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Nordkoreas Machthaber Kim zu Besuch in China eingetroffen

Inmitten internationaler Befürchtungen über heimliche Rüstungsanstrengungen Nordkoreas ist dessen Machthaber Kim Jong Il zu einem Besuch in China eingetroffen.
Grenze zwischen Nord- und Südkorea
Bild: Keystone

Bei seinem fünftägigen Besuch aus Anlass des 60. Jahrestags der beiderseitigen Beziehungen soll Kim mit ranghohen chinesischen Politikern zusammentreffen, wie die Nachrichtenagentur Xinhua am Dienstag berichtete.

China ist einer der engsten Verbündeten und einer der wichtigsten Handelspartner des kommunistischen Nachbarlandes. Nordkorea hatte mit der Ankündigung, Anfang April einen Kommunikationssatelliten ins All schicken zu wollen, international für Kritik gesorgt.

Die USA und Südkorea verdächtigen das Land, den Start für einen Raketentest nutzen zu wollen. Nach Angaben von US- und japanischen Diplomaten lehnt auch China den Raketenstart ab, bislang hat sich Peking aber nicht direkt dagegen ausgesprochen.

China ist Gastgeber der Sechs-Nationen-Gespräche, in denen Nordkorea zur Aufgabe seines Atomprogramms bewegt werden soll. Die Verhandlungen mit Beteiligung beider koreanischer Staaten, der USA, Russlands, Chinas und Japans stecken seit Dezember in einer Sackgasse.

Zu einer leichten Entspannung kam es auf der koreanischen Halbinsel: Nach einer mehrtägigen Blockade öffnete Nordkorea den Zugang zum Industriekomplex Kaesong im Grenzgebiet zu Südkorea für Händler und Lieferanten.

Im Laufe des Tages sollten mehr als 540 Südkoreaner die Grenze in Richtung Norden passieren. Mehr als 300 weitere wollten vom Norden in den Süden zurückkehren.