Freitag heisst. Sie hat ihre neue Tätigkeit bereits Anfang November aufgenommen.

KMES Partner wurde vor über zehn unter anderem von der früheren Bundesrätin Ruth Metzler gegründet. Unterdessen hat sie sich wieder zurückgezogen. Bekannte Partner sind heute der frühere Direktor des Bundesamtes für Gesundheit (BAG), Pascal Strupler, und Eduard Gnesa, ehemaliger Sonderbotschafter für internationale Migrationszusammenarbeit im Aussendepartement (EDA). (rwa)

17:14 Uhr

Donnerstag, 3. November

Berlusconis bauen Macht bei ProSieben aus

Der italienisch-niederländische Konzern Media For Europe (MFE) baut seine Beteiligung an der deutschen Senderkette ProSiebenSat.1 aus. Wie die von der Familie des früheren Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi kontrollierte Firma am Mittwochabend mitteilte, hat sie ihre Beteiligung via Derivate um vier Prozent aufgestockt und hält nun bis zu 29 Prozent. Ab 30 Prozent der Stimmrechte müsste sie ein Übernahmeangebot unterbreiten. Daran dürfte MFE Interesse haben. «Wir brauchen auf dem europäischen Medienmarkt eine Konsolidierung, wenn wir noch eine Chance haben wollen zu wachsen», sagte MFE-Finanzchef Marco Giordani 2020 dem «Spiegel» .

Das Geschäft sei von Rechten über Wettbewerber bis hin zu Formaten global geworden. Als lokales Unternehmen komme man dagegen schwer an. Ohne Deutschland, den wichtigsten TV-Markt des Kontinents, könne es in Europa keine Konsolidierung geben – «und auch nicht ohne ProSiebenSat.1».

In der Schweiz vereinigten die Sender von ProSiebenSat.1 im ersten Halbjahr etwa 10 Prozent des Marktanteils auf sich, wie Zahlen von Mediapulse zeigen. Neben Schweizer Werbefenstern produziert die hiesige Tochter Seven.One Entertainment Group Schweiz eigene Sendungen wie «Switzerland’s Next Topmodel» oder «The Masked Singer Switzerland» und hat mit Puls 8 einen TV-Sender. (ehs)

14:59 Uhr

Donnerstag, 3. November

Lieferdienst Smood fällt nicht unter das Postgesetz

Erfolg für Smood: Der Lieferdienst erfüllt die Kriterien nun doch nicht, um dem Postgesetz unterstellt zu werden. Das teilte die Eidgenössische Postkommission (Postcom) am Donnerstag mit. Damit ist Smood auch nicht verpflichtet, sich bei der Postcom zu registrieren. Meldepflichtig sind grundsätzlich alle, die im eigenen Namen gewerbsmässig Postdienste anbieten. Wer unter diese Meldepflicht fällt, muss unter anderem gewährleisten, dass die branchenüblichen Arbeitsbedingungen eingehalten werden und mit den Personalverbänden über einen Gesamtarbeitsvertrag verhandeln.

Ende 2019 vermutete die Postcom, dass Smood meldepflichtig sei. Der Lieferdienst wehrte sich mit der Argumentation, dass er durch den Kauf der Ware einen Lieferdienst für sich selbst und nicht für Dritte betreibe. Die Postcom liess das Geschäftsmodell mittels Gutachten prüfen – und gibt nun Smood recht. Die Verträge zwischen Smood und ihren Lieferanten seien Kaufverträge. Smood erwerbe die Waren und verkaufe sie an seine Kunden weiter.

Das Umdenken im Fall von Smood heisst aber nicht, dass die Postcom generell ihre Praxis ändern will: Sie hält im Grundsatz daran fest, dass auch eine Pizza ein Paket ist und dass Lieferdienste Postdienste sind. Da sich diese gegen diese Lesart wehren, müssen nun die Gerichte entscheiden: Die Postcom-Fälle Uber Eats und Just Eat sind vor Bundesverwaltungsgericht hängig. (abi/fv)

12:00 Uhr

DONNERSTAG, 3. NOVEMBER

Tourismus: Ein guter Winter, aber noch nicht auf Vorkrisenniveau

Die Nachfrage nach Logiernächten in der Schweiz werde «spürbar» zunehmen, wie es in der am Donnerstag veröffentlichten Tourismusprognose von BAK Economics im Auftrag des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) heisst. Konkret rechnen die Prognostiker mit rund 1,9 Millionen mehr Logiernächten im Winter 22/23. Das sei eine Steigerung von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr. «Massgeblich für diese positive Entwicklung sind die Auf- und Nachholeffekte der internationalen Gäste und eine weiterhin hohe Inlandsnachfrage», heisst es in der Mitteilung. Und das trotz Inflation und starkem Franken.

Diese habe aber schon einen hemmenden Einfluss. Auch wegen diesen gehen die Studienautoren davon aus, dass «das Vorkrisenniveau der Logiernächte deshalb erst im Winter 2023/24 erreicht werden kann». Dann kämen die Wachstumsimpulse «von der stetigen, allgemeinen Erholung der Nachfrage aus den Fernmärkten sowie der bereits ab Ende Sommer 2023 einsetzenden sukzessiven Rückkehr der chinesischen Gäste». Weiter geht BAK Economics davon aus, dass die Parahotellerie auch längerfristig Marktanteile gewinnen wird. (mg)

07:37 Uhr

Donnerstag, 3. November

Aevis Jungfrau mit massiv mehr Umsatz – und Hoffnung auf Rekordjahr

Die Schweizer Hotel- und Spitalgruppe Aevis Victoria meldet für die ersten neun Monate des Jahres ein Umsatzwachstum von 36 Prozent auf 831 Millionen Franken. Namentlich dazu beigetragen hätten die beiden Hauptgeschäftsbereiche Swiss Medical Network und Victoria-Jungfrau, schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Während in der Hotellerie vorab die Normalisierung nach der Coronapandemie für das massive Umsatz-Plus von 47 Prozent erwähnt wird, erholt sich laut Aevis Vicotoria nun auch das Kongressgeschäft wieder. Dank «vielversprechendem Buchungsstand» wird für den Geschäftsbereich Victoria-Jungfrau sogar mit einem Rekordjahr gerechnet.

Und auch im Bereich Swiss Medical Network wird bis Ende Jahr mit einem beschleunigten Wachstum gerechnet. In den laut Aevis Victoria ansonsten traditionell schwächeren Monaten Juli bis September war der Umsatz um gut einen Viertel gewachsen. (sat)

07:17 Uhr

Donnerstag, 3. November

Geberit meldet Gewinneinbruch

Die Geberit Gruppe hat von Januar bis September einen Umsatz von 2,7 Milliarden Franken erzielt. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Plus von gut einem Prozent. «Bereinigt um stark negative Währungseffekte» hätte sogar ein Plus von 8 Prozent resultiert, schreibt das Unternehmen am Donnerstag in einer Mitteilung. Das Nettoergebnis sank um 17 Prozent auf 541 Millionen.

Für die ersten sechs Monate erzielte Geberit noch 402 Millionen Franken Gewinn (-12,5 Prozent), dies bei einem Umsatz von 1,9 Milliarden Franken (+5,5 Prozent). (sat/dpo)

06:53 Uhr

Donnerstag, 3. November

Adecco steigert Umsatz und büsst massiv Gewinn ein

Adecco kann für das dritte Quartal einen Umsatz von 6 Milliarden Euro vorweisen. Dies entspricht einem kräftigen Plus von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, wie das in der Schweiz beheimatete, weltweit tätige Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Unter dem Strich blieb Adecco ein Gewinn von 108 Millionen – gegenüber dem Vorjahr ein Minus von 19 Prozent. Dazu hätten allerdings Sondereffekte im Zusammenhang mit der Übernahme der belgischen Beratungsgesellschaft Akka beigetragen.

Laut Firmenchef Denis Machuel hat Adecco im laufenden Jahr zwar «starke Fortschritte gemacht». Dennoch äussert sich der CEO in der Mitteilung «entschlossen», das Wachstum des Konzerns zu beschleunigen, damit der Gewinn wieder auf «einem ansprechenden Niveau» liege.

Adecco konnte bereits im ersten Halbjahr seinen Umsatz steigern. Dieser wuchs organisch um 4 Prozent auf knapp 11,4 Milliarden Euro. Allerdings sackte der Reingewinn damals mit 37 Prozent noch stärker ab auf 169 Millionen Euro. Als Gründe dafür führte Adecco unter anderem Investitionen und Abschreibungen an. (sat/dpo)

06:43 Uhr

Donnerstag, 3. November

Oerlikon steigert Umsatz – Bestellungen gehen zurück

Im dritten Quartal hat Oerlikon den Umsatz um 7 Prozent auf 742 Millionen Franken steigern können. Währungsbereinigt beträgt der Anstieg sogar 13 Prozent. Der Bestellungseingang dagegen ist im selben Zeitraum gegenüber dem Vorjahr um 9 Prozent auf 764 Millionen gesunken. Der Bestand an Bestellungen blieb dagegen nahezu unverändert, wie der Industriekonzern am Donnerstag mitteilte.

Derweil weist Oerlikon von Juli bis September ein Betriebsergebnis auf Stufe Ebitda von 126 Millionen aus. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist dies ein Plus von 8 Prozent.

Oerlikon konnte bereits auf ein positives erstes Halbjahr zurückblicken. Der Bestellungseingang des Konzerns stieg gegenüber dem Vorjahr um 21,2 Prozent auf über 1,5 Milliarden Franken (+21,2 Prozent) und der Umsatz wuchs um 19,7 Prozent. Das Ebit belief sich derweil auf 125 Millionen Franken – ein Plus von 30 Millionen gegenüber dem ersten Halbjahr 2021. (sat/dpo)

18:27 Uhr

MITTWOCH, 2. NOVEMBER

Dufry kann seinen Umsatz weiter steigern

Dufry setzt seine Erholung von der Coronakrise weiter fort. Im dritten Quartal erwirtschaftete der Reisedetailhändler 2,1 Milliarden Franken Umsatz. Das entspricht einem Plus von 59 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal, wie Dufry am Mittwoch mitteilt. Das Unternehmen erzielt einen Grossteil seiner Einnahmen an Flughäfen und war vom Einbruch der Luftfahrtbranche während der Pandemie entsprechend stark betroffen.

Bereits für das erste Halbjahr konnte das auf Duty-Free-Angebote spezialisierte Unternehmen ein kräftiges Wachstum vorweisen. Der Umsatz kletterte nach dem Corona-Einbruch um rund 147 Prozent auf 2,92 Milliarden Franken, während der operative Gewinn auf Stufe Ebitda 227 Millionen Franken betrug. Unter dem Strich verharrte das Unternehmen in den ersten sechs Monaten gemäss IFRS trotzdem in den roten Zahlen. Allerdings konnte Dufry den Verlust auf 17,6 Millionen verringern, nachdem dieser im ersten Halbjahr 2021 noch rund eine halbe Milliarde betrug.

