Das Wichtigste in Kürze
Jetzt ist klar: Die Prämien steigen für das kommende Jahr um durchschnittlich 6 Prozent.
Das ist der zweite grosse Anstieg in Folge. Für 2024 prognostizierte der Bund einen Anstieg um durchschnittlich 8,7 Prozent.
In den Kantonen dürften die Erhöhungen erneut sehr unterschiedlich ausfallen. 2024 hat es das Tessin mit 10,5 Prozent am stärksten getroffen.
14:53 Uhr
Donnerstag, 26. September
Mit diesen Tipps können Sie sparen – und das sagt der Experte
Auch im Jahr 2025 steigen die Krankenkassenprämien weiter an. Unsere Redaktion hat für Sie fünf Tipps zusammengestellt, wie Sie als Versicherte mit einfachen Kniffen bei den Prämien rasch mehrere hundert Franken pro Jahr sparen können.
Wie erklärt sich der erneute Anstieg der Krankenkassenprämien? Im Interview nimmt Gesundheitsexperte Felix Schneuwly über gesunkene Reserven, gestiegene Ansprüche und die Chancen, die sich der neuen Gesundheitsministerin Elisabeth Baume-Schneider bei der Umsetzung von Reformen bieten. (cbe)
14:39 Uhr
Donnerstag, 26. September
Die Pressekonferenz ist beendet
Viele der Fragen drehten sich um die konkrete Wirkung von einzelnen Massnahmen. Darunter etwa die neue Tarifstruktur oder das elektronische Patientendossier. Nach 45 Minuten ist die Pressekonferenz damit beendet.
14:29 Uhr
Donnerstag, 26. September
Auch 2026 werden die Prämien steigen
Baume-Schneider rechnet auch damit, dass sie im kommenden Jahr wieder einen Anstieg verkünden muss. Viele der kostendämpfenden Massnahmen, die derzeit angedacht sind, greifen frühstens in zwei Jahren.
14:27 Uhr
Donnerstag, 26. September
Grosse Unterschiede von Kanton zu Kanton
Die grossen kantonalen Unterschiede seien unter anderem auf die unterschiedliche demografische Zusammensetzung der jeweiligen Bevölkerung zurückzuführen. Im Kanton Tessin wächst die durchschnittliche Prämie um über 10 Prozent.
14:25 Uhr
Donnerstag, 26. September
Kein Abbau im Leistungskatalog
Ein Abbau beim Leistungskatalog in der Grundversicherung sei derzeit kein Thema, sagt Baume-Scheider. Auch hier hatte es immer wieder Forderungen gegeben, dass die Krankenkassen nicht mehr alles übernehmen müssten.
14:20 Uhr
Donnerstag, 26. September
Konkrete Ideen aus dem Bundesrat?
Sie habe schon Vorschläge für den runden Tisch, sagt Baume-Schneider. «Ich frage mich, aber ob es klug wäre, die schon jetzt auf den Tisch zu legen», so die Bundesrätin. Zuerst sollen ihre Ideen in dieser Runde besprochen werden. Das erhöhe die Chancen, dass sie dann auch tatsächlich durchkommen.
14:16 Uhr
Donnerstag, 26. September
Könnten die Kantone mehr machen?
Die Fragerunde ist eröffnet. Angesprochen darauf, ob die Kantone mehr gegen das Kostenwachstum machen könnten, betont Baume-Schneider, dass es «keine einfachen Lösungen» gibt. Sie spricht davon, dass die Kantone gerade bei der Spitalplanung für sinkende Kosten sorgen könnten - das sei aber innerhalb der Regionen politisch stark umstritten.
14:11 Uhr
Donnerstag, 26. September
BAG-Direktorin: «Es braucht alle»
BAG-Direktorin Anne Lévy präsentiert einen ganzen Strauss an Massnahmen, die die Politik bereits jetzt einsetzt, um die Kosten im Gesundheitsbereich zu dämpfen. «Es braucht alle», ruft Lévy auch zur Eigenverantwortung aller Versicherten auf.
