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Film

Regula Grauwiller ist Sterbebegleiterin

Die Schauspielerin Regula Grauwiller aus Liestal BL ist ausgebildete Sterbebegleiterin und arbeitet auch als Trauerrednerin. Ihre Arbeit als Schauspielerin helfe ihr dabei.
Bild: KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA BELLA

"Ich habe keine Angst vor den Gefühlen anderer Menschen, da ich mich auch als Schauspielerin in alle möglichen Emotionen hineinfühlen muss. Das hilft mir dabei, Menschen in Extremsituationen beizustehen und sie zu unterstützen", sagte die 52-Jährige der Deutschen Presse-Agentur.

Als Sterbebegleiterin sei sie "für den Menschen da, dessen Lebenslicht am Erlöschen ist. Ich begleite ihn auf seinem Weg und versuche, ihm die Angst zu nehmen vor dem Ende oder einem Weitergehen. Wer weiss das schon", sagte Grauwiller.

"Als Trauerrednerin gestalte ich eine Abschiedsfeier, die zu den Angehörigen und dem Verstorbenen passt und sein Leben würdigt. Ich versuche, den verstorbenen Menschen in allen Farben und mit allen Facetten zu erfassen, um ihn in der Erinnerung der Trauernden lebendig werden zu lassen. Denn was immer bleibt, ist die Erinnerung."

"Der Tod ist immer noch ein Tabu"

An diesem Sonntag setzt sich Grauwiller auch in einem Rosamunde-Pilcher-Film mit dem Thema Trauer auseinander. In "Liebe ist die beste Therapie" spielt sie eine Frau, die sich nach dem Tod ihres Mannes jahrelang nur in die Arbeit gestürzt hat.

"20 Jahre später verliebt sie sich neu und merkt, dass sie sich ihrer Trauer stellen muss. Der Tod ist immer noch ein Tabu, und oft wird erwartet, dass man nach dem Verlust eines geliebten Menschen recht schnell wieder „funktioniert“. Aber jeder geht anders damit um und jeder muss das Recht haben, so zu trauern wie er es braucht. Wir haben verlernt, dass die Trauer ihren Raum braucht und zum Leben dazugehört." (sda)