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Hantavirus-Newsblog

US-Passagier und Französin positiv auf Hantavirus getestet ++ Experte: «Keine Pandemiegefahr»

Auf einem Kreuzfahrtschiff sind drei Menschen mutmasslich am Hantavirus gestorben. Eine Person aus der Schweiz ist ebenfalls daran erkrankt. Alle Entwicklungen im Newsblog.

10:50 Uhr

Montag, 11. Mai

Nach Kreuzfahrt: Französin positiv auf Hantavirus getestet

Eine ausgeflogene Französin ist nach dem Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff «Hondius» positiv auf das Hantavirus getestet worden. Der Zustand der Frau habe sich in der Nacht verschlechtert, sagte Frankreichs Gesundheitsministerin Stéphanie Rist im Sender France Inter. Die Tests der anderen vier ausgeflogenen Passagiere aus Frankreich seien bisher negativ ausgefallen. Weitere Tests würden folgen. Bis auf Weiteres seien alle fünf in speziell eingerichteten Zimmern in einem Krankenhaus isoliert. (dpa)

06:10 Uhr

Montag, 11. Mai

«Keine Gefährdung oder Pandemiegefahr»

Trotz des Hantavirus-Ausbruchs auf einem Kreuzfahrtschiff sieht der Chef des deutschen Robert Koch-Instituts keine Gefahr für die Bevölkerung. Das Virus könne Menschen sehr krank machen, sagte Lars Schaade im ZDF-«heute journal». «Aber die gute Nachricht ist eigentlich, das ist kein Virus, das sich verbreitet. Und insofern kann ich, glaube ich, sagen: Ich sehe eigentlich keine Gefährdung für die Bevölkerung in Deutschland und auch keine Pandemiegefahr.»

Mit Blick auf den Vergleich mit dem Coronavirus sagte Schaade: «Das ist ein ganz anderes Virus, und die Gefahr ist überhaupt nicht vergleichbar.» Man kenne das Virus schon sehr lange und könne es deshalb sehr gut einschätzen. Das Coronavirus sei damals ein neues Virus mit spezifischen Eigenschaften gewesen. «Hier haben wir ein Virus, das wir seit 31 Jahren kennen.» (dpa)

06:08 Uhr

Montag, 11. Mai

US-amerikanischer «Hondius»-Passagier positiv auf Hantavirus getestet

Einer der 17 von dem Kreuzfahrtschiff «Hondius» evakuierten US-Passagiere ist positiv auf das Hantavirus getestet worden. Die Person zeige jedoch keine Symptome, teilten US-Gesundheitsbehörden am späten Sonntagabend mit. Die 17 Passagiere wurden nach der Ankunft der «Hondius» auf der kanarischen Insel Teneriffa von dort aus mit einem Charterflug evakuiert. Das Flugzeug soll am frühen Montagmorgen in Omaha im US-Bundesstaat Nebraska landen.

Die US-Bürger sollen zunächst an die Universität von Nebraska gebracht werden, die über eine staatlich finanzierte Quarantäneeinrichtung verfügt, um zu prüfen, ob sie engen Kontakt zu symptomatischen Personen hatten und welches Risiko für die Verbreitung des Virus besteht. Der infizierte Passagier werde nach der Ankunft in eine Infektionskontrolleinheit gebracht, erklärte Kayla Thomas, Sprecherin des Nebraska Medical Centers. (dpa)

19:47 Uhr

Sonntag, 10. Mai

Symptome auf Rückflug - Frankreich isoliert Kreuzfahrtgäste

Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff «Hondius» soll einer der ausgeflogenen fünf französischen Passagiere auf dem Rückflug von Teneriffa nach Paris Symptome gezeigt haben. Wie Frankreichs Premierminister Sébastien Lecornu mitteilte, wurden daher alle fünf Passagiere sofort bis auf Weiteres unter strenge Quarantäne gestellt. Sie würden medizinisch versorgt und würden Tests sowie einer medizinischen Untersuchung unterzogen. Welche Symptome der Passagier entwickelt haben soll, präzisierte der Premierminister nicht.

«Noch heute Abend werde ich ein Dekret erlassen, das es ermöglicht, geeignete Isolationsmassnahmen für Kontaktpersonen zu ergreifen und die allgemeine Bevölkerung zu schützen», kündigte der Premierminister an. (dpa)

17:06 Uhr

Sonntag, 10. Mai

Deutsche Passagiere sollen in Quarantäne

Die evakuierten deutschen Passagiere vom Kreuzfahrtschiff «Hondius» sollen nach dem Hantavirus-Ausbruch an Bord in Quarantäne kommen. Sie werden nach ihrer Ankunft am Sonntagabend in den Niederlanden von Spezialisten in Empfang genommen, wie das Gesundheitsministerium in Potsdam mitteilte. Zuständig sei der Ständige Arbeitskreis der Kompetenz- und Behandlungszentren für Krankheiten durch hochpathogene Erreger (STAKOB). Anschliessend sollen sie nach Deutschland gebracht werden.

Zu Beginn der kommenden Woche kommen sie den Angaben zufolge dann in die jeweiligen Bundesländer zur Quarantäne, die nach den Anordnungen der jeweiligen Gesundheitsämter erfolgt.

Vier deutsche Passagiere sollen zunächst nach Frankfurt gebracht werden, wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr. Für den Transport wurden Einsatzkräfte der Feuerwehr Essen und der Feuerwehr Frankfurt angefordert. Sie sollen noch am Sonntag die vier Passagiere am Militärflughafen in Eindhoven abholen. Anschliessend geht es in einem sogenannten Sonderisoliertransport nach Frankfurt.

