
Die frühere Stadträtin der Grünen, Monika Stocker, ist am 21. April im Alter von 77 Jahren gestorben. Das berichtet der «Tages-Anzeiger» unter Berufung auf die Todesanzeige.
Die 1948 in Aarau geborene Sozialwissenschaftlerin verschrieb ihr Leben der Politik und dem sozialen Ausgleich. Nach ihrem Studium an der Universität Fribourg trat Stocker 1986 den Grünen bei und schaffte bereits ein Jahr später den Sprung in den Nationalrat, dem sie bis 1991 angehörte. Ihre bedeutendste politische Ära prägte sie jedoch auf kommunaler Ebene: 1994 wurde sie in den Zürcher Stadtrat gewählt.
Über 14 Jahre lang leitete sie das Sozialdepartement der Limmatstadt. Als dessen Vorsteherin war Stocker an der Räumung der offenen Drogenszene am Letten beteiligt. Die begleitenden Massnahmen, zu denen auch die kontrollierte Abgabe von Heroin gehört, fanden weltweit Beachtung.
Im Jahr 2008 zwangen sie Herzbeschwerden schliesslich dazu, ihren Rücktritt aus der Stadtregierung bekannt zu geben. (phh)