Bei den Medikamenten seien es vor allem neue, patentgeschützte Medikamente, die zu grossen Kosten führen. Hier werde das BAG genau prüfen, ob diese tatsächlich von den Kassen vergütet werden müssen, beziehungsweise, ob sie tatsächlich einen Mehrnutzen gegenüber bestehenden Produkten haben.
14:06 Uhr
Donnerstag, 26. September
Abstimmungs-Werbespot und Einladung zum runden Tisch
Die Bundesrätin nutzt die Präsentation gleich für einen Werbespot über die einheitliche Finanzierung von ambulanten und stationären Leistungen im Bereich der Akutversorgung (Efas). Darüber stimmt das Stimmvolk im November ab. Das würde zu einer Kostensenkung führen, sagt die Bundesrätin.
Einmal mehr soll auch ein runder Tisch die Lösung bringen. Baume-Schneider will alle Parteien an einen Tisch bringen, um nach Lösungen gegen das Kostenwachstum zu suchen.
14:04 Uhr
Donnerstag, 26. September
Die Kosten sind stark gestiegen
Baume-Schneider nennt die stark gestiegenen Gesundheitskosten als Treiber für die steigenden Krankenkassenprämien. Dabei spielen neue medizinische Verfahren und Medikamente eine Rolle. Dieses Mal drücke aber auch die Teuerung durch.
14:01 Uhr
Donnerstag, 26. September
Die Medienkonferenz beginnt
Elisabeth Baume-Schneider muss einen heftigen Anstieg der Prämien verkünden. «Die mittlere Monatsprämie wird im kommenden Jahr 379 Franken betragen», sagt die Innenministerin. Die Schweiz habe ein sehr gutes Gesundheitssystem, dieses habe aber seinen Preis.
13:49 Uhr
Donnerstag, 26. September
Die Prämien steigen durchschnittlich um 6 Prozent
Der nächste Prämien-Schock ist Tatsache. Die mittlere Krankenkassenprämie wird im kommenden Jahr um 6 Prozent steigen. Das entspricht einem Anstieg von 21,60 Franken pro Person und Monat – oder rund 260 Franken pro Jahr.
Das sei eine Reaktion auf die steigenden Kosten. Neue Therapien, neue Medikamente und die Alterung der Gesellschaft würden sich zunehmend auf die Gesundheitskosten durchschlagen. Auch die Teuerung trage ihren Teil zum Kostenwachstum bei.
Die mittlere Prämie steigt in den Kantonen höchst unterschiedlich. Das grösste Wachstum gibt es erneut im Tessin: Im Südkanton steigt die durchschnittliche Prämie um 10,5 Prozent. Mit nur gerade 1,5 Prozent kommen Versicherte im Kanton Basel-Stadt gut weg – allerdings liegt dort die Prämie bereits deutlich über dem schweizerischen Durchschnitt. Ein anderer Ausreisser nach oben ist Glarus (plus 9,2 Prozent), ein tiefes Wachstum gibt es dagegen in Schaffhausen (plus 3,8 Prozent).
Die grosse Aufgabe, so heisst es in der Mitteilung des Bundesamts für Gesundheit (BAG), bleibe die Kostendämpfung. Derzeit seien mehrere Massnahmenpakete entweder im Parlament oder bald vor dem Volk (EFAS). (mg)
13:45 Uhr
Donnerstag, 26. September
Information um 14 Uhr
Klarheit über den Kostenanstieg gibt es um 14 Uhr. Dann tritt Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider vor die Medien und präsentiert die neuen Prämien. Für sie ist es eine Premiere. In den vergangenen Jahren war das stets ihr Vorgänger Alain Berset.