Alle vier hätten momentan keine Symptome, hiess es. Sollte sich daran während des Flugs noch etwas ändern, würde der betroffene Patient zur Uniklinik Düsseldorf gebracht werden. Dort ist auf der Infektionsstation bereits eine 65-Jährige. Die Frau war ebenfalls auf der «Hondius» und hatte dort nach Angaben der Behörden engen Kontakt mit einer Patientin, die an Bord mit einer Hantavirus-Infektion starb. (dpa)

14:19 Uhr

Sonntag, 10. Mai

Schutzmassnahmer bei der Evakuierung sind extrem

Auf Teneriffa hat die Evakuierung der vom Hantavirus-Ausbruch betroffenen Passagiere und Crewmitglieder begonnen. Die Schutzmassnahmen sind extrem - ein ausführlicher Korrespondentenbericht von Manuel Meyer aus Madrid. (cwu)

Mehr zum Thema:

14:01 Uhr

Sonntag, 10. Mai

Hantavirus: Erste «Hondius»-Passagiere ausgeflogen

Die Evakuierung der Menschen an Bord des von einem Hantavirus-Ausbruch betroffenen Kreuzfahrtschiffs ist in Teneriffa unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen und ohne Probleme angelaufen. Erste Passagiere und Crewangehörige wurden bereits wenige Stunden nach der Einfahrt der «Hondius» in den Hafen Granadilla im Süden der Urlaubsinsel in kleineren Gruppen in Booten an Land gebracht, anschliessend in Bussen zum nahegelegenen Flughafen Tenerife Sur gefahren und ausgeflogen. Zunächst wurden die 14 spanischen Staatsbürger an Bord ausgeschifft, darunter 13 Passagiere und ein Crewmitglied. Sie trugen Schutzkleidung und Masken und wurden mit zwei Bussen der Militärischen Nothilfeeinheit UME zum Flughafen gebracht. Von dort startete ihre Maschine nach Madrid. In der spanischen Hauptstadt sollen sie in einem Militärkrankenhaus gemeinsam mit einem Experten der Weltgesundheitsorganisation WHO unter Quarantäne gestellt werden.

Vor Beginn der Ausschiffung waren Ärzte an Bord gegangen, um eine epidemiologische Untersuchung durchzuführen. Die gute Nachricht des Tages: Alle Passagiere und Besatzungsmitglieder seien ohne Krankheitssymptome, teilte die spanische Gesundheitsministerin Mónica García vor Journalisten am Hafen mit. (dpa)

12:27 Uhr

Sonntag, 10. Mai

Erste Passagiere verlassen die «Hondius»

Nach der Ankunft vor der Kanareninsel Teneriffa haben am Sonntag die ersten Menschen das von einem Hantavirus-Ausbruch betroffene Kreuzfahrtschiff «Hondius» verlassen. Ein Journalist der Nachrichtenagentur AP sah, wie mehrere Personen an Land gebracht wurden. Nach Angaben der spanischen Behörden, der Weltgesundheitsorganisation und der Kreuzfahrtgesellschaft Oceanwide Expeditions zeigt aktuell niemand der mehr als 140 Menschen an Bord der «Hondius» Symptome einer Infektion.

Das spanische Gesundheitsministerium teilte mit, spanische Staatsbürger würden als Erste das Schiff verlassen. Sie sollten in kleinen Booten, die jeweils fünf bis zehn Personen fassen, an Land gebracht werden. Das Kreuzfahrtschiff erreichte Teneriffa am frühen Sonntagmorgen, nachdem es die Kap Verden am 6. Mai verlassen hatte. Seit dem Ausbruch sind drei Menschen gestorben, und fünf Passagiere, die das Schiff bereits verlassen haben, sind mit dem Hantavirus infiziert – einem Erreger, der lebensbedrohliche Erkrankungen hervorrufen kann. Jeder Passagier und jedes Besatzungsmitglied, das von Bord geht, wird auf Symptome untersucht und erst dann an Land gebracht, wenn Evakuierungsflüge bereitstehen, um die Reisenden an ihre Zielorte zu bringen. Die Evakuierungsflüge sollten bis Montag abgeschlossen sein, teilten spanische Behörden und die WHO mit. (dpa)

11:34 Uhr

Sonntag, 10. Mai

Hantavirus: London lässt Helfer mit Fallschirm abspringen

Wegen eines Hantavirus-Verdachtsfalls hat die britische Regierung Helfer, die per Fallschirm von einem Flugzeug absprangen, auf eine Insel im Südatlantik gebracht. Zudem wurde medizinisches Material abgeworfen. Die Insel Tristan da Cunha ist das entlegenste britische Überseegebiet und kann gewöhnlich nur per Schiff erreicht werden. Sie hat nur 221 Einwohner. Die britische Gesundheitsbehörde UKHSA hatte zuvor einen Verdachtsfall auf Tristan da Cunha gemeldet. Nach Angaben des Ministeriums handelt es sich um einen Passagier der «Hondius», der auf der Insel lebt und dort von Bord gegangen sein soll.

Die Gruppe bestehe aus sechs Fallschirmjägern und zwei Militärmedizinern, teilte das Verteidigungsministerium in London mit. Beinahe zeitgleich sei medizinisches Material abgeworfen worden. Es handle sich um den ersten Einsatz dieser Art, so die Mitteilung. Sauerstoffvorräte gingen zur Neige. Bei zwei weiteren britischen Passagieren der «Hondius» wurde eine Infektion mit dem Hantavirus bereits bestätigt, sie werden in Krankenhäusern in Südafrika und den Niederlanden behandelt. Die weiteren Briten an Bord seien bislang symptomfrei und würden mit Charterflügen nach Grossbritannien gebracht, so die Mitteilung. Sie werden demnach nach ihrer Ankunft 45 Tage lang isoliert. Die «Hondius» hatte am Sonntagmorgen auf Teneriffa angelegt. (dpa)

10:25 Uhr

Sonntag, 10. Mai

Niederlande fliegen deutsche Passagiere der «Hondius» heim

Kurz nach der Ankunft des von einem Ausbruch des Hantavirus betroffenen Kreuzfahrtschiffes auf Teneriffa haben sich Ärzte an Bord der «Hondius» begeben. Das medizinische Personal werde nun auf dem Schiff die epidemiologische Untersuchung durchführen, teilte das spanische Gesundheitsministerium in Madrid mit. Erst nachdem die Menschen an Bord auf akute Krankheitssymptome untersucht wurden, sollen alle Passagiere und zahlreiche der Crewmitglieder nach und nach ausgeschifft und anschliessend auf dem Luftwege in ihre jeweiligen Heimatländer gebracht werden.

