
Die Debatte um den abgesetzten Schweizer Eishockey-Nationaltrainer Patrick Fischer bricht nicht ab. Am Dienstag wurde auch in der SRF-Sendung «Club» über den Fall diskutiert. Fischer wurde unter Druck freigestellt, nachdem dieser seine Urkundenfälschung während der Coronapandemie bekannt gab. Fischer reiste mit einem gefälschten Zertifikat an die Olympischen Spiele in Peking – im Wissen, dass er im Falle einer Covid-Ansteckung innerhalb des Teams die ganze Olympia-Mission gefährdet hätte.
In einem Video-Geständnis betonte der 50-Jährige, dass er sich zuvor stets ans geltende Recht gehalten habe. Dies konnte der «Tages-Anzeiger» kurz nach dieser Aussage widerlegen. Denn Fischer war bereits 2019 einmal straffällig geworden. Um was für ein Delikt es sich genau handelte, blieb bisher unklar. Nun bringt die Zeitung Licht ins Dunkle.
Hohe Busse wurde fällig
Wie der «Tages-Anzeiger» schreibt, geht es um eine grobe Verletzung von Verkehrsregeln. Und zwar fuhr Fischer im März 2019 mit 164 km/h auf der Autobahn in der Nähe von Winterthur – bei einem vorgeschriebenen Tempolimit von 120 km/h. Berücksichtigt man die Sicherheitsmarge von 7 km/h resultiert eine Geschwindigkeitsübertretung von 37 km/h. Fischer musste eine Busse in der Höhe von 2200 Franken und Verfahrenskosten von 800 Franken bezahlen.
Hinzu kam eine Geldstrafe von 25 Tagessätzen zu je 440 Franken, also 11’000 Franken. Der Vollzug der Geldstrafe wurde aufgeschoben, unter Ansetzung einer Probezeit von 3 Jahren. Weil Fischer mit der Urkundenfälschung erneut straffällig wurde, wurden die 11'000 Franken fällig.
Laut der Stiftung Roadcross, die sich für Sicherheit im Verkehr einsetzt, ereignen sich täglich rund ein Dutzend Verkehrsunfälle mit schweren oder tödlichen Verletzungen. «Insgesamt werden rund 80’000 Menschen im Strassenverkehr durch eigenes oder fremdes Verschulden verletzt – und dies jährlich», schreibt die Organisation auf ihrer Website.

