Organisiertes Verbrechen

Mafia-Verdächtiger wollte Bargeld und Luxusuhren siegeln lassen – und obendrauf noch einen Gratis-Anwalt

Die Schweiz diente dem Netzwerk als sicherer Hafen – bis internationale Ermittler zuschlugen. Nun scheitern mutmassliche Mafiosi mit grenzwertigen Beschwerden in Bellinzona.
Lieblingsdestination macher Mafiosi und ihrer Treuhänder: Blick auf Roveredo, aufgenommen am Freitag, 7. November 2025.
Foto: Gian Ehrenzeller / Keystone

Der Mann, mutmasslich Mitglied der neapolitanischen Camorra, stellte über seinen Anwalt ein eigenartiges Begehren beim Bundesstrafgericht in Bellinzona. Er verlangte die Siegelung von «Bargeld und Luxusuhren», die im Februar 2026 in seiner Wohnung im bündnerischen Roveredo von der Bundeskriminalpolizei beschlagnahmt worden waren. Die Bundesanwaltschaft verweigerte die Siegelung: zu Recht, wie das Bundesstrafgericht kürzlich in einem Beschwerdeentscheid festhielt.

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