Klar ist nun auch, wie es mit den verbliebenen deutschen Passagieren vor Ort weitergeht: Gesundheitsministerin Mónica García sagte vor Journalisten, man werde zunächst die 14 Spanier an Bord ausschiffen und nach Madrid bringen. «Der nächste Staat, der die Evakuierung übernehmen wird, sind die Niederlande. Sie werden ebenfalls Staatsbürger aus Deutschland, Belgien und Griechenland sowie einen Teil der Besatzung mitnehmen», erklärte sie. (dpa)

06:54 Uhr

Sonntag, 10. Mai

Von Virusausbruch betroffenes Schiff in Teneriffa angekommen

Das von einem Ausbruch des Hantavirus betroffene Kreuzfahrtschiff «Hondius» ist in den Hafen von Granadilla im Süden der spanischen Urlaubsinsel Teneriffa eingefahren. Live-Aufnahmen des staatlichen Fernsehsenders RTVE zeigten die Ankunft des Schiffes am frühen Morgen. Von Granadilla aus sollen die Menschen an Bord der «Hondius», darunter mehrere Deutsche, unter strengen Sicherheitsvorkehrungen zu einem nahegelegenen Flughafen gebracht und sofort in ihre Heimatländer geflogen werden.

Spaniens Gesundheitsministerin Mónica García, Innenminister Fernando Grande-Marlaska und der Chef der Weltgesundheitsorganisation WHO waren eigens auf die Insel gekommen, um die komplizierte Aktion zu überwachen. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus versicherte, dass es sich beim Hantavirus nicht um einen mit dem Coronavirus vergleichbaren Erreger handele. In einer Botschaft direkt an die Bevölkerung von Teneriffa betonte er: «Das ist nicht ein neues Covid.» Das Risiko für die Menschen auf der Insel sei gering - zumal auf dem Kreuzfahrtschiff kein neuer Verdachtsfall aufgetreten sei. (dpa)

Mehr zum Thema:

06:30 Uhr

Sonntag, 10. mai

Wie hoch ist die Gefahr einer Ausbreitung in Europa?

Selbst wenn es zu einer Übertragung des Andesvirus durch Passagiere käme, die vom Schiff evakuiert wurden, sei das Virus nicht leicht weiter übertragbar, «sodass es unwahrscheinlich ist, dass es zu vielen Infektionsfällen oder einem grossflächigen Ausbruch in der Bevölkerung käme», erklärt die EU-Gesundheitsbehörde ECDC. Das Risiko für die Allgemeinbevölkerung in der EU durch eine Ausbreitung des Andesvirus infolge des Ausbruchs auf dem Kreuzfahrtschiff «ist sehr gering». (dpa)

06:28 Uhr

Sonntag, 10. Mai

Schiff soll in Niederlanden desinfiziert werden

Wenn die Ausschiffung der Passagiere auf Teneriffa abgeschlossen ist, soll die «Hondius» mit einer Restbesatzung ihre Fahrt in die Niederlande fortsetzen. Die Leiche einer an Bord während der Kreuzfahrt gestorbenen Deutschen werde nicht auf Teneriffa an Land gebracht, heisst es. Die Desinfektion des Schiffes erfolgt in Absprache mit den Niederlanden erst dort. Nach den jüngsten Angaben der WHO gibt es sechs bestätigte Hantavirus-Fälle und zwei Verdachtsfälle. Drei dieser acht Personen sind gestorben. (dpa)

06:23 Uhr

Sonntag, 10. Mai

Hantavirus-Ausbruch: Schiffsreisende auf Teneriffa erwartet

Auf der Insel Teneriffa wird am frühen Sonntagmorgen die Ankunft des von einem Hantavirus-Ausbruch betroffenen Kreuzfahrtschiffs «Hondius» erwartet. Von dort aus sollen die Menschen an Bord in ihre Heimatländer ausgeflogen werden sollen. Dann endet für die knapp 150 Menschen an Bord des niederländischen Schiffs eine 40-tägige Odyssee, die am 1. April in Ushuaia im Süden Argentiniens begann und unterwegs eine dramatische Wendung nahm. Das Risiko für die Menschen auf der Insel sei gering, zumal auf der «Hondius» kein neuer Verdachtsfall aufgetreten sei, schrieb der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, in einer Veröffentlichung, mit der er sich direkt an die Bevölkerung von Teneriffa wandte.

Die Passagiere werden laut Tedros im Industriehafen von Granadilla an Land gebracht, in versiegelten Fahrzeugen über einen vollständig abgesperrten Korridor eskortiert und direkt in ihre Herkunftsländer zurückgeführt. «Sie werden keinen Kontakt zu ihnen haben – ebenso wenig wie Ihre Familien», versicherte Tedros der Bevölkerung Teneriffas. Auf der Insel waren in den vergangenen Tagen erhebliche Bedenken gegen die Ankunft des Schiffes laut geworden. Viele Menschen fühlten sich an die Corona-Pandemie erinnert. Der WHO-Direktor beschwichtigte jedoch erneut, dass es sich bei dem aufgetretenen Hantavirus nicht um ein mit Corona vergleichbares Virus handelt.

