Mitte Dezember findet in der Schweiz das «Weihnachten für Bähnler» statt: der Fahrplanwechsel. Dieses Jahr bringt er Verbesserungen ins Ausland, neue Direktverbindungen im Inland und dichtere Takte. Die Überblick der Änderungen im Fernverkehr.
Internationale Züge
Einen Ausbau gibt es zwischen Zürich und Mailand mit zwei neuen Eurocity-Zügen pro Richtung und Tag. Zwischen halb sieben Uhr morgens und halb acht Uhr abends fährt neu jede Stunde ein Zug ab Zürich nach Mailand, mit Ausnahme des Zugs um halb sieben Uhr abends, der nur bis Chiasso verkehrt. In Gegenrichtung verlassen die Züge Mailand neu jede Stunde zwischen 7 und 20 Uhr nach Zürich. Eine Lücke gibt es nur um 10 Uhr morgens.
Zwischen Zürich und Chiasso entsteht dank einer weiteren zusätzlichen Intercity-Verbindung der Stundentakt in beide Richtungen ohne Lücken.
Der Eurocity-Zug von Zürich nach Bologna wird bis Florenz verlängert. Der bisherige Direktzug von Zürich nach Genua verkehrt im Sommer weiter bis La Spezia, endet aber im Winter bereits in Mailand.
Einen Ausbau gibt es bei den Verbindungen nach Deutschland: Neu verkehren vier ICE-Züge pro Tag von Deutschland über Basel und Zürich weiter nach Chur und umgekehrt. Erstmals verkehren zudem zwei ICE-Züge pro Tag und Richtung via Bern von und nach Brig. Die EC 6 (Interlaken–Dortmund) und EC 7 (Hamburg–Interlaken) entfallen. Bern erhält einen Ausbau der Direktverbindungen von und nach Deutschland auf bis zu sechs Verbindungen pro Tag.
Grössere Sperrungen wird es auf der Simplon-Achse geben. Die Eurocity-Züge von Basel via Bern und Brig nach Mailand werden vom 30. Mai bis zum 26. Juli nicht durchgehend verkehren. Hinzu kommen diverse andere Tage, an denen diese Züge nicht angeboten werden.
Schlechte Nachrichten gibt es für Reisende zwischen der Schweiz und Österreich: Wegen Bauarbeiten zwischen Buchs SG und Feldkirch gibt es vom 14. Juni bis zum 14. Oktober 2026 eine Totalsperre. Einige Züge nach Österreich, darunter die Nachtzüge, werden umgeleitet, andere fallen aus.
Einen leichten Ausbau gibt es in Richtung Frankreich. Die saisonalen Direktzüge von Lausanne nach Marseille verkehren bereits ab April und bis Oktober von Donnerstag bis Montag. Im Juli und August verkehren die Züge täglich. Die SBB betonen in einer Mitteilung, dass dieser Ausbau nur für das Jahr 2026 geplant ist.
Basel–Olten
Der IR 37 hält neu in Gelterkinden. Zudem profitiert Liestal von einem Ausbau der ICE-Verbindungen nach Bern und Brig.
Basel–Biel–Lausanne
Zwischen Basel und Biel wird der Halbstundentakt eingeführt, und zwar mit dem bisher existierenden IC 51 und dem neuen IR 56. Der IC 51 wird zudem nach Lausanne verlängert. Damit erhält Basel wieder eine stündliche Direktverbindung in die zweitgrösste Stadt der Westschweiz.
Zürich–Biel–Lausanne
Weil neu der IC 51 von Basel jede Stunde nach Lausanne verlängert wird, entfällt einer von zwei stündlichen IC 5 zwischen Zürich und Lausanne. Zwischen Zürich und Biel wird dieser vom neuen IR 55 ersetzt. Zwischen Zürich und Biel bilden neu der IC 5 und IR 55 den Halbstundentakt.
Damit entfällt eine stündliche Direktverbindung von Zürich über Biel hinaus nach Neuchâtel, Yverdon und Lausanne. Zwischen Zürich und Lausanne besteht mit dem IC 5 und dem IC 1 via Bern allerdings weiterhin ein Halbstundentakt.
Bern–Zürich
Neu hält auch der Entlastungs-Intercity nach Zürich mit Abfahrt um 16.09 Uhr in Bern und Ankunft in Zürich HB um 17.10 Uhr in Bern Wankdorf (ab 16.13 Uhr).
Basel–Zürich–Chur
Der IC 3 verkehrt neu auch unter der Woche im Halbstundentakt zwischen Zürich und Chur. Ab Basel entstehen damit ebenfalls halbstündliche Verbindungen nach Chur, allerdings teilweise mit Umsteigen in Zürich. Neu verkehrt ein täglicher Frühzug (Abfahrt um 6.07 Uhr in Zürich HB, Ankunft um 7.22 Uhr in Chur).
Der IR 36 hält neu alle halbe Stunde in Möhlin und Stein-Säckingen. Die Abfahrten des IR 36 um 20.37 Uhr in Basel nach Zürich und umgekehrt in Zürich um 22.10 Uhr nach Basel werden neu täglich statt wie bisher nur an Wochenenden angeboten.
Zürich–Rapperswil–Chur
An den Wochenenden zwischen dem 14. Dezember und dem 15. März werden einige Verbindungen der Zürcher S 15 von Niederweningen via Zürich HB und Uster nach Rapperswil nach Chur verlängert und umgekehrt. Damit erhält das Zürcher Oberland erstmals Direktverbindungen nach Graubünden.
Zürich–Winterthur–St.Gallen
Wegen Bauarbeiten werden die Fahrzeiten zwischen Winterthur und Zürich HB um eine Minute erhöht, im Fall des IC 1 um zwei Minuten. Deshalb wird die Umsteigezeit in Zürich HB bei einigen Anschlüssen von sieben auf sechs Minuten reduziert.
Einige IC 5 zwischen St.Gallen und Zürich HB verkehren nicht mehr weiter nach Biel und Lausanne und haben in Zürich auch keinen Anschluss auf den neuen IR 55 nach Biel.
Eine Übersicht der Änderungen bieten die SBB auf ihrer Internetseite.
