
Hunderte Einwohner, unter ihnen auch buddhistische Mönche, attackierten am Samstag eine Polizeiwache und Behördenmitarbeiter in der Provinz Qinghai, wie staatliche Medien berichteten. Einige Behördenvertreter seien leicht verletzt, sechs Menschen festgenommen worden.
Die Unruhen begannen nach Berichten über den Selbstmord des Mönchs. Der Tibet-Aktivist sei festgenommen worden und am Samstag aus der Polizeiwache geflohen, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Laut Berichten von Exiltibetern war der Mönch auf der Flucht in einen Fluss gesprungen und ertrunken.
Die Lage in Tibet und den angrenzenden chinesischen Provinzen ist derzeit besonders gespannt. Vor einer Woche jährten sich die Proteste in Tibet gegen die chinesische Herrschaft in der Himalaya-Region, bei denen nach offiziellen Angaben 19 Menschen ums Leben kamen.
Exil-Tibeter sprechen dagegen von mehr als 200 Toten. Auch der 50. Jahrestag eines gescheiterten Aufstand und der Flucht des Dalai Lama, des geistlichen Oberhaupts der Tibeter, liegt nur etwa zwei Wochen zurück. Seit dem Einmarsch der Volksarmee im Jahr 1950 wird Tibet von China mit eiserner Hand regiert.