Die «Hondius» werde am Sonntagmorgen zwischen 4.00 und 6.00 Uhr Ortszeit (5.00 und 7.00 Uhr MESZ) vor dem Hafen von Granadilla im Süden von Teneriffa erwartet, kündigte García an. Etwa zweieinhalb Stunden später solle damit begonnen werden, alle Gäste und einen Teil der Crew in kontrollierten Gruppen von Bord zu holen und danach «unverzüglich zu den ihnen zugewiesenen Flugzeugen» zu bringen. Vorher würden alle Passagiere noch an Bord auf Krankheitssymptome geprüft, erklärte García. Die Koffer müssten bis auf ein leichtes Handgepäck an Bord bleiben. (dpa)

19:01 Uhr

Samstag, 9. Mai

Heimreise der Passagiere ist gesichert

Die Heimreise der europäischen Passagiere des von einem Hantavirus-Ausbruch betroffenen Kreuzfahrtschiffs «Hondius» von Teneriffa aus ist nach Angaben des spanischen Innenministers gesichert. «Ich kann bestätigen, dass die Rückführungsflüge nach Frankreich, Deutschland, Belgien, Irland und in die Niederlande bereits geplant sind», sagte Fernando Grande-Marlaska bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Gesundheitsministerin Mónica García in Madrid.

Wenn die Ausschiffung abgeschlossen ist, solle die «Hondius» mit einer Restbesatzung ihre Fahrt in die Niederlande fortsetzen. Der Leichnam einer an Bord während der Kreuzfahrt gestorbenen Deutschen werde nicht auf Teneriffa an Land gebracht. Die Desinfektion des Schiffs erfolge in Absprache mit den Niederlanden dort, betonte die spanische Gesundheitsministerin. (dpa)

18:38 Uhr

Samstag, 9. Mai

Argentinien: Ansteckung nicht in Feuerland

Wo sich die Passagiere der «Hondius» mit dem Virus infiziert haben, ist noch immer unklar. Nach Einschätzung der örtlichen Behörden in Argentinien liegt der Ursprung des Hantavirus-Ausbruchs auf dem Kreuzfahrtschiff nicht in der argentinischen Provinz Tierra del Fuego (Feuerland). «Die Wahrscheinlichkeit, dass die Ansteckung hier erfolgte, liegt praktisch bei null», sagte der Direktor für Epidemiologie im Gesundheitsministerium der Provinz im äussersten Süden des Landes, Juan Petrina.

Das niederländische Paar, das an der Infektion starb, war nach Angaben des Gesundheitsministeriums von Tierra del Fuego nach einer monatelangen Reise durch ganz Argentinien, Chile und Uruguay am 29. März in der Provinzhauptstadt Ushuaia eingetroffen und hatte sich am 1. April auf der «Hondius» eingeschifft. Bereits am 6. April hätten die beiden erste Symptome gezeigt, die Inkubationszeit des Hantavirus betrage allerdings mindestens zwei bis drei Wochen. «Diese Zeiten passen nicht zu einer Ansteckung in Tierra del Fuego», sagte Petrina. (dpa)

16:27 Uhr

Samstag, 9. mai

WHO-Chef beruhigt Menschen auf Teneriffa

Der Direktor der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat erneut versichert, dass es sich beim Hantavirus nicht um ein mit Corona vergleichbares Virus handelt. «Das ist nicht ein neues Covid», schrieb WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in einer Veröffentlichung, mit der er sich direkt an die Bevölkerung von Teneriffa wandte. Das Risiko für die Menschen auf der Insel sei gering - zumal auf dem Kreuzfahrtschiff «Hondius» kein neuer Verdachtsfall aufgetreten sei, so Tedros.

Die «Hondius» wird am Sonntagmorgen zwischen 4.00 und 6.00 Uhr Ortszeit (5.00 und 7.00 Uhr MESZ) vor dem Hafen von Granadilla im Süden von Teneriffa erwartet. Die Ausschiffung der Menschen soll bei Tageslicht beginnen.

Die Passagiere werden laut Tedros im Industriehafen von Granadilla, weit entfernt von Wohngebieten, in versiegelten und bewachten Fahrzeugen durch einen vollständig abgesperrten Korridor an Land gebracht und direkt in ihre Heimatländer zurückgeführt. «Sie werden ihnen nicht begegnen. Ihre Familien werden ihnen nicht begegnen», so der WHO-Chef, der bei der Aktion persönlich dabei sein will. (dpa)

12:58 Uhr

Samstag, 9. mai

Ein Crewmitglied des Kreuzfahrtschiffs Hondius ist Schweizer

Zurzeit ist das Kreuzfahrtschiff Hondius vor der Küste Afrikas unterwegs Richtung Kanarische Inseln. An Bord befinden sich noch 88 Passagiere und 61 Crewmitglieder – eines davon sei ein Schweizer Bürger, sagt Anne Lévy, die Direktorin des Bundesamts für Gesundheit (BAG). «Er hat zum Glück keine Symptome, es geht ihm gut», so Lévy. Der Mann gelte als Kontaktperson, weil er an Bord Kontakt hatte zu Infizierten. (SRF)

10:59 Uhr

Samstag, 9. Mai

Schweizer Patient: Andes-Variante des Hantavirus bestätigt

Im Falle des Schweizer Patienten, der sich nachweislich mit der Andes-Variante des Hantavirus infiziert hatte, wurde nun die vollständige Sequenz auf der Plattform virlogical.org online gestellt. Nach einer ersten Auswertung kommentiert die Baseler Forscherin Emma Hodcroft in dem Expertenforum bei virological.org, dass es scheine, dass keine Neusortierung stattgefunden habe. Das bedeutet, dass es sich bei dem Virus um die bereits bekannte Andes-Variante handelt. Diese hat sich bisher offensichtlich nicht so stark verändert, dass sich ihr Infektionsverhalten von früheren lokalen Ausbrüchen mit Mensch-zu-Mensch- Übertragung unterscheiden würde.

