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Edith Wolf-Hunkeler hat ihr Glück gefunden

Die ehemalige Parasportlerin Edith Wolf-Hunkeler hat seit ihrem Autounfall eine innere Zufriedenheit gefunden. Sie habe alles, was sie brauche, sagte sie in einem Interview. Darin erzählte sie auch, was sie machen würde, wenn sie einen Tag nicht im Rollstuhl wäre.
Bild: Keystone/PHILIPP SCHMIDLI

"Ein einziger Tag wäre niemals genug", sagte Wolf-Hunkeler im am Mittwoch veröffentlichten Interview mit Tamedia. Als Erstes würde sie aufstehen und sich selbst im Spiegel betrachten. Dann würde sie ihrer Tochter und ihrem Mann aus dieser Perspektive in die Augen schauen.

"Ich würde im Neuschnee Ski fahren, biken und wandern gehen, an all die Orte, die mir sonst verborgen sind", sagte sie zudem. Oder einfach unkompliziert ins Auto ein- und aussteigen. "Es gibt unzählige Dinge, die ich tun würde", sagte die 51-Jährige.

Der Rollstuhl sei aber ein Teil von ihr. So musste sie lange überlegen, bevor sie auf ihre grösste Herausforderung in ihrem Leben antwortete. "Das Leben hat es ja eigentlich gut gemeint mit mir", sagte sie. Mit ihrem Mann habe sie das allergrösste Glück gefunden.

Wolf-Hunkeler gewann acht paralympische Medaillen, erreichte 15 Podestplätze an Weltmeisterschaften und 13 Goldmedaillen an Europameisterschaften. Seit ihrem Karriereende sei sie eine leidenschaftliche Sportlerin geblieben. "Ich bin viel mit dem Handbike unterwegs, fahre Ski und liebe es, mit meiner Familie in den Bergen zu sein." (sda)