Unfall

Seil vergessen: Brasilianerin stürzt beim Rope Jumping in den Tod

Eine junge Frau wird von einer Brücke 40 Meter in den Tod geworfen. Mitarbeiter eines Extremsport-Anbieters hatten offenbar ein lebenswichtiges Detail übersehen.

In Brasilien ist eine junge Frau beim Rope Jumping von einer Brücke tödlich verunglückt. Die Mitarbeiter des Extremsport-Anbieters vergassen, die 21-Jährige mit dem Sicherungsseil zu verbinden und die Frau stürzte von der Brücke Ponte do Esqueleto nahe der Stadt Limeira im Bundesstaat São Paulo etwa 40 Meter in die Tiefe, wie die Stadtverwaltung unter Berufung auf die Militärpolizei mitteilte.

Diese Aufnahme soll die Frau kurz vor dem tödlichen Fall zeigen.
Bild: X

Auf Videos war zu sehen, wie drei Männer die Frau zum Rand der Brücke tragen und sie hinabwerfen. Das Sicherungsseil liegt daneben zusammengerollt auf dem Boden. Rettungskräfte konnten nur noch den Tod der Frau feststellen. Sechs Beteiligte wurden festgenommen.

Rope Jumping: Extremsport mit Kletterseil

Rope Jumping ist ein Extremsport, bei dem sich Menschen gesichert mit einem Kletterseil in die Tiefe stürzen. Im Gegensatz zum bekannteren Bungee Jumping ist das Seil kaum elastisch. Es wird üblicherweise versetzt von der Absprungstelle befestigt, sodass der Sturz durch eine Pendelbewegung abgefedert wird.

Die Stadtverwaltung von Limeira kündigte nach dem Unglück eine Klage gegen Bundesbehörden an, die für die Sicherung der Brücke zuständig ist. Mehrfach seien bereits Sicherheitsmassnahmen angemahnt worden, geschehen sei nichts, hiess es in einer Mitteilung. «Leider hat die Untätigkeit der Bundesbehörden nun zu einer weiteren Tragödie in Limeira geführt», sagte Bürgermeister Murilo Félix. (dpa)