Marzilibad Bern

«Sie ist Opfer eines Fehlentscheids»: Gemeinderätin Ursina Anderegg äussert sich zur Festnahme der Transfrau

Ursina Anderegg erklärt, weshalb Transfrauen im Marzilibad Bern Zugang zu einer FKK-Zone haben. Die Grünen-Politikerin zeigt aber auch Verständnis für Frauen, die sich durch die Anwesenheit einer Person mit männlichem Erscheinungsbild unwohl fühlen.
Setzt auf Dialog: die Berner Gemeinderätin Ursina Anderegg, hier aufgenommen im Marziliquartier.
Foto: Alessandro della Valle/Keystone

Der Vorfall hat in den sozialen Medien heftige und kontroverse Diskussionen ausgelöst. Am Sonntag führte die Berner Kantonspolizei eine Transfrau aus dem Marzilibad an der Aare in Bern ab, weil sie eine für Frauen reservierte FKK-Zone, das «Paradiesli», betreten hatte. Einige Badegäste störten sich an der Anwesenheit einer Person mit männlichen Geschlechtsmerkmalen, die gemäss amtlichen Dokumenten eine Frau ist. Schliesslich legte die Polizei der Transfrau Handschellen an und führte sie zum Polizeiposten. Ursina Anderegg (Grüne) ist Vorsteherin der Direktion für Bildung, Soziales und Sport der Stadt Bern. Die 45-jährige Gleichstellungsexpertin wurde im November 2024 in die Exekutive gewählt. Die Gemeinderätin setzt sich schon lange für queere Anliegen ein.

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