Drei Frauen für die grösste TV-Show des Jahres: Hazel Brugger, Michelle Hunziker und Sandra Studer werden am 17. Mai durch das Finale des Eurovision Song Contest aus der St. Jakobshalle in Basel führen.
Eine grosse Überraschung ist das nicht: Über alle drei Namen wurde in den vergangenen Monaten bereits heftig spekuliert. Und alle drei Frauen passen in das Image, das sich die SRG mit dem ESC geben will: Mit Italo-Schweizerin Hunziker flimmern internationaler Glamour, Spontaneität und Vielsprachigkeit in schätzungsweise 160 Millionen Wohnzimmer.
«Mit so einem grossen Event in die Heimat zurückzukehren, ist gigantisch», so Hunziker, die bereits zweimal das Sanremo-Festival moderiert hat, das älteste und grösste Musikfestival Italiens. Den ESC moderieren zu dürfen, der eine Nummer grösser ist, sei immer ein Traum von ihr gewesen. «Ich habe immer gehofft, dass die Schweiz oder Italien gewinnt», sagte sie und dankte Nemo dafür, den Event in die Schweiz geholt zu haben.
«Eine Liebesgeschichte»
Sandra Studer hingegen steht für viel ESC-Expertise. Die Zürcher Moderatorin und Sängerin begann ihre Karriere beim grössten Musikwettbewerb der Welt: 1991 trat sie für die Schweiz beim ESC an und landete auf dem guten fünften Platz. Danach blieb sie dem ESC treu, moderierte etwa die Schweizer Vorentscheidungen und kommentierte den Contest viele Jahre für SRF. «Ich und der Song Contest, das ist wirklich eine Liebesgeschichte», sagte Studer am Montag bei der Präsentation. Mit der Moderation des Events schliesse sich für sie ein Kreis.
Während Studer und Hunziker nahezu als natürliche Wahl für die ESC-Show erscheinen, ist der Name Hazel Brugger nicht auf den ersten Blick selbstverständlich: Von der Stand-up-Comedienne erwartete man eher, dass sie sich mit beissendem Spott über die Megaveranstaltung lustig machen würde. Als sie sich im vergangenen Mai mit verschiedenen Posts auf Social Media selbst ins Spiel brachte, hielten das denn auch (fast) alle für einen Witz ...
Brugger verhehlte nicht, dass sie sich noch etwas in die ESC-Familie einfinden muss: «Ich bin froh, dass wir das zu dritt angehen dürfen.» Auch wenn es vielleicht den einen oder anderen Spruch von ihr geben werde – den Pausenclown spielen werde sie nicht. Wie Hunziker betonte auch sie, dass es darum gehe, den Musikerinnen und Musikern eine Bühne zu bereiten. Und so ist Brugger eine sinnvolle Wahl – über sie kann die SRG ein junges und grossstädtisches Publikum an die Bildschirme locken.
Alle drei Frauen werden die grosse Final-Show am 17. Mai moderieren. Brugger und Studer werden zudem durch die Halbfinals am 13. und 15. Mai führen. Der Grund dafür dürfte darin liegen, dass Hunzikers Gage das Budget für drei Shows wohl gesprengt hätte.
Epiney moderiert Public Viewing
Und was ist mit Sven Epiney? Für die Schweizer Eurovision-Community ist er schliesslich der «Mr. ESC» par excellence. Seine Fans müssen auf ihn nicht verzichten: Gemeinsam mit der Westschweizer RTS-Moderatorin Mélanie Freymond wird er das gigantische Public Viewing im St. Jakob-Park moderieren. Von dort aus soll auch immer wieder in die Halle und damit zur TV-Show geschaltet werden. Freymond und Epiney werden ausserdem die Punkte des Schweizer Publikumsvotings verkünden. Epiney wird zudem die Halbfinals und das Finale kommentieren, wie er das schon in den vergangenen Jahren getan hat.
Ein kleines Update gab es am Montag auch zum Ticketing: Ab dem 29. Januar steht der Kartenverkauf für jene, die sich registriert haben, offen. Für das Public Viewing im St. Jakob-Park beginnt der Ticketverkauf am 30. Januar.
