Sonntagspresse

TV-Moderatorin wurde belästigt und SP-Rosenwasser sagt SRF-Büsser ab – aus pikantem Grund

Die Migros, das Schweizer Fernsehen und eine TV-Moderatorin, die sexuell belästigt worden ist -  auf einer Jacht mit Donald Trump: Die News aus der Sonntagspresse.

Die Migros plant den grössten Umbau ihrer Geschichte: Die zehn Regionalgenossenschaften sollen zu einer einzigen verschmelzen. Stimmen die Genossenschafter zu, fallen auch Stellen weg. Betroffen sind vor allem das Management und die zentralen Dienste. Für das Personal in den Filialen ändere sich dagegen nichts, sagt Migros-Präsidentin Ursula Nold im Interview mit der «SonntagsZeitung». Das hatte Migros-CEO Mario Irminger bereits gegenüber «Schweiz heute» gesagt.

Betroffenen Mitarbeitenden sollen neue Stellen innerhalb der Migros-Gruppe angeboten werden. Langfristig rechnet Nold sogar mit einem Personalwachstum: «Wenn dieser Umbau erfolgreich ist, wird die Migros in zehn Jahren mehr Mitarbeitende haben als heute.»

Rosenwasser sagt SRF-Auftritt ab

SP-Nationalrätin Anna Rosenwasser tritt nicht wie geplant in der SRF-Sendung «Late Night Switzerland» auf. Sie hat ihren Besuch wegen eines früheren Interviews von Moderator Stefan Büsser mit dem deutschen Komiker Luke Mockridge abgesagt. Diesem wurden sexuelle Übergriffe vorgeworfen, das Strafverfahren wurde jedoch eingestellt.

Gegenüber dem «SonntagsBlick» erklärt Rosenwasser, sie sei «fassungslos», dass Büsser Mockridge eine grosse Bühne geboten habe. Mit einem Auftritt wolle sie dessen Arbeit nicht legitimieren. Zudem kritisiert sie Büssers satirischen Beitrag über die SP-Jungpolitikerin Vera Çelik. Ursprünglich hatte Rosenwasser zugesagt, um ihre politischen Positionen einem breiteren Publikum vorzustellen.

Schweizerin berichtet von Trump-Jacht

Die Schweizer TV-Moderatorin Tamara Sedmak berichtet in der «NZZ am Sonntag» von einer unangenehmen Begegnung während eines Modelwettbewerbs 1991 in New York. Damals war sie 15 Jahre alt. Auf einer Schifffahrt mit Donald Trump auf dem Hudson habe ihr ein russischer Geschäftsmann die Hand auf den Oberschenkel gelegt und sie nach ihrer Jungfräulichkeit gefragt. Trump selbst sei ihr gegenüber nicht aufdringlich geworden.

Der heutige US-Präsident war damals Sponsor, Gastgeber und Jurymitglied des Wettbewerbs. Sedmak arbeitete später für die Pariser Modelagentur von Jean-Luc Brunel, einem Weggefährten des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein. Ihre Mutter habe verhindert, dass sie in eine Wohnung der Agentur zog.

Die Aussagen fallen in eine Zeit neuer Vorwürfe gegen Trump. In einem Bericht der US-Demokraten beschuldigt ihn die Schweizerin Beatrice Keul, sie 1993 bei einem Modelwettbewerb vergewaltigt zu haben. Trump bestreitet die Vorwürfe. Die SP-Frauen fordern nun, dass Schweizer Behörden mögliche Verbindungen zum Epstein-Komplex untersuchen und Beweismittel aus den USA anfordern. (chm)

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