Er gibt sich seriös, tritt fast etwas bieder auf: Péter Magyar, Ungarns neuer Politstar, fiel in den letzten drei Jahren nicht mit stürmischen Provokationen auf. Stattdessen setzte der 45-Jährige auf unaufgeregte Überzeugungsarbeit. Wann immer er irgendwo auftrat, konfrontierte er die Regierung mit Argumenten, die selbst Orbán-Anhänger kaum entkräften konnten. Korruption, der Einsatz des Geheimdienstes gegen politische Gegner oder die zunehmende Zentralisierung der Medienmacht – das sind alles Vorwürfe, die sich nur schwer relativieren lassen.
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