Derweil ist die Fusion von Dufry mit dem italienischen Raststättenbetreiber Autogrill weiter auf Kurs. Der Abschluss der ersten Phase der Transaktion soll im ersten Quartal 2023 erfolgen. Ende August haben die Aktionäre des Unternehmens an einer ausserordentlichen Generalversammlung grünes Licht für die Übernahme und Kapitalerhöhung gegeben. Die Familie Benetton soll dabei künftig als Hauptaktionärin fungieren. (dpo)

14:54 Uhr

Mittwoch, 2. November

Dank knallhartem Sparprogramm: Selecta wächst

Die 79-jährige Wall-Street-Legende Joe Plumeri und der 41-jährige deutsche Manager Christian Schmitz haben einen klaren Auftrag gefasst: Sie müssen den Snackautomatenbetreiber Selecta umbauen und ihn auf den Börsengang vorbereiten. Das heisst vor allem: Die Kosten radikal runterbringen. Seit 2015 gehört Selecta mit Sitz im zugerischen Cham der US-Private-Equity-Gesellschaft KKR. Zuletzt kam es wegen dem harten Kurs der beiden Manager bei der Belegschaft von Selecta zu Aufruhr, wie CH Media berichtete .

Im dritten Quartal kann Selecta nun positive Zahlen vermelden. Gerade der Fokus auf tiefe Kosten habe für gute Ergebnisse gesorgt, lässt sich Joe Plumeri zitieren. Selecta setzte im vergangenen Quartal 297 Millionen Euro um, was einem Plus im Vergleich zum Vorjahr von 13,9 Prozent entspricht. Der Betriebsgewinn stieg gleichzeitig um 7,7 Prozent auf 56,5 Millionen Euro.

Die Führung führt derweil den harten Sparkurs fort. Einerseits gibt Selecta aktuelle Preissteigerungen bei Rohmaterialien an die Kunden weiter. Andererseits setzt das Unternehmen weiter auf Massnahmen zur Kostenreduktion, um «die Effizienz zu optimieren». Seit dem Antritt vor zwei Jahren hat das neue Management die Personaldecke bei Selecta von 10’200 Angestellten auf heute noch 6800 zusammengestrichen. (mpa)

13:29 Uhr

Mittwoch, 2. November

Cremehersteller Galderma entlässt in Zug und Lausanne 97 Angestellte

Bei Galderma mit Hauptsitz in Zug kommt es zu einer Massenentlassung, wie der «Blick» am Mittwoch berichtet. Auf Anfrage bestätigt der Hersteller der Daylong-Sonnencreme die Information: «Wir gehen davon aus, dass bis zu 97 Stellen in der Schweiz betroffen sind.» Nebst Zug hat Galderma in der Schweiz noch einen Standort in Lausanne. Wie viele Stellen an welchem Standort wegfallen sollen, ist unklar. Insgesamt zählt das Unternehmen laut «Blick» derzeit 312 Mitarbeitende in Lausanne und 184 Mitarbeitende in Zug. Betroffen wäre also rund jede fünfte Stelle. Zu den betroffenen Bereichen würden Teile der globalen Geschäftsbereiche, der Vertrieb, sowie globale betriebliche und zentrale Konzernfunktionen gehören, schreibt das Unternehmen.

Als Grund für die Entlassungen wird das «zunehmend schwierige Marktumfeld» genannt. «Wir sehen uns mit makroökonomischem Gegenwind in Form von Inflation, Lieferengpässen, geopolitischer Instabilität und stark steigenden Zinsen konfrontiert», so ein Sprecher. Diese Faktoren würden eine erhebliche Gefährdung für das Geschäft darstellen, «wenn ihnen nicht schnell begegnet wird, daher ist es unsere Absicht, eine integrierte und kosteneffiziente Betriebsstruktur zu schaffen.»

Früher gehörte Galderma zum Lebensmittel-Riesen Nestlé, wurde 2019 aber für zehn Milliarden Dollar an ein Konsortium unter Leitung der schwedischen Investorengruppe EQT verkauft. (cg)

10:35 Uhr

Mittwoch, 2. November

Rückläufige Entwicklung beim Schweizer Detailhandel

Die Umsätze im Schweizer Detailhandel haben sich in den ersten neun Monaten des Jahres rückläufig entwickelt. Das Minus im Vergleich zur Vorjahresperiode beträgt 3,5 Prozent. Dies zeigt der Markt Monitor Schweizer Detailhandel, den das Marktforschungsinstituts GfK am Mittwoch veröffentlichte.

Im Bereich Nonfood beträgt der Rückgang 1,5 Prozent. Stärker betroffen ist der Bereich Food und Nearfood: Hier beträgt das Minus 4,8 Prozent. Insgesamt lagen die Umsätze im Schweizer Detailhandel laut den GfK-Zahlen per Ende September aber noch immer 5 Prozent über dem Vorcorona-Niveau von 2019. Das stärkste Wachstum gibt es lauf GfK bei Freizeitartikeln, insbesondere Sportausrüstung. Rückläufig zeigen sich Einrichtungsmarkt, DIY und Heimelektronik. (wap)

10:33 Uhr

Mittwoch, 2. November

Schweizerinnen und Schweizer kaufen deutlich mehr Autos

Der Schweizer Automarkt wächst auch im Oktober – zum zweiten Mal in Folge. Mit 17'185 fahren 14,1 Prozent mehr neue Autos auf den Strassen der Schweiz und des Fürstentums Liechtenstein als im Vorjahresmonat. Das teilte die Importeursvereinigung Auto-Schweiz am Mittwoch mit. Der Marktanteil der alternativen Antriebe liegt im laufenden Jahr bislang bei 49,4 Prozent, wobei Steckerfahrzeuge und Hybride je einen Viertel ausmachen. Benziner kommen auf 38,5 Prozent – das ist noch immer der Hauptteil des Marktes, wie es weiter heisst.

Bislang wurden in diesem Jahr 179'791 neue Personenwagen in Verkehr gesetzt. Der kumulierte Rückstand auf das Vorjahr beläuft sich aktuell auf 7,9 Prozent. Nun ist Auto-Schweiz zuversichtlich, dass sich dieser noch deutlich verringern kann. Der Grund: Für die Vereinigung mehren sich die Zeichen, dass der Tiefpunkt der derzeitigen Lieferschwierigkeiten überwunden sein könnte. Diese werden durch Chip- und Teilmangel als Folge der Pandemie und des Ukraine-Krieges verursacht. (abi)

09:24 Uhr

Mittwoch, 2. November

Geldwäscherei: Finma hält an Regelung für virtuelle Währungen fest

Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht Finma hat am Mittwoch ihre teilrevidierte Geldwäschereiverordnung veröffentlicht. Dabei wurde die Berechnung des Schwellenwerts bei Wechselgeschäften mit virtuellen Währungen präzisiert.

Es brauche technische Vorkehrungen, um zu vermeiden, dass der Schwellenwert von 1000 Franken für miteinander verbundene Transaktionen innerhalb von 30 Tagen und nicht nur pro Tag überschritten werde, so die Finma in der Mitteilung. Diese Pflicht gelte jedoch nur für Wechselgeschäfte von virtuellen Währungen gegen Bargeld oder andere anonyme Zahlungsmittel.

Die Finma halte damit «angesichts der Risiken und der Missbrauchsfälle in der jüngsten Vergangenheit» an ihrer Regelung fest, heisst es in der Mitteilung weiter. Die Teilrevision der Verordnung trage der jüngsten Änderung des Geldwäschereigesetzes und der dazugehörigen bundesrätlichen Verordnung Rechnung. (wap)

09:07 Uhr

Mittwoch, 2. November

Beschäftigung in der Schweiz erleidet einen Dämpfer

Die Aussichten auf dem Schweizer Arbeitsmarkt verschlechtern sich. Zum ersten Mal seit zwei Jahren sinkt der Beschäftigungsindikator der Konjunkturforschungsstelle (KOF) der ETH Zürich wieder. Er geht von 16,0 auf 14,3 Punkte im vierten Quartal zurück, wie es in einer Mitteilung vom Mittwoch heisst. Die Auswertungen basieren auf den Antworten von 4500 befragten Unternehmen.

Nach Ansicht der Konjunkturforscher könnte der Rückgang ein erster Hinweis darauf sein, «dass sich das anspruchsvolle Wirtschaftsumfeld auch in den Beschäftigungszahlen niederschlagen wird». Die sinkenden Beschäftigungserwartungen liessen sich bereits rückwirkend in den Umfrageresultaten vom August feststellen. So passte die KOF den Indikatorwert von 17,2 auf 16 Punkte an. Als Bremser erwiesen sich vor allem die Banken und das Verarbeitende Gewerbe. In diesen Branchen trübten sich die Aussichten ein. (rwa)

08:21 Uhr

Mittwoch, 2. November

Barry Callebaut ernennt einen neuen operativen Chef

Jo Thys übernimmt per Anfang 2023 bei Barry Callebaut das Amt des operativen Chefs. Er löst damit den bisherigen COO Olivier Delaunay ab, der das Unternehmen aus persönlichen Gründen verlassen wird. Das teilte der Schokoladenproduzent mit Sitz in Zürich am Mittwoch mit. Der Belgier Thys ist seit Juli 2021 Chef der Region Asien/Pazifik und Mitglied der Geschäftsleitung. Allerdings ist die neue Nummer 2 bereits seit 25 Jahren im Unternehmen tätig und hatte verschiedene Positionen inne.

In der Mitteilung bedanken sich der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung beim scheidenden COO für seinen «bedeutenden Beitrag» zum Wachstum und vor allem für «seine Führungsrolle bei der erfolgreichen Umsetzung eines integrierten Geschäftsmodells».

Bereits am Dienstag gab der Schokoladenproduzent seine Zahlen für das Geschäftsjahr 2021/22 bekannt. Das Verkaufsvolumen stieg um 5,3 Prozent auf 2,3 Milliarden Tonnen, der Umsatz auf rund 8 Milliarden Franken (+12,3 Prozent). Unter dem Strich erzielte Barry Callebaut einen Reingewinn von 360,9 Millionen (-6,1 Prozent). (abi/dpo)

07:18 Uhr

Mittwoch, 2. November

Sunrise erzielt in Quartal 3 ein tieferes Betriebsergebnis

Der Umsatz von Sunrise wuchs im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 1,5 Prozent auf 763,7 Millionen Franken. Das segmentbereinigte Betriebsergebnis auf Stufe Ebitda sank auf 292,1 Millionen (-2,3 Prozent), wie das Telekomunternehmen am Mittwoch mitteilte.

Für das dritte Quartal kann Sunrise einen Nettozuwachs von insgesamt 57'600 Mobile-Abos vorweisen. Der Breitband-Bereich blieb im Vergleich zu zweiten Quartal unverändert, dies «hauptsächlich aufgrund des schrittweisen Abbaus der Marke UPC», wie es in der Mitteilung heisst.

Die Fusion mit UPC ging Ende 2020 über die Bühne . Jüngst teilte Sunrise mit, dass die Konzernspitze radikal verkleinern wird. Demnach umfasst die Geschäftsleitung unter der Leitung von CEO André Krause in Zukunft nur noch acht statt wie bis anhin 15 Mitglieder. (dpo/wap)

07:09 Uhr

Mittwoch, 2. November

Straumann steigert Umsatz in Quartal 3 um 12 Prozent

Die Straumann Group hat im dritten Quartal einen Umsatz von 551 Millionen Franken erwirtschaftet. Das entspricht einem Plus von 12 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal, wie der Schweizer Zahnimplantate-Hersteller am Mittwoch mitteilte.

Bereits im August wies das Unternehmen für das erste Halbjahr ein positives Wachstum vor . Mit einem Umsatz von 1,2 Milliarden Franken und einem organischem Wachstum von 21 Prozent knackte die Straumann Group die Milliardenmarke zum ersten Mal schon in den ersten sechs Monaten.

