Monsterprozess

Krummer Millionendeal im Steuerparadies – auch die Politik ist darin verstrickt

Um eine Liegenschaft am Ägerisee tobt seit Jahren ein Streit. Am Montag beginnt vor dem Zuger Strafgericht der Prozess. Auch der Käufer des Grundstücks, ein reicher lokaler Wirtschaftsmann, sitzt auf der Anklagebank.
Die Idylle am Ägerisee ist gestört.
Foto: Jakob Ineichen

Es ist ein kleines Paradies mit zwei Häusern am Ägerisee im Kanton Zug. Die Besitzerin, eine Witwe, starb 2013 im Alter von 72 Jahren und hinterliess ein Vermächtnis: Die rund 5000 Quadratmeter grosse Liegenschaft bleibt in Familienbesitz. Um dies sicherzustellen, hatte sie die Residenz schon Jahrzehnte zuvor in eine Holdingstruktur gegossen: Je 45 Prozent der Aktien hatten ihre beiden Kinder, ein Bruder und eine Schwester, schon zu ihren Lebzeiten erhalten. Deren damals 8-jährigen Tochter vermachte die Grossmutter 10 Prozent. Ein langjähriger Familienanwalt wurde als Stimmvertreter der begünstigten Enkelin in der Familienholding installiert.

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