12:28 Uhr
Donnerstag, 26. September
Anpassungen bei der Franchise gefordert
Bereits vor der Bekanntgabe der Prämien ist in Bern ein wichtiger Entscheid für all die Versicherten gefallen. Der Ständerat will, dass die Mindestfranchise angepasst wird. Er hat eine Motion von Esther Friedli (SVP/SG) deutlich angenommen. Derzeit liegt die tiefstmögliche Franchise bei 300 Franken. Bis diese Grenze erreicht ist, bezahlt die versicherte Person die Kosten selbst. Die Schwelle wurde zuletzt 2004 angepasst.
Mit der Anpassung erhofft sich Mitte-rechts «mehr Eigenverantwortung und Gesundheitskompetenz», wie Friedli ausführte. Sprich: Sie versprechen sich, dass nicht mehr wegen Bagatellen zum Arzt gerannt wird, wenn die Konsultation selbst bezahlt werden muss. Wie hoch die Mindestfranchise sein soll, lässt Friedli in ihrem Vorstoss offen. Es sei am Bundesrat diesen Wert zu definieren. Eine Studie der Krankenkasse Helsana hat berechnet, dass eine Erhöhung um 200 auf mindestens 500 Franken ein Einsparpotenzial von bis zu 1,2 Milliarden Franken ergebe.
Von links gab es im Ständerat scharfen Gegenwind. Hier würden Fehlentwicklungen in der Gesundheitspolitik auf dem Buckel der älteren und chronisch-kranken Bevölkerung korrigiert. Baptiste Hurni (SP/NE) sprach von «einem Frontalangriff auf die Schwächsten». Auch der Bundesrat hatte sich aber für eine Anpassung ausgesprochen. Nun geht das Geschäft in den Nationalrat. Dort hat Diana Gutjahr (SVP/TG) einen gleichlautenden Vorstoss eingereicht. (mg)
11:30 Uhr
Donnerstag, 26. September
Anstieg von über 5 Prozent wird erwartet
Bislang gehen Prognosen von einem weiteren Anstieg im mittleren einstelligen Prozentbereich aus. Der Krankenkassenverband Santésuisse beispielsweise rechnet für kommendes Jahr mit einem Prämienanstieg um mindestens fünf Prozent, wie er bereits früher mitgeteilt hat. Höher liegt die Prognose des Online-Vergleichsdienst Comparis mit einem Plus von sechs Prozent. Gleich mit plus sieben Prozent rechnet dessen Konkurrent Bonus.ch.
11:00 Uhr
Donnerstag, 26. September
Mit diesen Tipps sparen Sie viel Geld
Die jährlichen Prämienanstiege stellen viele Personen und Familien vor finanziellen Herausforderungen. Wir haben Ihnen fünf Tipps zusammengestellt, wie Sie als Versicherte mit einfachen Kniffen bei den Prämien rasch mehrere hundert Franken pro Jahr sparen können. Dazu gehört unter anderem die Wahl der richtigen Franchise.
10:30 Uhr
Donnerstag, 26. September
2024 stiegen die Prämien um über 8 Prozent
Für das laufende Jahr hat der damalige Innenminister Alain Berset eine Erhöhung der Krankenkassenprämien von durchschnittlich 8,7 Prozent angekündigt . Dabei gab es aber grosse regionale Unterschiede. Das tiefste Kostenwachstum verzeichnen die Kantone Appenzell Innerrhoden und Basel-Stadt. Dort steigt die mittlere monatliche Prämie um 6,5 Prozent. Den stärksten Anstieg verzeichnet das Tessin: Im südlichen Kanton klettern die Prämien um 10,5 Prozent.
Auch für dieses Jahr wird wieder mit grossen Unterschieden von Kanton zu Kanton gerechnet.
10:14 Uhr
Donnerstag, 26. September
Darum steigen die Prämien
Die Versicherer passen ihre Prämien jeweils den Gesundheitskosten an. Diese sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Gleichzeitig hat die Politik Druck auf die Krankenkassen gemacht, damit diese ihre Reserven abbauen. Genau diese Reserven fehlen nun aber. Mit diesen könnten die Krankenkassen die Erhöhungen abfedern. Bei den Reserven handelt es sich um Gewinne, die Krankenkassen in der Grundversicherung erzielen.