Der infizierte Schweizer war im April mit der MV Hondius verreist, verliess das Kreuzfahrtschiff aber bereits am 24. April. Nachdem er vom Schiffsbetreiber kontaktiert wurde, meldete er sich im Züricher Universitätskrankenhaus. Dort wurde am 5. Mai die Infektion mit dem Andes-Virus bestätigt. Das Virus konnte aus Blutproben des Patienten vollständig sequenziert werden.

Bei der Andes-Variante des Virus gibt es Hinweise auf eine mögliche Mensch-zu-Mensch-Übertragung. Dazu sei ein sehr enger Kontakt zu Infizierten nötig, beispielsweise zwischen Haushaltsmitgliedern oder bei pflegenden Personen. Die WHO sieht das Risiko für die Bevölkerung weiterhin als gering an. (Science Media Center Germany)

06:20 Uhr

Samstag, 9. Mai

Hantavirus: Schiff soll Sonntagmorgen in Teneriffa ankommen

Das von einem Hantavirus-Ausbruch betroffene Kreuzfahrtschiff «Hondius» soll laut dem Betreiber voraussichtlich am Sonntagmorgen im Hafen von Granadilla auf Teneriffa ankommen. Die Planungen für die Ankunft, inklusive Untersuchungen und Quarantäne-Prozeduren, würden von verschiedenen Organisationen verantwortet, darunter die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sowie niederländische und spanische Gesundheitsbehörden, teilte der Veranstalter Oceanwide Expeditions am Freitagabend mit. Der Betreiber erklärte, derzeit zeige niemand auf der «Hondius» Symptome. Nach dem Anlegen in dem Hafen der spanischen Insel vor der Westküste Afrikas lägen die medizinischen Schritte und die mögliche Heimreise der Passagiere in der Hand der Behörden. Oceanwide Expeditions sei dann nicht mehr involviert.

Das Schiff war am Mittwochabend von Kap Verde in Richtung der Kanarischen Inseln aufgebrochen. Zu dem Zeitpunkt gab der Betreiber für die Überfahrt eine voraussichtliche Dauer von drei bis vier Tagen an. Ursprünglich hatte die «Hondius» ihre Reise Anfang April im Süden Argentiniens begonnen. Die WHO sprach in einem Update am späten Freitagabend von sechs bestätigten Hantavirus-Fällen und zwei Verdachtsfällen. Drei dieser acht Personen sind gestorben. Bei ihnen handelt es sich um ein älteres Ehepaar aus den Niederlanden und eine Frau aus Deutschland.

In Deutschland wird in der Uniklinik Düsseldorf (UKD) eine Passagierin untersucht, die neben zwei kranken Crew-Mitgliedern ausgeflogen wurde. Wegen der langen Inkubationszeit könnten die Ärzte erst nach acht Wochen Entwarnung geben, erklärte der UKD-Bereichsleiter Tropenmedizin, Torsten Feldt. Man könne nur sagen, dass die Kontaktperson derzeitig keine aktive Infektion habe. Die WHO hat wiederholt betont, dass es sich bei dem Hantavirus-Ausbruch um eine ernste Entwicklung handle, aber keinesfalls um den Beginn einer Pandemie. (dpa)

19:55 Uhr

Freitag, 8. Mai

Leiche von niederländischer Frau überstellt

Die Leiche einer nach einem Hantavirus-Ausbruch verstorbenen Niederländerin ist in ihr Heimatland überführt worden. Wie ein Sprecher des südafrikanischen Gesundheitsministeriums, Foster Mogale, der Nachrichtenagentur AP am Freitag sagte, wurde die Verstorbene am Donnerstag mit einem KLM-Flug von Johannesburg in die Niederlande gebracht. Tests an der Leiche ergaben, dass auch sie mit dem Hantavirus infiziert war. (dpa)

16:46 Uhr

Freitag, 8. Mai

Kontakt zu Hantavirus-Fall: Person aus Genf in Isolation

Eine Person aus Genf befindet sich zurzeit in häuslicher Isolation. Dies berichtet der Blick. Die Person soll Kontakt zu einer anderen Person gehabt haben, die am Hantavirus erkrankt war. Wie Simon Ming, BAG-Mediensprecher, auf Anfrage der Zeitung erklärt, soll es «auf dem Flug von St. Helena nach Johannesburg» zum Kontakt gekommen sein. (fan)

12:32 Uhr

Freitag, 8. Mai

Kontaktverfolgung nach Zürcher Hantavirus-Fall aktiviert

Nach der Aufnahme eines Hantavirus-Patienten in Zürich läuft laut der Weltgesundheitsorganisation in der Schweiz derzeit die rückwirkende Kontaktverfolgung. Die Behörden haben entsprechende Massnahmen eingeleitet.

Dieser Prozess brauche Zeit, sagte Abdirahman Mahamud von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Donnerstag vor den Medien in Genf. Jedes Land verfolge dabei einen eigenen Ansatz. Die WHO werde voraussichtlich heute Freitag entsprechende Richtlinien veröffentlichen. (watson)

11:08 Uhr

Freitag, 8. Mai

Kanaren bereiten Evakuierung von Passagieren der «Hondius» vor

Die Behörden auf den Kanarischen Inseln bereiten sich auf die Ankunft des von einem Hantavirus-Ausbruch heimgesuchten Kreuzfahrtschiffes «Hondius» vor. Die mehr als 140 Passagiere und Besatzungsmitglieder sollten vorsichtig von Bord geholt werden, teilten die Behörden der zu Spanien gehörenden Region am Freitag mit.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat es an Bord der «Hondius» acht Krankheitsfälle gegeben. Bei fünf wurde das Hantavirus durch Labortests bestätigt. Drei Erkrankte starben, unter ihnen eine Deutsche. Das Schiff lag tagelang in Kap Verde vor der westafrikanischen Küste fest. Mehrere Erkrankte und Verdachtsfälle wurden von Bord geholt und ausgeflogen. Nach Angaben der Kreuzfahrtgesellschaft Oceanwide Expeditions vom Donnerstag zeigte keiner der an Bord verbliebenen Menschen Symptome.