Die Prognose für das Gesamtjahr wurde am Mittwoch angehoben: Aktuell rechnet das Unternehmen mit einem organischen Umsatzwachstum im mittleren Zehnprozentbereich, dies bei einer Profitabilität von etwa 26 Prozent. (dpo/wap)

14:13 Uhr

Dienstag, 1. November

VR-Präsident Lehmann: Credit Suisse steht nicht zum Verkauf

Die Credit Suisse soll unabhängig bleiben. Das sagte Verwaltungsratspräsident Axel Lehmann am Montag in einem Videointerview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg. Es gebe keinerlei Übernahmegespräche. Die Credit Suisse werde «wieder prosperieren», gab sich Lehmann zuversichtlich.

Die CS-Aktie gerät an der Börse immer stärker unter Druck. Seit Jahresbeginn hat sich der Börsenwert der Grossbank halbiert und liegt nun bei rund zehn Milliarden Franken . Der Absturz schürte Spekulationen zu Übernahmeofferten und Sorgen um die Stabilität der Bank.

Bei der Credit Suisse hofft man, die Bank mit einer Kapitalerhöhung über vier Milliarden Franken stabilisieren zu können. Da das zusätzliche Kapital im Vergleich zum aktuellen Börsenwert sehr hoch ist, kommt es jedoch zu einer grossen Verwässerung . (aka)

13:31 Uhr

DIENSTAG, 1. NOVEMBER

Barry Callebaut verkauft mehr Schokolade, doch Salmonellen-Fund kommt teuer zu stehen

Bei Barry Callebaut läuft es weiterhin rund. Im Geschäftsjahr 2021/2022 konnte der weltweit grösste Schokoladenproduzent sein Verkaufsvolumen um 5,3 Prozent auf 2,3 Milliarden Tonnen steigern. Der Umsatz stieg auf rund 8 Milliarden Franken (+12,3 Prozent), wie das in Zürich beheimatete Unternehmen am Dienstag mitteilte. Der wiederkehrende Betriebsgewinn (Ebit) belief sich auf 624,7 Millionen, was einem Plus von 10,2 Prozent entspricht.

Trotz der positiven Zahlen muss der Konzern aber einen Dämpfer hinnehmen, der auf den Salmonellen-Fund vom Juni zurückzuführen ist: Eine Fabrik im belgischen Wieze musste die Produktion vorübergehend stoppen, nachdem es zu einer Kontamination mit Salmonellen durch den Stoff Lecithin kam. Das kommt das Unternehmen mit 76,9 Millionen Franken teuer zu stehen, wie die Geschäftszahlen zeigen.

Dadurch sank der ausgewiesene Betriebsgewinn (Ebit) des Konzerns um 2,3 Prozent auf 553,5 Millionen. Unter dem Strich erzielte Barry Callebaut einen Reingewinn von 360,9 Millionen (-6,1 Prozent). Bereinigt um die Effekte des Salmonellenvorfalls betrug der Konzerngewinn hingegen 428,5 Millionen (+11,4 Prozent).

Barry Callebaut hielt bereits bei der Präsentation der Halbjahreszahlen fest, dass die finanziellen Auswirkungen des Vorfalls für das Ergebnis des vierten Quartals «beträchtlich» sein dürften. Inzwischen wurden die Reinigungsarbeiten in der betroffenen Fabrik gemäss dem Unternehmen abgeschlossen und sie läuft wieder mit normaler Kapazität. (dpo)

12:52 Uhr

Dienstag, 1. November

BP verdient operativ deutlich mehr – weiterer Aktienrückkauf

Der britische Ölkonzern BP hat im dritten Quartal dank hoher Ölpreise seinen zweithöchsten Quartalsgewinn gemacht. Das bereinigte Nettoergebnis stieg in den Monaten Juli bis September auf 8,15 Milliarden US-Dollar (8,22 Mrd Euro), wie der Konzern am Dienstag in London mitteilte. Das war deutlich mehr, als Analysten im Schnitt erwartet hatten. Ein Jahr zuvor hatte der Konzern einen bereinigten Gewinn von 3,3 Milliarden Dollar ausgewiesen.

Wie im Vorquartal will BP eine Dividende von gut 6 US-Cent je Aktie zahlen. Zudem will das Unternehmen weitere eigene Aktien in Höhe von 2,5 Milliarden Dollar zurückkaufen. Damit summiert sich der Aktienrückkauf für das laufende Jahr auf insgesamt 8,5 Milliarden Dollar.

Das starke Ergebnis von BP reihte sich damit in das Zahlenwerk der Konkurrenz wie Exxon Mobil, Totalenergies und Chevron ein. Sie alle verdienten prächtig an den hohen Gas- und Ölpreisen, die infolge des russischen Einmarsches in die Ukraine kräftig anzogen. Die starke Entwicklung beschert den Anlegern zwar einen Glücksfall, aber auch den Unmut der Politik, die mit den wirtschaftlichen Schäden durch die steigende Inflation und höhere Zinssätzen kämpfen. Das in London ansässige Unternehmen BP wurde bereits durch zusätzlichen Steuern in seinem Heimatland getroffen. (dpa)

12:41 Uhr

Dienstag, 1. November

Bauarbeiter streiken in der Nordwestschweiz

Der Protest der Bauarbeiter geht weiter: Am Dienstag haben über 1000 ihre Arbeit niedergelegt und sich in Basel zu einer Kundgebung versammelt, wie die Gewerkschaft Unia mitteilte. Gestreikt wurde etwa bei der Baustelle des Kantonsspital Aaraus. Hintergrund sind die Verhandlungen für den Ende Jahr auslaufenden Landesmantelvertrag mit dem Schweizerischen Baumeisterverband. Die Protestierenden würden sich gegen die «völlig überrissenen Forderungen der Baumeister nach 12-Stunden-Arbeitstagen und einer 58-Stunden-Woche» wehren, heisst es weiter.

Der Protest in Basel ist Teil einer landesweiten Aktion. Bereits Mitte Oktober gingen die Tessiner Bauarbeiter auf die Strasse, am Mittwoch folgten die Walliser. Weitere Proteste sind in der Romandie und in Zürich geplant. (abi)

10:39 Uhr

Dienstag, 1. November

Grosse Personalrochade bei Sunrise

In der Geschäftsleitung des Telekomunternehmens bleibt kein Stein auf dem anderen. Sunrise verkleinert die Konzernspitze radikal. Unter der Leitung von CEO André Krause umfasst sie in Zukunft noch acht Mitglieder, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Davor gehörten der Geschäftsleitung 15 Personen an. Drei Mitglieder – Stefan Fuchs, Christoph Richartz und Mick Fernhout – übernehmen andere Aufgaben im Unternehmen. Dagegen werden Nadine Zollinger, Françoise Clemes und Giuseppe Bonina nach einer Übergangszeit Sunrise verlassen. Robert Wigger beschloss bereits im September seinen Abgang.

Die Personalrochade steht im Zusammenhang mit dem Konzernumbau nach der Fusion von Sunrise und UPC. Die Elefantenhochzeit in der Schweizer Telekombranche ging Ende 2020 über die Bühne. «Nach einer intensiven und erfolgreichen Integrationsphase schlägt Sunrise ein neues Kapitel auf, indem sie sich noch stärker auf die Umsetzung der Strategie, die Maximierung des Marktfokus» sowie eine Verbesserung des Kundenservice konzentriere, heisst es in der Mitteilung. (rwa)

10:05 Uhr

Dienstag, 1. November

Schweizer Einkaufsmanager bleiben zuversichtlich

Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für die Industrie ist im Oktober um 2,2 Punkte auf 54,9 Zähler gefallen. Er verbleibt damit trotzdem über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten, wie die Credit Suisse (CS) am Dienstag mitteilte. Gegenüber dem Vorjahresmonat sank er um 10,8 Punkte. Verantwortlich für den Rückgang macht die Bank das schwierige internationale Umfeld, die Unsicherheiten bezüglich Versorgungslage und die hohen Energiepreise. Diese wirkten sich «zunehmend bremsend» auf die hiesige Industriekonjunktur aus.

Der Dienstleistungs-PMI kletterte derweil um 1,3 Punkte auf 53,6 Zähler. Vor allem die Geschäftstätigkeit sowie der Auftragsbestand hätten zugelegt. Unter dem Strich deuten die PMI auf ein «weiterhin solides Wachstum» hin. Allerdings trübten sich die Aussichten in der Industrie ein, während die gute Arbeitsmarktlage den Konsum stützt – zum Vorteil des Dienstleistungssektors.

Zudem zeigt die Umfrage, dass jedes dritte Unternehmen, das Gas bezieht, Massnahmen gegen eine allfällige Mangellage ergriffen hat. Beim Strom ist es laut CS sogar jedes zweite. Firmen haben etwa ihren Stromverbrauch reduziert, Notstromaggregate oder Batterien besorgt oder Photovoltaikanlagen installiert. Ausserdem haben 4 Prozent der Industrieunternehmen aufgrund der Lage am Gasmarkt und 10 Prozent wegen der hohen Strompreise Teile der Produktion eingestellt.

Die CS berechnet den Index monatlich auf der Basis einer Umfrage unter den Mitgliedern von Procure, dem Fachverband für Einkauf und Supply Management. Er dienst als Frühindikator der Konjunkturentwicklung. (abi)

09:11 Uhr

Dienstag, 1. November

Unsichere finanzielle Lage: Schweizer Konsumenten blasen Trübsal

Noch nie haben Schweizer Haushalte die eigene finanzielle Lage so schlecht beurteilt wie heute. Zu diesem Schluss kommt eine am Dienstag publizierte Umfrage des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco). Der Index der Konsumentenstimmung ist im Oktober gegenüber Juli um 47 Punkte abermals gesunken und erreicht den tiefsten Stand seit Beginn der Umfrage im Jahr 1972.

Gemäss Seco haben sich die Erwartungen der Konsumentinnen und Konsumenten für die allgemeine Wirtschaftsentwicklung in den kommenden zwölf Monaten weiter eingetrübt. Als schlechter beurteilen die Befragten auch die eigene finanzielle Lage, die ebenfalls auf einen historisch tiefen Wert gesunken ist. Nur zu Beginn der 1990er-Jahre wurde die Lage ähnlich schlecht eingestuft. Zur negativen Einschätzung dürften massgeblich die steigenden Preise beigetragen haben. Als weiterhin positiv erachten die Befragten den Arbeitsmarkt. (rwa)

06:09 Uhr

Dienstag, 1. November

Clariant erwirbt US-amerikanisches Mineral-Geschäft von BASF

Clariant hat die Akquisition des Attapulgit-Geschäfts der BASF in den USA abgeschlossen. Der Kaufpreis beträgt 60 Millionen Dollar, wie der Spezialchemiekonzern mit Sitz in Muttenz BL am Dienstag mitteilte. Die Transaktion beinhalte die Übertragung von Land und Abbaurechten wie auch der Verarbeitungsanlage und Lagerbestände. Auch umfasse sie eine langfristige Lieferung von Attapulgit-basierten Produkten an BASF.

Adsorbierende Tonerden wie Attapulgit seien ein wichtiger Wachstumstreiber im Bereich der Reinigung von Speiseölen und von erneuerbaren Treibstoffen, heisst es weiter. Das akquirierte Geschäft zählt nach Angaben von Clariant zu den grössten Abbauunternehmen und Herstellern von Attapulgit in Nordamerika. Es umfasse Abbaugebiete in Georgia und Florida sowie Verarbeitungsbetriebe in Quincy, Florida. (rwa)

19:36 Uhr

Montag, 31. oktober

Titlis Bergbahnen reorganisieren Geschäftsleitung

Per 1. November wird die Geschäftsleitung der Titlis Bergbahnen von fünf auf sieben Mitglieder erweitert. Roland Wehrli, bisher verantwortlich für die gesamte Operations am Berg, wird aus der Geschäftsleitung ausscheiden. Dies teilte das Unternehmen am Montag mit.

