Landi Frila will in Eiken investieren

Die Landi Frila will für 1,16 Millionen Franken das Silo-Center sanieren. Für 800 000 Franken soll der Landi-Laden in Eiken aufgewertet werden.

Daniel von Känel

In letzter Zeit habe man viel im Bereich Detailhandel gemacht, sagt Thomas Tschanz, Geschäftsführer der Landi Frila. Mit der nun geplanten Investition von 1,16 Millionen Franken für die Sanierung des Silo- Centers in Eiken werde nun direkt in den Bereich Landwirtschaft investiert.

Bis zur Ernte abgeschlossen

Vor allem Getreide ist es, das von den Landwirten in der Region ins Silo-Center gebracht wird. Nun soll die Anlage saniert werden - und zwar so, dass sie rechtezitig zur Getreideernte 2010 wieder vollständig zur Verfügung steht. Bis Ende Mai, sagt Tschanz, sollte die Sanierung demnach abgschlossen sein. Teile der Gebäudehülle müssen erneuert werden. Zudem soll die Anlage auf den neuesten technischen Stand gebracht werden. So ist unter anderem von der Anschaffung eines neuen Getreidereinigers, der Totalrevision des zweiten Reinigers oder von zusätzlicher Aspiration zur Reduktion der Staubbildung die Rede. Weitere technische Optimierungen und der Ersatz der Fenster im Dach- und Erdgeschoss stehen ebenso an wie die Revision des Lift-Silos.

«Wir haben diese Sanierung schon länger geplant», sagt Tschanz. Nun sei der richtige Zeitpunkt gekommen, nachdem mit der Eröffnung des Standortes Rheinfelden Ost letztes Jahr ein grosses Projekt abgeschlossen wurde.

Standort aufwerten

Neben der Sanierung wird der ausserordentlichen Generalversammlung am 10. September auch ein Kredit von 800 000 Franken für die Erweiterung des Landi-Ladens in Eiken beantragt. «Der Aussenbereich soll überdacht werden», erklärt Tschanz. Damit könne man vor allem im Pflanzensektor mehr bieten. Im Innenbereich wolle man Optimierungen vornehmen, um die Ware noch besser präsentieren zu können, so Tschanz. Der Standort an der Laufenburgerstrasse in Eiken werde damit nochmals aufgewertet. Erst kürzlich habe man bereits eine bessere Parkplatzsituation geschaffen.

Was im Zusammenhang mit dem Ladenausbau allerdings wegfallen wird, ist die Lohnbrennerei. Sie soll zurückgebaut werden, weil der Platz für den Laden gebraucht wird. Die Brennerei werde noch eine Saison in Betrieb sein, sagt Tschanz.

Positive Entwicklung

Potenzial für Erweiterungen scheint beim Landi-Laden in Eiken auf jeden Fall da zu sein. Dieser hat sich in den letzten Jahren positiv entwickelt und den Umsatz stets steigern können - und ist bereits im Jahr 2001 schon einmal erweitert worden.

Am Standort an der Laufenburgerstrasse in Eiken befindet sich auch der Hauptsitz der Landi Frila. Zudem wurde dort vor vier Jahren ein Tankstellenshop eröffnet. Im Jahr 2002 bereits wurde in Möhlin der «TopShop» Sonnenberg eröffnet, nachdem die dortige Tankstelle drei Jahre vorher erworben worden war.

1993 haben sich die Landwirtschaftliche Genossenschaft Möhlin-Eiken, die Trocknungsgesellschaft Fricktal und die Landi AG Eiken zur Landi Frila zusammengeschlossen. 1994 erzielte die Landi Frila erstmals einen Umsatz von mehr als 20 Millionen Franken, vier Jahre später waren es über 30 Millionen.

Heute beläuft sich der Umsatz auf über 40 Millionen Franken. Ein Meilenstein wurde letztes Jahr mit der Eröffnung des Standortes Rheinfelden Ost gesetzt: Dort enstand ein grosser Markt mit Landi-Laden, Agro-Center, «TopShop», Tankstelle und Waschanlagen. Die Landi Frila investierte dabei rund 11,5 Millionen Franken.