Die «Hondius» nahm schliesslich Kurs auf die Kanarischen Inseln, wo sie für Samstag oder Sonntag erwartet wurde. Die Leiterin der spanischen Notfalldienste, Virginia Barcones, sagte am Donnerstag, die Menschen sollten nach der Ankunft vollständig isoliert werden. Die USA und Grossbritannien hätten angekündigt, Landsleute auszufliegen.

Das Hantavirus wird hauptsächlich durch Kontakt mit Nagetieren oder deren Urin, Speichel oder Kot übertragen, insbesondere wenn diese Stoffe aufgewirbelt werden und in die Luft gelangen, wo sie eingeatmet werden können. Menschen setzen sich dem Hantavirus vor allem beim Reinigen geschlossener Räume mit geringer Belüftung aus, in denen Mäusekot herumliegt. Tests bestätigten, dass sich mindestens fünf Menschen an Bord der «Hondius» mit einem in Südamerika vorkommenden Hantavirus-Typ infiziert hatten. Dieser Virenstamm ist die einzige bekannte Variante des Hantavirus, die von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. (dpa)

09:42 Uhr

Freitag, 8. Mai

Hasenhüttl lag mit Hantavirus auf Intensivstation

Der frühere Leipziger und Wolfsburger Bundesliga-Trainer Ralph Hasenhüttl hat von seiner Infektion mit dem Hantavirus und dem folgenden Überlebenskampf berichtet. Nach einer Mountainbike-Tour während eines Trainingslagers im Sommer 2012 mit dem VfR Aalen, den Hasenhüttl gerade in die 2. Fussball-Bundesliga geführt hatte, fühlte sich der Österreicher schlapp.

Ralph Hasenhüttl war bis im Mai 2025 Trainer des VFL Wolfsburg.
Bild: EPA

«Ich legte mich ins Bett, und da fingen die Kopfschmerzen an. Es fühlte sich an, als stecke eine Nadel in meinem Kopf. Dann bemerkte ich starke Rückenschmerzen. Es fühlte sich an, als stecke ein Messer in meinem Rücken», sagte der 58-Jährige dem «Daily Mirror» aus England.

Laut den Ärzten hatten sich Hasenhüttls Leber und Nieren durch das Hantavirus derartig vergrössert, dass diese auf andere Organe drückten. Das von Nagetieren getragene Virus sorgt nach einem Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff «Hondius» gerade weltweit für Schlagzeilen. Drei Menschen starben bisher, viele weitere sind infiziert.

Ursache Terrassenreinigung?

Hasenhüttl verbrachte zwei Wochen auf der Intensivstation. «Ich war so lange weg und wusste nicht, wann ich zurückkehren würde. Mein Herzschlag weckte mich auf, so intensiv war er. Ich spürte einfach dieses Pochen in meiner Brust», berichtete der Ex-Nationalspieler. Ihm wurde mitgeteilt, dass es keine sofortige Heilung gebe. Man müsse warten, bis der Körper Antikörper bilde.

«Es war einfach ein Geduldspiel», sagte Hasenhüttl. «Ich versuchte, schlechte Gedanken zu verdrängen, weil ich mich jung, gesund und stark fühlte. Ich dachte: Warum sollte ich an einem Virus sterben?»

Später machte Hasenhüttl offenbar die Ursache für die Infektion aus: Er hatte seine Terrasse gefegt. «Ich habe die Terrasse ohne Maske gereinigt und ich denke, ich habe den Staub eingeatmet», berichtete Hasenhüttl. «Es dauert etwa zwei bis drei Wochen, bis es ausbricht und sich Symptome zeigen.» (dpa)

06:25 Uhr

Freitag, 8. Mai

Deutsche Kontaktperson weiter in Klinik

Der Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff «Hondius» beschäftigt weiterhin die Gesundheitsbehörden in mehreren Ländern. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurde das Hantavirus inzwischen bei fünf Infizierten nachgewiesen, hinzu kommen weitere Verdachtsfälle. Bei dem Ausbruch starben bislang drei Menschen, ein älteres Ehepaar aus den Niederlanden sowie eine Frau aus Deutschland.

In der Uniklinik Düsseldorf wird derzeit eine Passagierin der «Hondius» untersucht, die neben zwei kranken Crew-Mitgliedern ausgeflogen wurde. Nach Angaben eines Kliniksprechers gibt es keine Hinweise auf eine Infektion bei ihr, aufgrund der sehr unterschiedlichen Inkubationszeit seien jedoch zusätzliche Untersuchungen erforderlich. Deshalb würden die Schutzmassnahmen vorsorglich aufrechterhalten, so der Sprecher.

Nach Angaben des niederländischen Aussenministeriums soll die 65-jährige Deutsche, die nun in der Uniklinik ist, in engem Kontakt mit der deutschen Frau gestanden haben, die an Bord gestorben war. (dpa)

18:46 Uhr

Donnerstag, 7. mai

WHO zum Hantavirus: «Das ist kein Start einer Covid-Pandemie»

Die Weltgesundheitsorganisation stuft die Gefahr des Hantavirus für die öffentliche Gesundheit als gering ein. Dies teilte die WHO an einer Pressekonferenz am Donnerstag mit und betonte: «Das ist nicht das Coronavirus.»