CEO bleibt Norbert Pratt, CFO Marco Leu, Head of Marketing Urs Egli und Head of Sales Tobias Matter. Neu dazu kommen Natalie Berchtold als Head of Human Resources, Julian Werner als Head of Gastronomy und Gian Darms als Head of Operations. (wap)

18:34 Uhr

Montag, 31. Oktober

Finanzchef verlässt BKW

Ronald Trächsel, seit 2014 Finanzchef der BKW, wird das Unternehmen in den kommenden Monaten verlassen - spätestens per Ende Juni 2023. Der Nachfolgeprozess wird eingeleitet, wie die BKW mitteilt. Trächsel wolle künftig neue Mandate annehmen und seine umfassenden Kompetenzen auf Verwaltungsratsebene einbringen.

15:02 Uhr

Montag, 31. Oktober

In der Schweizer Softwarebranche geht es aufwärts

Die Schweizer Softwarebranche ist wieder auf Wachstumskurs. Für dieses und nächstes Jahr erwartet sie ein Umsatzplus von über 6 Prozent. Damit kehre die Branche zu den Wachstumsraten von vor der Pandemie zurück, teilte der Wirtschaftsverband der ICT- und Online-Branche Swico am Montag mit. Die Prognose geht aus einer neuen Studie hervor, welche die Universität Bern im Auftrag von Swico erstellt hat.

Erfreulich entwickelt sich auch die Profitabilität. Die massgebende Ebit-Marge ist 2021 mit 9,4 Prozent um 1,3 Punkte höher ausgefallen als im ersten Pandemiejahr. Stabil bleibt die Fluktuationsrate bei den Angestellten. Sie beträgt im Schnitt 10,8 Prozent. (rwa)

11:19 Uhr

Montag, 31. Oktober

Schnellschätzung: Inflation im Euroraum erstmals über 10 Prozent

Eurostat, das statistische Amt der Europäischen Union, hat am Montag eine Schnellschätzung zur Inflation im Oktober veröffentlicht. Demnach wird die jährliche Inflation im Euroraum im Oktober 2022 auf 10,7 Prozent geschätzt. Im September lag sie noch knapp unter 10 Prozent, nämlich bei 9,9 Prozent. Haupttreiber der Inflation sind nach wie vor die Energiepreise. Hier wird eine Zunahme um 41,9 Prozent erwartet im Vorjahresvergleich. Lebensmittel, Alkohol und Tabak wurden um 13,1 Prozent teurer. Eurostat gab auch Schnellschätzungen zu einzelnen Ländern heraus, demnach stiegen die Preise in Deutschland im Durchschnitt um 11,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. (nav)

10:57 Uhr

MONTAG, 31. OKTOBER

Chemisch-pharmazeutische Industrie: Unia verlangt 5 Prozent mehr Lohn

Die Pharma- und Chemiebranche hat die Coronakrise gut überstanden. Doch nun bedrohten die anhaltend hohe Inflation und die steigenden Krankenkassenprämien die Einkommen der Arbeitnehmenden, warnt die Unia. Zusammen mit den Personalkommissionen der chemisch-pharmazeutischen Industrie fordert sie deshalb für die Lohnverhandlungen eine generelle Lohnerhöhung um mindestens 5 Prozent, wie sie am Montag mitteilt. «Dies, damit neben dem Ausgleich der Teuerung und der Krankenkassenprämien auch die Reallöhne steigen.»

Die Chemie- und Pharmafirmen hätten in den vergangenen Jahren von Produktivitätssteigerungen und Gewinnspannen profitiert. Doch deren Vorzüge seien fast gänzlich den Aktionären zugutegekommen, moniert die Unia. «Damit muss Schluss sein», schreibt sie in der Mitteilung. (dpo)

09:41 Uhr

MONTAG, 31. OKTOBER

GAV-Löhne sind gestiegen, doch Inflation macht das Wachstum zunichte

Die in den wichtigsten Gesamtarbeitsverträgen (GAV) festgelegten Effektivlöhne sind dieses Jahr um 0,8 Prozent gestiegen, während die Mindestlöhne um 0,6 Prozent zugenommen haben. Dies zeigt die am Montag veröffentlichte Erhebung über die gesamtarbeitsvertraglichen Lohnabschlüsse des Bundesamts für Statistik (BFS). Dabei wurden die wichtigsten GAV berücksichtigt, denen mindestens 1500 Arbeitnehmende unterstellt sind.

Die Effektivlöhne stiegen am stärksten im Baugewerbe (+1,1 Prozent), den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (+1 Prozent) und Information und Kommunikation (+0,9 Prozent). Bei den Mindestlöhnen weisen der Handel und Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen mit je 2,2 Prozent sowie das verarbeitende Gewerbe mit 1 Prozent das stärkste Wachstum aus.

Obwohl die GAV-Löhne leicht gestiegen sind, dürften die Reallöhne dieses Jahr aufgrund der Teuerung sinken. Konkret geht das BFS bei einer Inflation von 3 Prozent von einem Rückgang der Reallöhne um 2,2 Prozent aus. (dpo)

09:15 Uhr

MONTAG, 31. OKTOBER

Detailhandelsumsätze steigen auch im September

Im September sind die Detailhandelsumsätze gegenüber August real um 0,9 Prozent gestiegen. Im Vorjahresvergleich resultierte ein Plus von 5,7 Prozent, während um Verkaufs- und Feiertagseffekte bereinigt das Wachstum 3,2 Prozent betrug. Dies zeigen provisorische Daten, welche das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag publiziert hat.

Der Nicht-Nahrungsmittelsektor kann gegenüber dem Vormonat ein nominales Umsatzplus von 1,4 Prozent vorweisen, während der Detailhandel mit Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren ein Umsatzwachstum von lediglich 0,1 Prozent verbuchte. Im Vorjahresvergleich fällt das Wachstum in den beiden Sektoren hingegen besser aus mit einer Zunahme des nominalen Umsatzes von 2,8 respektive 6,8 Prozent. (dpo)

08:09 Uhr

Montag, 31. Oktober

Kapitalerhöhung: Credit Suisse nennt erste Details

Letzte Woche hat die Konzernspitze der Credit Suisse ihren Plan präsentiert, wie sie die taumelnde Grossbank wieder in ruhigere Gewässer führen möchte. Zur Umsetzung der Strategie benötigt die CS auch frisches Geld. Am Montag hat sie erste Details der geplanten Aktienkapitalerhöhung um 4 Milliarden Franken veröffentlicht.

So sieht das Unternehmen einen Referenzpreis von 4,07 Franken pro Aktie vor. Dieser Preis entspricht dem volumengewichteten Durchschnittspreis der an der Börse SIX am letzten Donnerstag und Freitag gehandelten Aktie der CS. Die qualifizierten Investoren haben sich gemäss Mitteilung verpflichtet, Aktien zu einem Nennwert von 3,82 Franken zu erwerben. Der erwartete Bruttoerlös dieser 462 Millionen neu ausgegebenen Aktien schätzt die die Bank auf 1,76 Milliarden Franken. 889 Millionen neue Aktien sollen an bestehende Aktionäre ausgegeben werden. Auf diese Weise möchte die CS weitere 2,24 Milliarden Franken einnehmen.

Wie bereits angekündigt geht dabei ein Grossteil an die Saudi National Bank (SNB). Nach der Kapitalerhöhung wird sie 9,9 Prozent des Aktienkapitals der CS halten. Damit die Aktienkapitalerhöhung vollzogen werden kann, braucht es die Zustimmung der Aktionäre an der ausserordentlichen Generalversammlung am 23. November. (rwa)

07:12 Uhr

Montag, 31. Oktober

Online-Versicherung Smile steigt in Österreich ein

Der Versicherer Helvetia startet mit der Internationalisierung von Smile und lanciert das Geschäftsmodell in Österreich. Ziel sei es, Smile als führende Online-Versicherung im Markt des Nachbarlandes zu etablieren, schreibt Helvetia in einer Mitteilung vom Montag.

Die Wahl fällt nicht zufällig auf Österreich. «Der Versicherungsmarkt dort ist ähnlich jenem der Schweiz; digital jedoch noch wenig erschlossen, aber sehr online-affin», heisst es in der Mitteilung. Die Produkte von Smile Österreich werden zunächst über den etablierten Partner durchblicker.at vertrieben. Smile konnte 2021 ein Prämienwachstum von 11,8 Prozent auf 111 Millionen Franken verzeichnen. (rwa)

08:32 Uhr

Sonntag, 30. Oktober

Hotellerie erholt sich weiter – und bangt wegen Energiekrise

Die Hotellerie in der Schweiz erholt sich weiter von der Coronapandemie. Doch blickt die Beherbergungsbranche zusehends mit Sorgen auf den bevorstehenden Winter. Wie Hotellerie Suisse am Sonntag mitteilt, rechnet mehr als die Hälfte der Verbands-Betriebe mindestens mit einem Umsatz auf Vorkrisenniveau. Doch die Energiekrise drücke zunehmend auf das Geschäft und führe inzwischen auch zu steigenden Zimmerpreisen.

Laut einer Umfrage von Hotellerie Suisse von Anfang Oktober bei 170 Mitgliedern haben drei von vier Betrieben ihre Preise für die kommende Wintersaison bereits angepasst. Die Erhöhungen betragen durchschnittlich fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Zudem rechnen über 50 Prozent der Mitglieder-Betriebe damit, im anstehenden Winter umsatzmässig mindestens das Vorkrisenniveau zu erreichen. In den alpinen Regionen sind es sogar 75 Prozent. Nur gerade einmal jeder fünfte Betrieb geht im Vergleich zum Vorjahr von einem schlechteren Umsatz aus. In den Städten sind es laut Hotellerie Suisse mehr als zwei Drittel, welche den Vorjahresumsatz übertreffen werden.

Die Umfrage zeigt demnach auch, dass viele Hotelleriebetriebe bereits vielfältige Energiesparmassnahmen umgesetzt haben. So hätten etwa 83 Prozent der Hotels bereits auf LED umgestellt und 63 Prozent die Heizungstemperatur reduziert. «Drastische Massnahmen wie Schliessungen von Restauration und Wellnessbereichen sind zurzeit noch Ausnahmefälle», schreibt Hotellerie Suisse. Die Branche leiste damit ihren Beitrag zu einer Verhinderung der Mangellage. (sat)

07:17 Uhr

Sonntag, 30. Oktober

Credit Suisse streicht in der Schweiz bis Ende Jahr 500 Stellen

Vergangene Woche hat die Credit Suisse (CS) ihre lang erwartete eine neue Unternehmensstrategie präsentiert . Um den dazu nötigen Konzernumbau finanzieren zu können, will die Schweizer Grossbank bis im Jahr 2025 unter anderem die Kosten um 2,5 Milliarden Franken auf noch 14,5 Milliarden senken. Dazu soll beispielsweise die Zahl der Beschäftigten um 9000 auf auf 43’000 Vollzeitstellen sinken.

Am Donnerstag sagte Verwaltungsratspräsident Axel Lehmann, der Personalbestand der weltweit tätigen Grossbank in der Schweiz werde als Folge des Konzernumbaus um 2000 Vollzeitstellen sinken . Nun präzisiert CEO Ulrich Körner in einem Interview mit der «NZZ am Sonntag» diese Ankündigung. Demnach sollen hierzulande bis Ende Jahr bereits 500 Arbeitsplätze verschwinden. Das entspreche etwa 20 Prozent des globalen Abbaus.

