Seit einiger Zeit häuft sich die Zahl der gemeldeten Legionellose-Fälle in der Schweiz. In Wetzikon im Kanton Zürich haben sich seit Anfang 2025 bereits 33 Personen mit der Krankheit angesteckt, acht allein seit Ende Juni diesen Jahres. Bei der Mehrheit der Fälle war eine Spitalbehandlung notwendig. Eine Person ist sogar daran gestorben, wie die Zürcher Gesundheitsdirektion am Donnerstag mitteilt.
Die Person, die an der bakteriellen Infektion erkrankt war, litt bereits an mehreren Vorerkrankungen und war mittleren Alters. Wo sich die verstorbene Person mit Legionellose angesteckt hatte, ist derzeit noch offen und wird untersucht. Alle hospitalisierten Personen konnten mittlerweile aus dem Spital entlassen werden.
Die bisherigen Untersuchungen weisen in mehreren Fällen auf einen Zusammenhang zwischen den Erkrankungen und dem Vorkommen von Legionellen in Duschwasserproben hin, heisst es in der Mitteilung weiter.
Die Gesundheitsdirektion weist ausserdem darauf hin, dass das Trinkwasser in Wetzikon bedenkenlos getrunken werden kann. Durch das Trinken von Wasser erfolge keine Ansteckung.
So lässt sich das Risiko einer Infektion wirksam reduzieren:- Einhaltung der empfohlenen Warm- und Kaltwassertemperaturen
- Stagnation vermeiden (Wasser nicht länger als 72 Stunden stehen lassen)
- Wasserleitungen nach längeren Benutzungspausen gründlich spülen
Legionellen sind Bakterien, die natürlicherweise im Wasser vorkommen. Unter günstigen Bedingungen können sie sich in Warmwassersystemen und anderen wasserführenden Anlagen vermehren. Eine Ansteckung erfolgt durch das Einatmen feinster legionellenhaltiger Wassertröpfchen. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch oder durch das Trinken von Wasser findet nicht statt.
(chm)