16:35 Uhr

Donnerstag, 7. mai

WHO bestätigt fünf Fälle

Nach dem Hantavirus-Ausbruch bei einer Kreuzfahrt hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) inzwischen fünf von acht Verdachtsfällen als offizielle Hantavirus-Fälle bestätigt. Bei den übrigen drei handelt es sich demnach weiter um Verdachtsfälle, wie WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus während einer Pressekonferenz sagte. Ausgehend von der Inkubationszeit des Andes-Typs des Virus von bis zu sechs Wochen, sei es möglich, dass noch weitere bestätigte Fälle hinzukommen könnten.

Obwohl es sich bei dem Ausbruch um einen ernsthaften Vorfall handle, stufe die WHO das Gesundheitsrisiko für die Öffentlichkeit als gering ein, sagte der WHO-Chef weiter. (dpa)

15:47 Uhr

Donnerstag, 7. mai

Fälle von Infektionen mit dem Hantavirus in Argentinien nehmen zu

Nach dem Ausbruch des Hantavirus mit mehreren Todesfällen auf einem Kreuzfahrtschiff im Atlantik versuchen Experten in Argentinien mit Hochdruck herauszufinden, ob das Virus dort seinen Ursprung hatte. Das Land hat zuletzt einen sprunghaften Anstieg von Hantavirus-Fällen verzeichnet, den viele lokale Gesundheitsexperten auf die sich beschleunigenden Auswirkungen des Klimawandels zurückführen. Argentinien, von wo aus die Kreuzfahrt in die Antarktis startete, wird von der Weltgesundheitsorganisation regelmässig als das Land mit der höchsten Inzidenz dieser seltenen, durch Nagetiere übertragenen Krankheit in Lateinamerika eingestuft.

Höhere Temperaturen weiten die Verbreitung des Virus Fachleuten zufolge unter anderem deshalb aus, weil sich Nagetiere, die das Hantavirus übertragen, in wärmeren und veränderten Ökosystemen an immer mehr Orten vermehren können. Menschen infizieren sich üblicherweise durch Kontakt mit Ausscheidungen der Nagetiere, beispielsweise über eingeatmeten Staub. (dpa)

15:47 Uhr

Donnerstag, 7. mai

Risiko für die Öffentlichkeit «gering»

Die WHO-Experten betonen, dass das Virus nicht mit Corona vergleichbar sei. Obwohl es sich um eine «ernste» Angelegenheit handle, stufe die WHO das Risiko für die öffentliche Gesundheit als «gering» ein. (watson)

15:43 Uhr

Donnerstag, 7. mai

WHO rechnet mit weiteren Fällen

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat am Donnerstag an einer Medienkonferenz über die Situation rund um das Hantavirus informiert.

Bislang seien acht Fälle gemeldet worden, darunter drei Todesfälle, sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus. Fünf davon seien bestätigte Fälle, während es sich bei den anderen drei um Verdachtsfälle handele, so der WHO-Chef. WHO-Expertin Maria Van Kerkhove sagt, dass weitere Fälle folgen könnten. Die WHO und verschiedene Länder seien dran, weiter Personen auf das Virus zu testen. (watson)

14:50 Uhr

Donnerstag, 7. Mai

Forscher in Argentinien gehen Ursprung von Hantavirus-Ausbruch nach

Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff «Hondius» suchen Forscher in Argentinien nach dem Ursprung der jüngsten Infektionen. Wissenschaftler des Forschungsinstituts Malbrán sollen in der im äussersten Süden des Landes gelegene Stadt Ushuaia Nagetiere einfangen und auf das Virus untersuchen, wie die argentinische Regierung mitteilte. Hantaviren werden meist durch infizierte Nager wie Ratten oder Mäuse übertragen. In der Provinz Feuerland, wo Ushuaia liegt, wurde seit Beginn der systematischen Erhebung vor 30 Jahren noch nie eine Hantavirus-Infektion registriert.

Die «Hondius» war am 1. April von Ushuaia aus in See gestochen. Auf dem Schiff wurden mittlerweile mehrere Infektionen mit dem Hantavirus bestätigt, drei Menschen starben. Nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) handelt es sich um den Anden-Typ des Virus, der bislang ausschliesslich in den argentinischen Provinzen Chubut, Río Negro und Neuquén sowie im Süden von Chile registriert wurde. Dieser Typ kann auch von Mensch auf Mensch übertragen werden. (dpa)

14:13 Uhr

Donnerstag, 7. Mai

Hantavirus: Länder suchen Passagiere der «Hondius»

Der Ausbruch des Hantavirus bei einer Kreuzfahrt löst in immer mehr Ländern Sorgen aus. Bei einem Zwischenstopp des Schiffes «Hondius» hatten noch nach dem ersten Todesfall 29 Passagiere das Schiff verlassen. Sie kamen aus etwa 12 Ländern, darunter auch Deutschland, teilte der Reiseveranstalter Oceanwide Expeditions mit.

Die Passagiere wurden den Angaben zufolge alle über den Ausbruch des Virus informiert und sollen nun von Gesundheitsbehörden kontrolliert werden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bekräftigt aber, dass die Infektionsgefahr klein sei und dass dies nicht mit dem Coronavirus zu vergleichen sei. Nur bei direktem und längerem Kontakt mit infizierten Menschen sei eine Ansteckung möglich. (dpa)

13:51 Uhr

Donnerstag, 7. Mai

Hantavirus-Kontaktperson: Weitere Untersuchungen nötig

Eine Infektion mit dem Hantavirus konnte bei einer als Kontaktperson in die Uniklinik Düsseldorf gebrachten Person bisher nicht ausgeschlossen werden. Es gebe keine Hinweise auf eine Infektion, sagte ein Sprecher der Uniklinik Düsseldorf. Aufgrund der sehr unterschiedlichen Inkubationszeit seien jedoch eine weitere Beobachtung und zusätzliche Untersuchungen erforderlich. Die Schutzmassnahmen werden deshalb vorsorglich aufrechterhalten.