Zudem verteidigt Körner den Einstieg der Saudi National Bank als neuer grösster CS-Aktionär. Die Tatsache, dass das Land autokratisch regierte sei, bedeute keine Behinderung der operativen Tätigkeit. «Wir haben sehr klare Richtlinien zur Unternehmensführung sowie den ethischen Grundsätzen», sagte der Credit-Suisse-Chef. «Das Aktionariat hat auf diese Prinzipien keinerlei Einfluss.» Die Saudi National Bank wird laut Körner «ein Aktionär wie alle anderen auch». Dem Einstieg der Saudis – respektive der dafür nötigen Aktienkapitalerhöhung – müssen die bestehenden Aktionäre allerdings erst noch zustimmen. (sat)

16:41 Uhr

Freitag, 28. Oktober

Streiks in Frankreich treffen Genfer Flughafen

Die Schweiz hortet für den Ernstfall Vorräte an Benzin, Diesel und Kerosin. Während in den letzten Monaten aufgrund der tiefen Rheinpegelstände die Pflichtlager vor allem bei Benzin und Diesel angezapft worden sind, hat sich der Engpass nun auf den Flugzeugtreibstoff verschoben.

Grund dafür sind die Streiks in französischen Raffinerien, wie das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung (BWL) bestätigt. «Das Problem besteht hauptsächlich für den Flughafen Genf, wo der Zufluss über die Sappro-Pipeline seit Anfang Oktober infolge der Streiks in der Mineralölbranche limitiert ist.» Das Schweizer Teilstück der Pipeline ist an das französische Treibstofftransportnetz angeschlossen und sorgt dafür, dass Kerosin von Marseille nach Genf gelangt.

Damit die Flugzeuge in Genf trotzdem abheben können, hat der Bund Anfang Oktober die Pflichtlager freigegeben. Laut BWL wurden zwischen dem 3. und dem 21. Oktober 9 Millionen Liter Kerosin bezogen. Bis zum 4. November rechnet der Bund damit, dass weitere 1,5 Millionen Liter für die Sicherstellung des Flugverkehrs benötigt werden. Keine Versorgungsprobleme hat der Flughafen Zürich, der täglich rund 4 Millionen Liter Kerosin verbraucht.

Die seit Wochen anhaltenden Raffinerie-Streiks haben in Frankreich die Versorgung mit Treibstoff zeitweise lahmgelegt. Während sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber in einigen Raffinerien einigen konnten, dauern die Arbeitsniederlegungen andernorts an. Die vergleichsweise gut bezahlten Angestellten fordern als Teuerungsausgleich 10 Prozent mehr Lohn. (mpa)

11:20 Uhr

Freitag, 28. Oktober

Aktienkurs steigt: Hat die CS nun doch die Kurve gekriegt?

Sie hat sich ein wenig gefangen – zumindest vorerst: Am Freitagmorgen steht die Credit Suisse (CS) an der Spitze der Gewinner an der Schweizer Börse. Dank einem Plus von zwischenzeitlich vier Prozent ist die CS-Aktie nun wieder etwas mehr als vier Franken wert. Die Grossbank verschafft sich damit etwas Luft, um nicht erneut in die Nähe des Allzeittiefs von Anfang Oktober zu kommen. Damals sackte der Kurs auf 3,52 Franken ab.

Die leichte Erholung kommt nach einem schwarzen Tag für die CS und ihre Angestellten. Am Donnerstag verkündete die taumelnde Grossbank ihren Rettungsplan: Dieser beinhaltet etwa eine milliardenschwere Kapitalerhöhung , unter anderem mit Geld aus Saudi-Arabien, und den Abbau von 9000 Stellen. Daraufhin büsste die Aktie fast einen Fünftel ihres Wertes ein. (aka)

10:25 Uhr

Freitag, 28. Oktober

Kuoni zahlt Prämie und erhöht die Gehälter

Mitarbeitende von Kuoni und Kuoni Specialists können sich zum zweiten Mal in diesem Jahr über eine Prämie in der Höhe von 1000 Franken auf Vollzeitbasis freuen. Begründet wird der Zustupf in einer Mitteilung vom Freitag mit den steigenden Lebenshaltungskosten und der hohen Wertschätzung für die Arbeit der Mitarbeitenden. Kuoni und ihre Schwestermarken erhöhen ausserdem auf nächstes Jahr hin den Mindestlohn um 100 und die Gehälter der Lernenden um 50 Franken.

«Mit den drei Massnahmen unterstreicht DER Touristik Suisse ihren Anspruch, eine attraktive Arbeitgeberin und Ausbilderin zu sein», heisst es in der Mitteilung. Dazu gehörten auch grosszügige Homeoffice-Lösungen und Mitarbeiterrabatte. Zu DER Touristik Suisse gehören neben den Reiseveranstaltern Kuoni und Helvetic Tours auch weitere zehn Spezialveranstalter. (wap)

07:04 Uhr

Freitag, 28. Oktober

Wegen Hurrikan Ian: Swiss Re fährt herben Verlust ein

Rote Zahlen bei der Swiss Re: Der Rückversicherer verzeichnet im dritten Quartal einen herben Verlust von 442 Millionen Dollar, wie er am Freitag mitteilte. Grund sind vor allem die Schäden, die durch Hurrikan Ian entstanden sind. Der Wirbelsturm hat Ende September grosse Schäden in den USA angerichtet, vor allem im Bundesstaat Florida .

Auch über die gesamten ersten neun Monate resultiert ein Verlust von 285 Millionen Dollar. Im Vorjahr verbuchte der Rückversicherer im gleichen Zeitraum einen Gewinn von 1,25 Milliarden Dollar. Auch die Eigenkapitalrendite ist um 2,1 Prozent gesunken. So zeigt sich Konzernchef Christian Mumenthaler in der Mitteilung «enttäuscht, aber mittelfristig zuversichtlich».

Immerhin bei den verdienten Nettoprämien und Honorareinnahmen konnte die Gruppe zulegen: Diese stiegen um 1,3 Prozent auf 32,4 Milliarden Dollar. Dabei wurde das Wachstum durch ungünstige Wechselkursbedingungen beeinträchtigt. Nach dem Verlust hat der Rückversicherer auch die Jahresziele nach unten korrigiert: Man werde die angestrebte Eigenkapitalrendite von 10 Prozent für 2022 voraussichtlich nicht erreichen. (aka)

06:44 Uhr

Freitag, 28. Oktober

«Erneutes Rekordergebnis»: Holcim ist weiter auf der Überholspur

Holcim ist auch im dritten Quartal 2022 gewachsen, wie der Baustoffkonzern am Freitag mitteilte. Gegenüber dem Vorjahresquartal ist der Umsatz um 10,4 Prozent auf gut 8 Milliarden Franken gewachsen. Der Betriebsgewinn auf Stufe Ebit beträgt rund 1,55 Milliarden Franken, was einem Plus von 1,2 Prozent entspricht. Konzernchef Jan Jenisch spricht in der Mitteilung von einem «erneuten Rekordergebnis in schwierigen Zeiten».

Wie es weiter heisst, hat der Baustoffhersteller nun den Ausblick für das laufende Jahr angehoben: Neu rechnet Holcim mit einem Umsatzwachstum von 12 Prozent. Bereits im ersten Halbjahr konnte die Firma kräftig zulegen – sowohl bei Umsatz als auch bei Gewinn.

Zuletzt fiel die Holcim jedoch mit negativen Schlagzeilen auf. Die Tochterfirma Lafarge musste sich schuldig bekennen, im syrischen Bürgerkrieg Schutzzahlungen an die Terrororganisation IS gezahlt zu haben. Wegen Unterstützung einer terroristischen Organisation muss die Lafarge deshalb eine Busse von fast 800 Millionen Franken an die USA zahlen. Laut dem US-amerikanischen Justizministerium hat Lafarge «die nationale Sicherheit» der USA bedroht . (aka)

06:05 Uhr

Freitag, 28. Oktober

Elon Musk feuert Twitter-Chefriege

Die Ära von Elon Musk bei Twitter hat laut US-Medienberichten mit Entlassungen in der Chefetage begonnen. Dies, obwohl der Abschluss des 44 Milliarden schweren Twitter-Kaufs noch nicht einmal offiziell verkündet wurde. Am Donnerstag seien etwa der bisherige Firmenchef und der Finanzchef gefeuert worden, berichteten unter anderem der Sender CNBC und das «Wall Street Journal» in der Nacht zum Freitag. Musk hatte die Führung des Kurznachrichtendienstes in den vergangenen Monaten immer wieder kritisiert.

Der Twitter-Deal geht über die Zielgerade also genauso holperig, wie schon die vergangenen Monate waren. Die Übernahme muss bis Freitag um 17 Uhr Ostküsten-Zeit (23 Uhr MESZ) erfolgen, sonst landet der Deal doch noch vor Gericht. Eine Richterin setzte Musk und Twitter diese Frist, um die Übernahme nach monatelangem Hin und Her endlich zu regeln.

Zuletzt sorgten Berichte über einen grossen Stellenabbau für Verunsicherung bei den Twitter-Mitarbeitenden. Hinzu kommen Sorgen von Werbekunden und Nutzerinnen, die unter Musk eine Verrohung des Tons befürchten. Musk begründete den Twitter-Kauf stets mit dem Anliegen, die Redefreiheit zu stärken. Auch sagte Musk, er würde den nach lobenden Worten für seine gewalttätigen Anhänger verbannten Ex-Präsidenten Donald Trump wieder zurück auf die Plattform lassen. (dpa)

17:16 Uhr

Donnerstag, 27. Oktober

Dem «Goldhasen» zu ähnlich: Deutscher Confiseur kassiert Verbot

Erfolg für Lindt: Ein Münchener Gericht hat einer deutschen Confiserie verboten, Schokohasen mit goldener Verpackung zu verkaufen. Es bestehe eine «Verwechslungsgefahr» mit dem «Goldhasen» von Lindt, welcher sich als Marke durchgesetzt habe und für die Verbraucher «ein entscheidendes Signal» setze. Bei Wiederholung drohen der Confiserie nun 250'000 Euro Strafe. Zudem muss das Unternehmen Auskunft über seine Geschäfte mit dem goldverpackten Hasen geben und Schadenersatz leisten.

Lindt vertreibt die «Goldhasen» in Deutschland seit 1952, seit 1997 im aktuellen Farbton. Die deutsche Confiserie hatte in der Ostersaison 2018 ebenfalls einen sitzenden Hasen in Goldfolie angeboten. Lindt wehrt sich seit Jahren gegen ähnliche Konkurrenzprodukte. Vor vier Wochen hat auch das Bundesgericht in Lausanne entschieden, dass der Discounter Lidl seine Goldhasen in der Schweiz wegen Verwechslungsgefahr mit Lindts Goldhasen nicht mehr verkaufen darf. (dpa)

15:37 Uhr

Donnerstag, 27. Oktober

Neuer SEV-Präsident: Matthias Hartwich folgt auf Giorgio Tuti

Die Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV hat einen neuen Präsidenten gewählt, wie sie am Donnerstag mitteilt. Der 55-jährige Matthias Hartwich folgt per 1. Februar 2023 auf Giorgio Tuti, der 14 Jahre lang an der Spitze des SEV stand. Hartwich ist seit rund dreissig Jahren als Gewerkschafter tätig, unter anderem bei der Unia. (aka)

Matthias Hartwich ist zum Präsidenten der Gewerkschaft des Verkehrspersonals (SEV) gewählt worden.
Bild: SEV

12:02 Uhr

Donnerstag, 27. Oktober

Dank gutem Frühling: Honigernte fällt überdurchschnittlich aus

Nach der wetterbedingt sehr schlechten Honigernte 2021 geht es dieses Jahr wieder aufwärts. Wie der Imkerverband Bienenschweiz am Donnerstag meldet, gab es 2022 wieder «fast eine normale Honigernte» – mit einem Ertrag von rund 24 Kilogramm pro Volk. Der langjährige Durchschnitt liegt bei 20,4 Kilogramm pro Volk.

