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Tipps gegen die Dürre

Menschen in England sollen alte E-Mails löschen

Mit erschöpften Wasservorräten und Trockenheit haben dieser Tage auch Teile Englands zu tun. Im Kampf dagegen hält die britische Umweltbehörde besondere Tipps für die Bürger bereit.

Um der in Teilen Englands herrschenden Wasserknappheit entgegenzuwirken, ruft die Umweltbehörde in Grossbritannien die Menschen zu ungewöhnlichen Massnahmen auf. Um Wasser zu sparen, sollen Bürgerinnen und Bürger alte E-Mails und Bilder von ihren Geräten löschen, teilte die Behörde am Dienstag mit. Dahinter steckt demnach, dass Rechenzentren grosse Mengen an Wasser zur Kühlung ihrer Systeme benötigen. Gibt es weniger Daten zu verarbeiten, muss auch weniger gekühlt werden.

Nach dem trockensten Sommer seit fünfzig Jahren wurde für einige Gebiete in England, darunter Devon, Cornwall, Kent, London und die East Midlands, eine Dürre ausgerufen.
Bild: Tolga Akmen / EPA

Die Behörde ruft etwa auch dazu auf, kürzer zu duschen, undichte Toiletten reparieren zu lassen und das Wasser beim Zähneputzen oder Rasieren abzudrehen.

«Landesweit bedeutende» Wasserknappheit

England verzeichnet aktuell das trockenste Halbjahr seit 1976. Derzeit herrscht nach Angaben der Behörde eine «landesweit bedeutende» Wasserknappheit. Fünf Regionen leiden unter Dürre, sechs weitere unter anhaltend trockenem Wetter.

Aufgrund der sinkenden Pegelstände in den Wasserreservoirs haben South East Water, Southern Water, Yorkshire Water und Thames Water Schlauch- und Sprinklerverbote verhängt.
Bild: Neil Hall / EPA

Die Wasserstände vieler Flüsse und Stauseen liegen unter dem für diese Jahreszeit üblichen Niveau. Mancherorts führte das bereits zu Einschränkungen: In Yorkshire wurde vor wenigen Wochen die Gartenbewässerung mit Schlauch verboten. (dpa)