Kommentar

Das Ende der Heiratsstrafe: Ein Sieg für die Frauen - und ein Problem für die Mitte

Die Einführung der Individualbesteuerung ist beschlossen. Die Heiratsstrafe fällt, das Steuersystem wird umgebaut. Doch die Mitte-Partei will erneut abstimmen lassen – was davon zu halten ist.
Die Archtiektinnen der Steuerreform (von links): Regine Sauter (FDP/ZH), Susanne Vincenz-Stauffacher (FDP/SG), Sophie Michaud Gigon (G/VD) und Kathrin Bertschy (GLP/BE).
Foto: PETER SCHNEIDER

Der Zufall schreibt schöne Geschichten: Ausgerechnet am Tag der Frau sagt die Schweizer Stimmbevölkerung Ja zur Einführung der Individualbesteuerung. Damit wird die Heiratsstrafe nach mehr als 40 Jahren abgeschafft. Der Trauschein entscheidet künftig nicht mehr über die Höhe der Steuerrechnung. Und die Frau wird mit der Heirat steuertechnisch nicht mehr zum Anhängsel des Mannes. Das Zweiteinkommen wird nicht mehr höher besteuert als das Ersteinkommen. Der Sonntag war ein guter Tag für die Frauen in diesem Land.

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