Zum Ergebnis beigetragen hat vor allem die gute Frühlingshonigernte: In der ganzen Schweiz habe es «überdurchschnittliche Mengen» gegeben, heisst es weiter. Die grössten Honigmengen wurden dieses Jahr in den Westschweizer Kantonen geerntet. Im Mittelfeld liegen das Tessin und die Nordwestschweiz. Weniger ergiebig waren die Ernten in den Zentral- und Ostschweizer Kantonen. (aka)

09:21 Uhr

Donnerstag, 27. Oktober

Syngenta: Börsengang in China noch vor Ende Jahr

Der Agrochemiekonzern Syngenta will in Schanghai an die Börse. Nachdem das Unternehmen den Antrag bei den chinesischen Behörden vor mehr als einem Jahr eingereicht hat, wird es nun konkret. Der Börsengang soll dem Vernehmen nach bis Ende Jahr vollzogen sein. Die chinesische Regulierungsbehörde könnte bereits in den nächsten Wochen grünes Licht geben. Syngenta will nach eigenen Angaben rund 20 Prozent der eigenen Aktien für zirka 10 Milliarden Dollar an die Börse bringen. Daraus lässt sich ein Böresenwert von 50 Milliarden Franken ableiten.

Der chinesische Staatskonzern Chemchina (heute Sinochem) hat die Basler Syngenta vor sieben Jahren für 43 Milliarden Dollar aufgekauft. Dass ein autokratischer Staat sich die Perle der Schweizer Agrochemie einverleibte, sorgte damals für harsche Kritik. Und diese ist seither nicht verstummt. Im Gegenteil: Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine hat die Spannungen zwischen dem Westen und China, das sich auf die Seite Putins geschlagen hat, noch verschärft. Kommt hinzu, dass China sich auch im Innern immer autoritärer gebärdet. Vor diesem Hintergrund kritisierte jüngst Nationalrat Kilian Baumann (Grüne), dass der «chinesische Staat, ein enger Verbündeter Russlands, Zugriff auf einen der wichtigsten Konzerne mit Sitz in der Schweiz hat». Er fürchtet eine Arbeitsplatzverlagerung sowie Einflussnahme auf die Forschung.

Dem Geschäftsgang ist die enge Anbindung an China offenbar nicht abträglich. Am Donnerstag vermeldete Syngenta «starke Geschäftszahlen» für das dritte Quartal und die neun ersten Monate dieses Jahres. So stieg der Umsatz im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent um 1,4 Milliarden Dollar auf 7,9 Milliarden Dollar. Das Betriebsergebnis (Ebitda) lag im dritten Quartal bei 1 Milliarde Dollar und ist damit um 24 Prozent höher als im Vorjahr.

Seit Jahresbeginn setzte Syngenta 25,9 Milliarden Dollar um, was einem Zuwachs von 24 Prozent entspricht. Der Gewinn im selben Zeitraum stieg auf 4,6 Milliarden, ein Plus von 30 Prozent. Zum Zeitpunkt der Übernahme von Syngenta durch Chemchina vor mehr als sechs Jahren erwirtschaftete das Konzern nur einem minimalen Umsatz im Reich der Mitte. Dieser hat inzwischen einen Anteil von um die 20 Prozent an den Gesmtverkäufen von Syngenta erreicht. (mpa/dz)

08:05 Uhr

Donnerstag, 27. Oktober

Reingewinn der Swisscom sinkt um einen Fünftel

Die Swisscom hat in den ersten neun Monaten einen Konzernumsatz von 8,2 Milliarden Franken erwirtschaftet. Das ist ein Minus von 1,4 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Einen Rückgang verzeichnete die Swisscom auch beim Betriebsergebnis auf Stufe Ebitda, das um 3,6 Prozent auf 3,3 Milliarden Franken sank.

Ohne Sondereffekte und zu konstanten Währungen resultiere jedoch beim Betriebsergebnis eine Zunahme um 0,5 Prozent, betont der Konzern. Dasselbe Bild zeigt sich beim Reingewinn, der um 21 Prozent auf 1,2 Milliarden Franken zurückging. Belastet wurde dieser unter anderem durch einen Übertrag einer Beteiligung von Fastweb und Einmaleffekte im Steueraufwand im Vorjahr. Andernfalls wäre der Reingewinn laut Swisscom um 2,5 Prozent gestiegen.

Streit mit Weko

Bereits im ersten Halbjahr musste das Telekomunternehmen mit einem Umsatz von 5,5 Milliarden Franken ein Minus von 1,6 Prozent hinnehmen. Der Reingewinn brach infolge von Sondereffekten um einen Viertel auf 785 Millionen ein.

Im Juli gab die Swisscom bekannt, dass sie die vom Bundesverwaltungsgericht bestätigte Busse in der Höhe von 71,8 Millionen Franken ans Bundesgericht weiterziehen wird. Die Wettbewerbskommission (Weko) brummte 2016 der Swisscom die Busse auf, weil sie mit den Tochtergesellschaften Cinetrade und Teleclub 2006 bis 2013 ihre marktbeherrschende Stellung bei der Übertragung der Schweizer Fussball- und Eishockeymeisterschaft missbraucht haben soll. (dpo/rwa)

07:36 Uhr

Donnerstag, 27. Oktober

Chef des Flughafens Zürichs geht

Der Flughafen Zürich braucht einen neuen Chef. Nach acht Jahren als CEO hat Stephan Widrig entschieden, sein Amt per Ende April abzugeben. Das gab die Flughafen Zürich AG am Donnerstag bekannt. Widrig war während 23 Jahren in verschiedenen Funktionen für den Flughafen tätig. Verwaltungsratspräsident Andreas Schmid dankt ihm für seine langjährige Tätigkeit: «Er hat die erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens über die letzten zwei Jahrzehnte wesentlich mitgeprägt, neue Geschäftsfelder zu tragenden Stützen aufgebaut und die Flughafen Zürich AG auch mit sicherer Hand und wirtschaftlich unabhängig durch die Herausforderungen der Pandemie geführt», wird Schmid in der Mitteilung zitiert.

Klar ist auch, was Widrig danach machen wird. Gemäss Mitteilung wird er ab Mai Konzernchef der Immobilienfirma Allreal Holding. Wer seine Nachfolge antritt, ist noch unklar. Der Verwaltungsrat werde den Prozess nun einleiten. (rwa)

07:26 Uhr

Donnerstag, 27. Oktober

Clariant macht mehr Umsatz und ist profitabler

Dem Basler Spezialchemiekonzern läuft es rund. Für die Monate Juli bis September weist Clariant einen Umsatz von 1,3 Milliarden Franken aus. Das entspricht einem Plus von 27 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Und: Der Konzern ist profitabler geworden. Die massgebliche Ebit-Marge stieg im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 15,5 auf 16,8 Prozent.

Clariant zeigt sich zufrieden mit dem Ergebnis. Trotz schwächerer wirtschaftlicher Lage sei es gelungen, den Umsatz und die Profitabilität im dritten Quartal «signifikant» zu steigern. Als Folge erhöht das Unternehmen die Umsatzprognose für das Gesamtjahr auf 5,1 Milliarden Franken. (dpa/rwa)

06:33 Uhr

Donnerstag, 27. Oktober

Bucher Industries steigert Umsatz und Aufträge deutlich

Bucher Industries kann für die ersten neun Monate des Jahres volle Auftragsbücher vorweisen. Der Auftragseingang stieg demnach um 27 Prozent auf 2,1 Milliarden Franken, wie der Maschinenhersteller am Donnerstag mitteilte. Der Auftragsbestand blieb derweil konstant. Der Umsatz jedoch kletterte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11 Prozent auf 2,6 Milliarden Franken.

Der Schweizer Maschinenhersteller erwartet, dass sich «die Nachfrage im vierten Quartal gegenüber der hohen Vorjahresperiode abschwächen wird», wie er mitteilt. «Dank des ausser­gewöhnlich hohen Auftrags­bestands werden die Kapazitäten stark ausgelastet bleiben.»

Bereits in den ersten sechs Monaten konnte der Maschinenhersteller mit Sitz im zürcherischen Niederweningen seinen Nettoumsatz um rund 10 Prozent auf 1,78 Milliarden Franken steigern. Der Betriebsgewinn auf Stufe Ebit betrug 203 Millionen Franken (+13 Prozent), der Reingewinn kletterte um knapp 12 Prozent auf 154 Millionen Franken. Gewinnzahlen publiziert Bucher Industries zum Neun-Monate-Abschluss traditionellerweise keine. (dpo/sat)

09:39 Uhr

Mittwoch, 26. Oktober

Trotz sinkender Zahlungsbereitschaft: Keine Immobilienkrise in Sicht

Die Risiken im Schweizer Immobilienmarkt bleiben etwa gleich wie im ersten Quartal. Das meldet die Immobilien-Plattform Moneypark am Mittwoch. So führe die konjunkturelle Abkühlung zwar zu einer «moderaten Korrektur» der Preisentwicklung. Dies habe aber nur leicht höhere Risiken im Immobilienmarkt zur Folge: «Grössere Verwerfungen werden ausbleiben», prognostiziert Moneypark.

Auch die sinkende Zahlungsbereitschaft vieler Immobilieninteressenten würden nicht in eine Immobilienkrise führen. Die Nachfrage liege weiter deutlich über dem Angebot und werde durch das Bevölkerungswachstum gestützt. Mehr leiden werde die Bautätigkeit unter den hohen Energie- und Materialkosten.

Die rasch angestiegenen Zinsen führen laut Moneypark jedoch dazu, dass die Finanzierungskosten schlechter vorhersehbar werden. Für viele Haushalte dürften die Hypothekarkosten im kommenden Jahr steigen, so die Online-Plattform. Auch der Wechsel in eine Festhypothek könne teurer werden. (aka)

08:22 Uhr

Mittwoch, 26. Oktober

Elon Musks Twitter-Deal vor Abschluss

Elon Musk will die Übernahme des Online-Netzwerks Twitter laut US-Medien bis zur richterlich verhängten Deadline am Freitag abschliessen. Das habe der Tesla-Chef bei einer Videokonferenz mit Bankern versichert, die bei der Finanzierung des 44 Milliarden Dollar teuren Deals helfen. Das jedenfalls berichtet Bloomberg unter Berufung auf eingeweihte Kreise. Die Banken, die 13 Milliarden Dollar an Krediten bereitstellen sollen, müssten nur noch die letzten Formalitäten regeln, bevor das Geld für Musk freigegeben wird. Der Tech-Milliardär selbst und Twitter äusserten sich zunächst nicht.

Eigentlich hatte sich Musk mit Twitter schon im April auf die Übernahme geeinigt. Im Juli erklärte er die Vereinbarung jedoch wegen angeblicher Falschangaben des Unternehmens zu Fake-Accounts für ungültig. Twitter klagte auf Einhaltung des Kaufvertrags und es wurde ein Gerichtsprozess zur Klärung des Streits angesetzt. Anfang Oktober erneuerte Musk sein Kaufangebot dann überraschend wieder. Er stellte jedoch die Bedingung, dass das Gerichtsverfahren – bei dem seine Chancen als relativ schlecht galten – beigelegt wird.

