Er lernte aus Fehlern

Brillanter Taktiker Peter Magyar: Wieso die Ungarn dem Polit-Neuling ihre Stimme gaben

Tisza-Chef Péter Magyar wich im Wahlkampf jeder Falle aus – nun steht eine noch grössere Bewährungsprobe an.
Gab am Montag schon seine erste Pressekonferenz als designierter Premierminister: Wahlgewinner Peter Maygar.
Foto: Denes Erdos/Key

Er gibt sich seriös, tritt fast etwas bieder auf: Peter Magyar, Ungarns neuer Politstar, fiel in den letzten drei Jahren nicht mit stürmischen Provokationen auf. Stattdessen setzte der 45-Jährige auf unaufgeregte Überzeugungsarbeit. Wann immer er irgendwo auftrat, konfrontierte er die Regierung mit Argumenten, die selbst Orbán-Anhänger kaum entkräften konnten. Korruption, der Einsatz des Geheimdienstes gegen politische Gegner oder die zunehmende Zentralisierung der Medienmacht – das sind alles Vorwürfe, die sich nur schwer relativieren lassen.

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