Das Ja-Wort hat seinen Preis. Rund 300 Franken müssen Heiratswillige auf dem Standesamt mindestens hinblättern, wollen sie eine Ehe schliessen. Und künftig wird es noch etwas mehr sein.
Der Grund für den Aufschlag: Die heutigen Gebühren, die die Standesämter erheben und vom Bundesrat festgelegt werden, sind bei Weitem nicht kostendeckend. Auf Pochen des Parlaments – und der Zivilstandsämter – handelt die Regierung nun und passt die Preise an.
Zu spüren bekommen die höheren Gebühren vor allem Paare, die heiraten wollen. Über 100 Franken mehr soll die standesamtliche Trauung kosten – im Minimum. Wer sich ausserhalb des Standesamts trauen lassen will, zahlt neu 200 statt 50 Franken drauf. Das ist der Vorschlag des Bundesrats, der nun in die Vernehmlassung geht.
Auch eine Namensänderung wird teurer
Nicht nur das Heiraten soll demnach teurer werden. Das Ändern des Geschlechts mit verbundener Namensänderung kostet künftig 100 Franken. Heute sind es 75 Franken.
Geburtsurkunden, Familienscheine und andere Dokumente kosten künftig zudem auch wegen eines neuen Zuschlags mehr, mit dem der Bund die Kosten fürs elektronische Zivilstandsregister decken will. Sechs Millionen Franken soll die neue Gebühr in die Bundeskasse spülen.
Der Preisüberwacher hatte vergebens den Verzicht auf diese Gebühr gefordert, die aus seiner Sicht nicht gerechtfertigt ist. Dafür habe man erreicht, dass andere Gebühren weniger stark erhöht werden als vom Bundesrat ursprünglich geplant, teilte die Behörde vergangenen Mai mit. Auch habe man verhindern können, dass die Gebühren automatisch an die Teuerung angepasst werden.