Twitter lehnte dies ab. Das Unternehmen war misstrauisch, da Musk seine Offerte von der Finanzierung abhängig machte. Die Richterin setzte das Verfahren aus, verhängte aber eine Frist bis zum 28. Oktober – ist der Deal dann nicht durch, kommt es zum Prozess. (dpa)

08:17 Uhr

Mittwoch, 26. Oktober

Wegen Kursverlusten: Reserven der Pensionskassen schrumpfen weiter

Die Reserven und der Deckungsgrad vieler Pensionskassen sinken weiter. Nach einem «sehr schwachen» zweiten Quartal geht es auch im dritten Quartal bergab, wie der Pensionskassen-Monitor der Zürcher Kantonalbank (ZKB) zeigt. Das sei die Folge von weiteren Kursverlusten bei «ausnahmslos allen Anlageklassen», teilt die ZKB am Mittwoch mit.

Nur noch 18,1 Prozent der privatrechtlichen Kassen und 8,3 Prozent der öffentlich-rechtlichen Kassen haben per Ende September 2022 einen Deckungsgrad von über 115 Prozent. Gar eine Unterdeckung verzeichnen 19,4 Prozent der privatrechtlichen Kassen sowie 52,8 Prozent der öffentlich-rechtlichen Kassen mit Vollkapitalisierung und 87,5 Prozent der öffentlich-rechtlichen Kassen mit Teilkapitalisierung.

Auch die Rendite ist bei den erfassten Pensionskassen gesunken. Das Minus bei der geschätzten vermögensgewichteten Rendite beträgt 2,6 Prozent. (aka)

07:53 Uhr

Mittwoch, 26. Oktober

Google und Microsoft kämpfen mit Turbulenzen

Trotz Milliardengewinnen zeigen sich die Tech-Riesen Google und Microsoft nicht immun gegen hohe Inflation und Konjunktursorgen. Google bekam im vergangenen Quartal die Sparsamkeit der Werbekunden deutlich zu spüren. Bei Microsoft schwächte sich das Wachstum des wichtigen Cloud-Geschäfts ab – und der Konzern enttäuschte die Anleger mit dem Ausblick auf das laufende Vierteljahr. Die Aktien fielen im nachbörslichen Handel am Dienstag um jeweils rund sieben Prozent.

Bei der Google-Mutter Alphabet legte der Umsatz im Jahresvergleich lediglich um sechs Prozent auf gut 69 Milliarden Dollar zu. Unter dem Strich sank der Gewinn von 18,9 auf rund 13,9 Milliarden Dollar. Auffallend waren die tiefen Werbeerlöse bei der Videoplattform Youtube, die von 7,2 auf 7 Milliarden Dollar sanken. Es ist der erste Rückgang, seit der Konzern die Zahlen veröffentlicht. In den letzten Jahren war Youtube stets eine der treibenden Kräfte für das Wachstum bei Google.

Microsoft konnte die Erlöse im Sommer zwar deutlich steigern. Im dritten Quartal legte der Umsatz verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um elf Prozent auf 50,1 Milliarden Dollar zu. Der Konzern leidet jedoch unter dem starken Dollar, der die Auslandseinnahmen in US-Währung schmälert. Im Cloud-Geschäft mit Anwendungen und Speicherplatz im Internet legte Microsoft zwar zu. Doch besonders bei der Azure-Plattform, dem Aushängeschild der Cloud-Sparte, lag das Wachstum unter den Erwartungen. (dpa)

07:04 Uhr

Mittwoch, 26. Oktober

Mehr Aufträge für Sulzer – Russland-Abschreibungen drücken auf Gewinn

Im dritten Quartal des Jahres gingen bei Sulzer insgesamt Bestellungen im Wert von 852 Millionen Franken ein. Das entspricht einem Plus von 8 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal, wie der Industriekonzern am Mittwoch mitteilte. Das Wachstum betrifft alle Divisionen. Der Auftragsbestand von 1,95 Milliarden Franken ist laut Sulzer gar «rekordhoch». Über die ersten neun Monate verzeichnet Sulzer einen Bestellungseingang von knapp 2,6 Milliarden Franken (plus 10,2 Prozent).

Schon im ersten Halbjahr vermeldete Sulzer einen deutlichen Anstieg bei den Bestellungen um 11,4 Prozent. Dafür brach der Betriebsgewinn auf Stufe Ebit um 25,5 Millionen Franken ein . Grund sind der Ausstieg aus dem Russlandgeschäft und die Schliessungen der Standorte in Polen. Diese Abschreibungen dürften laut Sulzer einen «deutlichen negativen Einfluss» auf den Reingewinn 2022 haben.

Beim Industriekonzern kam es erst kürzlich zum Knall auf der Teppichetage: Frédéric Lalanne nimmt nach neun Monaten als Konzernchef auf Ende Oktober überraschend den Hut . Seinen Job übernimmt Verwaltungsratspräsidentin Suzanne Thoma, die dem Unternehmen eine neue Strategie verpassen soll. (dpo/aka)

16:48 Uhr

Dienstag, 25. Oktober

Postfinance: App und Postcard funktionieren wieder

Die elektronischen Dienstleistungen der Postfinance war am Dienstag ab kurz vor 16 Uhr ausser Betrieb. Der Blick berichtete von Kunden, die weder mit App noch Karte bezahlen konnten. Auch die Website der Postfinance war kurz vor 17 Uhr ausser Betrieb. «Es liegt momentan eine Systemstörung vor», so die Fehlermeldung: «Wir setzen alles daran, die Störung rasch zu beheben und bedauern die Unannehmlichkeiten.» Wie die Postfinance mitteilte, gibt es auch beim Contact Center längere Wartezeiten.

Nach knapp zwei Stunden konnte das Unternehmen das Problem beheben. «Wir bedauern diese Störung sehr und entschuldigen uns bei allen Kundinnen und Kunden dafür», erklärte sich Postfinance auf Twitter.

Bei der Bank kam es in den letzten Monaten verschiedentlich zu Problemen. Im Juni konnten Kunden während zweieinhalb Stunden weder Bargeld beziehen, die Bezahl-App Twint nutzen noch mit der Karte an der Kasse bezahlen. Und am 25. August vermeldete das Unternehmen Ausfälle bei Zahlungen mit der Postkarte, die bis am Nachmittag des Folgetags andauerten.

Damals betonte Postfinance-Chef Hansruedi Köng, die Kundengelder und auch die Kundendaten seien zu jedem Zeitpunkt sicher gewesen. «Wir setzen alles daran, dass so etwas nicht noch einmal passiert. Und wir wollen ganz genau wissen, wie es dazu kommen konnte.» Bisher ist nicht bekannt, was die Störung im August konkret ausgelöst hatte - einen Hackerangriff schliesst das Unternehmen aus. Klar ist: Mit der erneuten Störung hat der Krisenstab, den die Postfinance damals eingesetzt hat, noch viel Arbeit vor sich.

Auf Anfrage von CH Media erklärt ein Sprecher, die genaue Ursache der aktuellen Panne werde noch analysiert. «Wir können aber ausschliessen, dass es sich um das gleiche Problem handelt wie im August.» (mpa/wap)

11:12 Uhr

DIENSTAG, 25. OKTOBER

Swiss und SBB nehmen Luzern und Interlaken in ihr Flugzug-Netz auf

Die Fluggesellschaft Swiss und die Bundesbahnen bauen ihr sogenanntes Air-Rail-Streckennetz weiter aus. Dabei können Kundinnen und Kunden ihre Bahn- und Zugreise in einem Schritt buchen. Ab dem 11. Dezember werde das Angebot vom Flughafen Zürich auf Luzern und Interlaken ausgeweitet, teilen beide Unternehmen am Dienstag mit. Mittlerweile umfassen die Flugzug-Verbindungen damit insgesamt elf Destinationen.

Swiss-Kommerzchef Tamur Goudarzi Pour bezeichnet den Ausbau des Netzes in der Mitteilung als «nahtlose Intermodalität im Sinne unserer Gäste». Véronique Stephan, Leiterin Markt Personenverkehr der SBB, ist überzeugt, dass damit die Weiterreise in der Schweiz für Fluggäste noch attraktiver werde. «Dank umsteigefreien Direktverbindungen mit dem Zug sind Interlaken und Luzern mit nur einem Umstieg aus Tokyo, New York oder São Paulo erreichbar», lässt sie sich zitieren. Im Sommer haben Swiss und SBB mit München die erste internationale Streckenverbindung in ihr Flugzug-Netz aufgenommen.

Die strategische Partnerschaft zwischen der Fluggesellschaft und den Bundesbahnen wurde 2019 ins Leben gerufen unter Ex-SBB-Chef Andreas Meyer und Ex-Swiss-CEO Thomas Klühr . Kürzlich gab die US-Fluggesellschaft Delta bekannt, künftig ebenfalls Verbindungen vom Flughafen Zürich zu sieben Schweizer Städten mit SBB-Zügen anzubieten . (dpo)

10:26 Uhr

Dienstag, 25. Oktober

Spitalverband H+ will Tarife um 5 Prozent erhöhen

H+ fordert eine sofortige Anpassung der Tarife. Grund dafür ist die Teuerung, wie der Verband der Schweizer Spitäler, Kliniken und Pflegeinstitutionen am Dienstag mitteilte. Diese treffe die Spitäler und Kliniken stark und sie könnten ihre steigenden Kosten nicht mehr decken: Einerseits seien die ambulanten und stationären Tarife «seit Jahren» zu tief, andererseits seien sie nicht prospektiv inflations-indexiert – sie werden also nicht automatisch an veränderte Marktsituationen angepasst.

Der Verband fordert daher die Politik und Versicherer auf, alle Tarife «dringend» um rund 5 Prozent zu erhöhen. Zudem sollen sie künftig prospektiv inflations-indexiert festgelegt sein. Der Verband spricht dabei von einem ersten positiven Signal, «auch wenn damit die chronische Unterfinanzierung der Spitäler und Kliniken nicht gelöst wird». Dafür braucht es gemäss H+ weitere Tariferhöhungen sowie eine Diskussion über ein nachhaltiges Finanzierungssystem – «wenn die Schweiz den heutigen Versorgungsstandard sicherstellen will».

Zudem sei es dringend nötig, die Löhne der Angestellten an die Teuerung anzupassen und die Arbeitsbedingungen unabhängig davon zu verbessern – Stichwort Fachkräftemangel. Allerdings hätten die Spitäler und Kliniken die finanziellen Mittel dafür nur mit höheren Tarifen für die ambulanten und stationären Leistungen. (abi)

07:31 Uhr

Dienstag, 25. Oktober

Mehr Umsatz, weniger Gewinn: Novartis' Durststrecke hält an

Im dritten Quartal erzielte Novartis einen Nettoumsatz von 12,5 Milliarden US-Dollar. Dies entspricht zwar einem Plus von 4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, wie der Basler Pharmakonzern am Dienstag mitteilte. Unter dem Strich resultierte jedoch ein Betriebsergebnis von 2,1 Milliarden Dollar – im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Minus von 33 Prozent. Allerdings fällt dieser Rückgang zu konstanten Wechselkursen mit 23 Prozent etwas weniger drastisch aus. Der Nettogewinn sank derweil sogar um 43 Prozent auf 1,5 Milliarden Dollar.

