Einsatzkräfte haben in einer überfluteten Höhle in Laos fünf vermisste Dorfbewohner lebend gefunden. Zwei weitere Menschen würden noch vermisst, teilten Rettungskräfte am Mittwoch mit. Bounkham Luanglath, Mitglied einer laotischen Rettungsorganisation, die sich bei der Suche nach den Vermissten eng mit den örtlichen Behörden abstimmte, sagte der Nachrichtenagentur AP: «Ich zittere immer noch. Unser Team hat es geschafft.» Die Suche nach den beiden Vermissten werde fortgesetzt.
Die Dorfbewohner hatten die Höhle in der Provinz Xaisomboun des südostasiatischen Landes am 19. Mai betreten. Heftige Regenfälle lösten eine Sturzflut aus, die dazu führte, dass die Dorfbewohner nicht mehr aus der Höhle herauskonnten.

An der Suche waren Rettungskräfte aus Laos und dem benachbarten Thailand beteiligt. Ein Video einer thailändischen Rettungsgruppe zeigte offenbar den Moment, in dem Taucher aus dem Wasser auftauchten und die eingeschlossenen Dorfbewohner entdeckten. In den Aufnahmen sassen die Menschen mit Stirnlampen auf einem Felsen, umgeben von Wasser. Auf anderen Videos war zu sehen, wie die Retter innerhalb und ausserhalb der Höhle in Jubel ausbrachen, herumsprangen und sich in die Arme fielen.
Suche in schwierigem Gelände
Die Höhle liegt in einer zerklüfteten, abgelegenen Gegend etwa 120 Kilometer nördlich der Hauptstadt Vientiane. Die Retter vor Ort haben in den sozialen Medien ausführlich über das schwierige bergige Gelände und den starken Regen berichtet, der ihre Arbeit behindert hat. Videos thailändischer Retter zeigen, dass der Höhleneingang nur über einen steilen Fussmarsch von etwa vier Kilometern zu erreichen ist. Der Eingang ist ebenfalls steil und felsig und kaum breit genug für eine einzelne Person, um hindurchzuklettern.
Es gibt keine offiziellen Angaben, warum die Dorfbewohner in die Höhle gegangen sind. Bounkham sagte jedoch, Anwohner hätten die Höhle auf der Suche nach Gold betreten, obwohl die Behörden sie wiederholt davor gewarnt hatten. (dpa)
