Nachruf

Papst Franziskus: Verehrt von den Gläubigen, verhasst bei den Traditionalisten

Jorge Mario Bergoglio war Papst, aber nie Kirchenfürst gewesen. Dafür haben ihn die Massen verehrt und geliebt. In der Römer Kurie hatte Franziskus weniger Freunde, weil er von den Klerikern ein radikales Umdenken forderte. Geradezu gehasst wurde er von den Traditionalisten.
Papst Franziskus war bis in seine letzten Tage stets volksnah. Bei konservativen Geistlichen hatte er jedoch einen schweren Stand.
Foto: Franco Origlia/Getty Images Europe

Dass die Kardinäle in der Sixtinischen Kapelle am 13. März 2013 einen besonderen Menschen zum neuen Oberhaupt der katholischen Kirche gewählt hatten, war schon beim allerersten öffentlichen Auftritt als Papst klar geworden. Als Bergoglio nach dem Konklave und dem weissen Rauch über der Sixtinischen Kapelle in der Loggia des Petersdoms erschien, lächelte er verlegen und begrüsste die Gläubigen auf dem Petersplatz mit den Worten: «Schwestern und Brüder, buonasera!»

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