Trotz Durststrecke ist CEO Vas Narasimhan bemüht, die Unternehmenszahlen für die Monate Juli-September 2022 in ein gutes Licht zu rücken: «Novartis erzielte ein solides drittes Quartal mit einer starken operativen Performance im Jahresvergleich», wird der Konzernchef in der Mitteilung zitiert. Und: «Mit Blick auf die Zukunft sind wir zuversichtlich.» Narasimhan untermauert seine Aussage etwa mit dem Verweis auf angekündigtes Wachstum und Margenexpansionen durch neue, innovative Arzneimittel.

Auch im zweiten Quartal des laufenden Jahres musste Novartis beim operativen Ergebnis bereits einen Einbruch um 36 Prozent auf 2,2 Milliarden Dollar hinnehmen. Der Konzern führte dies damals zurück auf geringere Gewinne aus Produktverkäufe, höhere Wertminderungen und Restrukturierungskosten. Letztere beiden Gründe erwähnt Novartis auch im dritten Quartal wieder als Ursachen für die erneut rückläufigen Zahlen.

Der Pharmakonzern gab im Juni ein grosses Umstrukturierungsprogramm bekannt. Dabei sollen die Pharma- und Onkologiesparte fusioniert werden. In diesem Rahmen streicht Novartis in der Schweiz 1400 Stellen, also mehr als jede zehnte Stelle . Weltweit sind vom Abbau rund 8000 der insgesamt 108’000 Stellen betroffen.

Darüber hinaus hat Novartis entschieden, ihre Generika-Tochter Sandoz als eigene Firma auszugliedern . Die neue Firma soll auch an der hiesigen Börse SIX gehandelt werden. Noch offen ist indes, wo der neue Generika-Riese in der Schweiz seinen Sitz haben wird.

Und Sandoz scheint auf Kurs: Im dritten Quartal meldet Novartis am Dienstag für das Noch-Tochter-Unternehmen jedenfalls ein anhaltendes Wachstum bei den Biopharmazeutika um 4 Prozent. (dpo/sat)

07:28 Uhr

DIENSTAG, 25. OKTOBER

Helvetia-Chef verlässt das Unternehmen

Philipp Gmür, CEO der Helvetia-Gruppe, hat seinen Rücktritt per Mitte 2023 angekündigt. Dies teilte der Schweizer Versicherer am Dienstag mit. Nach 30 Jahren bei der Helvetia, sieben davon als Group CEO, sei für Gmür die Zeit gekommen, «ein neues Kapitel aufzuschlagen», wie er sich zitieren lässt. Der 59-jährige Gmür freut sich demnach, «den Stab weiterzugeben und andere Aufgaben ausserhalb der Helvetia-Gruppe zu übernehmen.»

Per Mitte kommenden Jahres wird der Luzerner Philipp Gmür als CEO der Helvetia zurücktreten. 
Bild: Keystone

Verwaltungsratspräsident Thomas Schmuckli bedankt sich in der Mitteilung «herzlich» bei Philipp Gmür für sein «langjähriges, enormes Engagement zugunsten der Helvetia». Als Konzernchef habe er «die Internationalisierung der Gruppe, den Ausbau zusätzlicher Versicherungssparten und die Einführung neuer Geschäftsmodelle zielgerichtet vorangetrieben». Laut eigenen Angaben hat der Verwaltungsrat hat die Regelung von Gmürs Nachfolge bereits eingeleitet.

Philipp Gmür trat 1993 in die Helvetia ein und übernahm nach verschiedenen Karrierestationen 2016 den Vorsitz der Konzernleitung. Der Anwalt ist mit der Luzerner Mitte-Ständerätin Andrea Gmür-Schönenberger verheiratet. (dpo)

07:14 Uhr

DIENSTAG, 25. OKTOBER

Gewinn von UBS sinkt im dritten Quartal um 24 Prozent

Im dritten Quartal ist der Reingewinn der UBS um rund einen Viertel auf 1,7 Milliarden US-Dollar gesunken. Nach einem «äusserst starken Vorjahresquartal» resultierte vor Steuern ein Gewinn von 2,3 Milliarden Dollar (-19 Prozent), wie die Schweizer Grossbank am Dienstag mitteilte.

Im zweiten Quartal konnte die UBS mit einem Reingewinn von 2,1 Milliarden Dollar (+5 Prozent) noch positivere Zahlen vermelden . Allerdings profitierte die Grossbank damals vom Verkauf ihres Anteils an einem japanischen Immobilien-Joint-Venture.

Auch die verwalteten Vermögen nahmen im dritten Quartal ab. Insgesamt verwaltete die UBS per Ende September 3706 Milliarden Dollar. Zum Vergleich: Per Ende Juni waren es noch 3912 Milliarden Dollar gewesen.

Konzernchef Ralph Hamers spricht in einer Mitteilung dennoch von einem «guten Ergebnis in einem schwierigen Umfeld». So hatten laut dem UBS-CEO die anhaltend hohe Inflation, die gestiegenen Energiepreise, der Krieg in der Ukraine und die Nachwirkungen der Pandemie überall auf der Welt «weitreichende Auswirkungen» auf die Vermögenswerte, Marktvolatilität, Zinsen und Anlegerstimmung. (dpo)

07:02 Uhr

Dienstag, 25. Oktober

Kühne+Nagel mit bestem 9-Monats-Ergebnis der Firmengeschichte

Kühne+Nagel überrascht erneut mit guten Quartalszahlen. Und das gleich mit dem besten 9-Monats-Ergebnis in der Geschichte des Unternehmens, wie es am Montag mitteilt. Konkret hat der weltweit tätige Logistikkonzern im dritten Quartal des laufenden Jahres einen Nettoumsatz von 30,6 Milliarden Franken erwirtschaftet. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Plus von 40 Prozent. Das Betriebsergebnis auf Stufe Ebit wuchs derweil um 71 Prozent auf 3,1 Milliarden, der Bruttogewinn um 25 Prozent auf 8,6 Milliarden.

Trotz der Rekordwerte wählt Kühne+Nagel-CEO Stefan Paul in der Mitteilung zurückhaltende Worte: «Höhere Energiepreise, eine breit angelegte Inflation sowie geopolitische Spannungen sorgen für zusätzliche Volatilität in den Lieferketten.» Die Entspannung auf den See- und Luftfrachtmärkten bringe bei den Kunden aktuell dagegen «eine gewisse Entlastung».

Das Logistikunternehmen mit Sitz im schwyzerischen Schindellegi konnte bereits im ersten Quartal Umsatz und Gewinn markant steigern . Dabei profitierte Kühne+Nagel von der hohen Nachfrage nach Transportdienstleistungen. Laut eigenen Angaben beschäftigt der Konzern weltweit über 80'000 Mitarbeitende in über 100 Ländern und ist damit eines der grössten Logistikunternehmen überhaupt. (dpo/sat)

06:43 Uhr

DIENSTAG, 25. OKTOBER 2022

Umsatz und Gewinn von Logitech sacken ein

Im zweiten Quartal des Geschäftsjahrs 2022/23 muss Logitech ein Umsatzminus um 12 Prozent auf 1,15 Milliarden US-Dollar hinnehmen. Bei konstanten Wechselkursen sank das Wachstum um 7 Prozent, wie der in der Schweiz beheimatete Computerzubehör-Hersteller am Dienstag mitteilte. Grund dafür sei ein «schwieriges makroökonomisches Umfeld».

Auch beim bereinigten operative Gewinn vermeldet Logitech einen Rückgang um rund einen Viertel auf 156 Millionen Dollar. Der unbereinigte Reingewinn (GAAP) sackte wiederum von 139,4 Millionen auf 82 Millionen Dollar ein. Bereits im zweiten Quartal reduzierte sich der Umsatz von Logitech um 12 Prozent auf 1,16 Milliarden, während der unbereinigte Reingewinn um 46 Prozent auf 100,8 Millionen zurückging.

Gleichzeitig gibt das Unternehmen am Dienstag bekannt, dass Finanzchef Nate Olmstead Logitech verlassen wird. Konzernchef Bracken Darrell bedankt sich bei Olmstead dafür, dass er in den vergangenen vier Jahren ein Finanzteam «von Weltklasse» aufgebaut habe. ( dpo)

06:15 Uhr

DIENSTAG, 25. OKTOBER 2022

Ems-Gruppe steigert Umsatz und kündet höhere Verkaufspreise an

Die Ems-Gruppe von Magdalena Martullo wächst weiter. In den ersten neun Monaten des Jahres konnte der in Domat/Ems beheimatete Spezialchemiekonzern den Umsatz um 10,7 Prozent auf 1,87 Milliarden Franken steigern, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. In Lokalwährungen betrug das Plus sogar 13,5 Prozent. Das sei ein neuer Höchstwert, heisst es weiter. Ems begründet das Wachstum damit, dass man zahlreiche neue Geschäfte an Land ziehen konnte. Gewinnzahlen gibt das Unternehmen zu den ersten neun Monaten jeweils nicht bekannt.

Die Ems-Gruppe kann damit an ihr stabiles Ergebnis vom ersten Halbjahr anknüpfen. Von Januar bis Juni resultierte ein Nettoumsatz von knapp 1,3 Milliarden Franken (+10,1 Prozent) und das Betriebsergebnis auf Stufe Ebit stieg um 0,8 Prozent auf 324 Millionen Franken.

Weiter teilt der Konzern am Dienstag mit, dass das im letzten Jahr angekündigte Investitionsprogramm zur Kapazitätssteigerung und Energieeffizienz am Hauptstandort in der Höhe von über 300 Millionen Franken umgesetzt wird. Darüber hinaus würden auch andere Produktionsstandorte laufend ausgebaut. Gleichzeitig kündet Ems aufgrund der steigenden Teuerung Preiserhöhungen an.

Für das Gesamtjahr erwartet Ems einen Nettoumsatz und ein Betriebsergebnis leicht über Vorjahr. (dpo)

05:43 Uhr

Dienstag, 25. Oktober 2022

Trotz leicht sinkender Teuerung: Kleider und Schuhe kosten deutlich mehr

In der Schweiz hat die gefühlte Inflation im September zwar zum zweiten Mal innert Monatsfrist leicht abgenommen (um einen halben Prozentpunkt auf 3,8 Prozent). Auch gegenüber dem Vorjahreszeitraum beträgt der Rückgang ein halber Prozentpunkt. Dennoch liegt der vom Vergleichsdienst Comparis und der Konjunkturforschungsstelle der ETH (KOF) erhobene Konsumentenpreisindex auch im September weiterhin deutlich über dem allgemeinen Landesindex der Konsumentenpreise (3 Prozent).

«Die massiv steigenden Krankenkassenprämien und Heizkosten bereiten Sorgen in der Schweizer Bevölkerung», wird Comparis-Experte Michael Kuhn in der Mitteilung zitiert. Für alle merklich teurer geworden sind im September jedoch Schuhe und Kleider, wie der Vergleichsdienst schreibt. Besonders betroffen: Damenkleider (mit einem Plus von 6,2 Prozent), gefolgt von Kinderkleidern (+5,5 Prozent) und Ersatzteile sowie Zubehör für Personenwagen (+3,5 Prozent). Im Gegensatz zum allgemeinen Konsumentenpreise-Index misst der Comparis-Konsumentenpreisindex die tatsächlich gefühlte Inflation der Konsumentinnen und Konsumenten.

Nach Regionen betrachtet spüren Konsumierende der italienischen Schweiz die Teuerung mit einem Indexstand von 105,4 Punkten nach wie vor am stärksten. Zum Vergleich: In der Deutschschweiz und Romandie lag der Konsumentenpreisindex im September jeweils bei 105,1 Punkten. (sat)