Interview

Thierry Carrel: «Wir brauchen die Personenfreizügigkeit – aber wir sollten sorgfältiger mit ihr umgehen»

Der bekannte Schweizer Herzchirurg lehnt die 10-Millionen-Initiative als «zu radikal» ab. Doch er kritisiert: Die Gesundheitsbranche mache es sich mit der Personenfreizügigkeit zu einfach.
Thierry Carrel lehnt die 10-Millionen-Initiative als «zu radikal» ab.
Foto: Valentin Hehli

Im März verbrachte Thierry Carrel eine Woche in Ulaanbaatar, der Hauptstadt der Mongolei. Der 65-jährige Herzchirurg operiert dort Kinder und Jugendliche und bildet junge Kolleginnen und Kollegen aus, wie er das seit 1998 regelmässig tut. Nur für eine Woche kehrte er an seinen Wohnort Vitznau am Vierwaldstädtersee zurück, wo er seit vier Jahren für die FDP im Gemeinderat sitzt. Danach flog er nach Usbekistan. Auch dort engagiert er sich bei der Ausbildung von Herzchirurginnen und Herzchirurgen. Nun sitzt uns Thierry Carrel in einem Besprechungszimmer im Medienzentrum des Bundes in Bern gegenüber. Er will über die Initiative gegen eine 10-Millionen-Schweiz reden. Was ihn daran stört - und warum er darin trotzdem eine Chance sieht.

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