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Brand

Flammen in Bergstation eingedämmt

Der Brand in der Bergstation des Glacier 3000 in Les Diablerets (Gemeinde Ormont-Dessus VD) war am Montagabend fast unter Kontrolle. Das obere Stockwerk des Gebäudes mit dem Restaurant Botta und dem Selbstbedienungsbereich wurde ein Raub der Flammen.
Das von Stararchitekt Mario Botta entworfene Restaurant in der Bergstation des Glacier 3000 brannte am Montagmorgen.
Bild: Kantonspolizei Waadt

"Der Grossteil der Flammen konnte im dritten und vierten Stock gelöscht werden", sagte Bernhard Tschannen, CEO von Glacier 3000, in der Sendung Forum des französischen Fernsehens RTS. Auf dem Dach brenne der Schacht, in dem die Motoren der Aufzüge untergebracht sind, noch ein wenig. Ein Team von Feuerwehrleuten wird die Nacht vor Ort in fast 3000 Metern über Meer verbringen.

Im dritten und vierten Stock befinden sich das von dem Tessiner Architekten Mario Botta entworfene Restaurant und ein Selbstbedienungsrestaurant. Sie wurden sehr stark beschädigt, wie Journalisten der Nachrichtenagentur Keystone-SDA feststellten, die gegen 12.30 Uhr mit einem Helikopter über das Gebiet flogen.

Brandursache noch unklar

Das Feuer sei "wahrscheinlich" vom vierten Stock ausgegangen, sagte Tschannen. Es sei nicht klar, von wo genau. "Aber in der Küche kann es nicht gewesen sein, denn dort wurde am Abend zuvor alles abgestellt."

Die Seilbahn funktioniert und das Gebäude scheint seiner Meinung nach "ziemlich stabil" zu sein. Statische Untersuchungen müssen zeigen, wie weit das Brandobjekt noch nutzbar ist, wie die Kantonspolizei am Nachmittag mitteilte. Auch Abklärungen an der Bahntechnik wurden eingeleitet.

"Wir hoffen, so schnell wie möglich bereit zu sein", sagte der Verantwortliche und wies darauf hin, dass die Skisaison am 5. November wieder beginnt.

Die Anlagen waren am Montag geschlossen und werden auch am Dienstag geschlossen sein, hiess es auf der Website von Glacier 3000.

Keine Verletzten

Der Brand wurde gegen 04.30 Uhr gemeldet, wie die Waadtländer Kantonspolizei mitteilte. Demnach befanden sich zum Zeitpunkt des Brandausbruchs keine Betriebsangehörigen auf dem Gelände und es gab auch keine Verletzten.

Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig. Die Rettungskräfte konnten nur aus der Luft vor Ort gelangen.

Die diensthabende Staatsanwältin hat laut Polizei eine Strafuntersuchung eingeleitet, um die genaue Brandursache zu ermitteln. Zudem suchen die Behörden eventuelle Zeuginnen oder Zeugen. (sda)