Die Person soll auf dem Kreuzfahrtschiff «Hondius» Kontakt zu einem Hantavirus-Fall gehabt haben. Sie kam am späten Mittwochabend mit einem speziellen Transport-Konvoi zur vorsorglichen Untersuchung in der Uniklinik Düsseldorf an. Einsatzkräfte der Feuerwehr Düsseldorf hatten sie zuvor am Flughafen in Amsterdam übernommen. Nähere Angaben zu der Person wie Alter, Geschlecht oder Wohnort machte die Uniklinik Düsseldorf nicht.

Nach Angaben des niederländischen Aussenministeriums sollte eine 65 Jahre alte Deutsche in Düsseldorf untersucht werden. Sie soll in engem Kontakt mit der deutschen Frau gestanden haben, die an Bord gestorben war. (dpa)

12:33 Uhr

Donnerstag, 7. Mai

29 Passagiere verliessen Schiff bei Zwischenstopp

Das Kreuzfahrtschiff «Hondius» hatte noch vor der Entdeckung des Hantavirus einen Zwischenstopp gemacht, auf dem nach Angaben des Veranstalters Oceanwide Expeditions 29 Passagiere von Bord gegangen waren. Diese Passagiere hätten am 24. April auf der britischen Insel St. Helena im Süden des Atlantischen Ozeans das Schiff verlassen. Das war aber den Angaben zufolge gut zehn Tage vor der Bestätigung des ersten Hantavirus-Falles.

Auch die niederländische Frau, die wenig später in Johannesburg an dem Virus starb, verliess auf der Insel das Schiff. Etwa zwei Wochen zuvor war bereits ihr Mann an Bord gestorben. Zum Zeitpunkt des Zwischenstopps war aber unklar, dass das Hantavirus möglicherweise die Ursache war. Auch ein Schweizer hatte in St. Helena das Schiff verlassen. Er ist jetzt ebenfalls mit dem Virus infiziert und befindet sich nun in einer Klinik in Zürich.

Passagiere aus einem Dutzend Ländern

Die Passagiere kamen den Angaben zufolge aus etwa 12 Ländern, darunter war auch ein Deutscher. Der Veranstalter hat nach eigenen Angaben alle Passagiere informiert.

Nach Angaben des niederländischen Aussenministeriums leiten nun die Gesundheitsbehörden Grossbritanniens gemeinsam mit der Weltgesundheitsorganisation WHO die Untersuchung, ob Passagiere mögliche Symptome aufweisen.

Das Schiff fährt unter niederländischer Flagge. Daher ist auch das Land für die Lage an Bord zuständig. (dpa)

10:51 Uhr

Donnerstag, 7. Mai

KLM-Flugbegleiterin mit Verdacht auf Hantavirus im Spital

Eine Flugbegleiterin der niederländischen Airline KLM wurde ins Spital eingeliefert, mit Verdacht auf eine Hantavirus-Infektion. Das berichtet RTL Niederlande. Zuvor hatte sie in Johannesburg Kontakt mit einer 69-jährigen Niederländerin, die einen Tag später am Virus verstorben war. Die Flugbegleiterin befindet sich im UMC Spital in Amsterdam. Sie ist in Isolation und wird auf das Virus getestet. (jbl)

20:41 Uhr

Mittwoch, 6. Mai

Flugzeug bringt Passagiere von Schiff mit Hantavirus nach Amsterdam

Ein Flugzeug hat nach dem Ausbruch des Hantavirus an Bord eines Kreuzfahrtschiffes drei Passagiere in die Niederlande gebracht. Die Maschine landete am Mittwoch auf dem Flughafen Amsterdam, wie die Weltgesundheitsorganisation WHO mitteilte. Es handle sich um zwei Infizierte und einen Verdachtsfall, hiess es. Die Passagiere sollten in Krankenhäuser gebracht werden.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO hat es an Bord des Kreuzfahrtschiffes «Hondius» acht Krankheitsfälle gegeben, von denen fünf durch Labortests bestätigt worden sind. Etwa 150 Passagiere sind in ihren Kabinen an Bord des niederländischen Schiffes isoliert. Nach offiziellen Angaben zeigen die Menschen an Bord keine Symptome. (dpa)

20:02 Uhr

Mittwoch, 6. Mai

Rätselhafte Infektionen auf Kreuzfahrt – was steckt hinter dem Hantavirus?

Nach einem Krankheitsausbruch auf der MS Hondius mit mehreren Todesfällen bestätigt das BAG einen Fall in der Schweiz. Experten ordnen ein, wie gefährlich das Virus ist und ob eine Ansteckung von Mensch zu Mensch droht.

17:15 Uhr

Mittwoch, 6. Mai

WHO: Drei Passagiere mit Hantavirus-Verdacht von Schiff geholt

Drei Passagiere mit Hantavirus-Verdacht sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vom Kreuzfahrtschiff «Hondius» vor der Küste von Kap Verde evakuiert worden. Sie seien auf dem Weg in die Niederlande, teilte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch mit.

Die WHO beobachte in Absprache mit den Betreibern des unter niederländischer Flagge fahrenden Schiffs engmaschig den Gesundheitszustand von Passagieren und Crew. «In diesem Stadium bleibt das allgemeine Risiko für die öffentliche Gesundheit gering», schrieb Tedros auf der Plattform X.

Ein niederländisches Krankenhaus bestätigte, dass es einen der drei Patienten aufnehmen werde. Eine der Personen sollte nach der Ankunft in den Niederlanden für eine vorsorgliche medizinische Abklärung nach Düsseldorf gebracht werden. (dpa)

16:20 Uhr

Mittwoch, 6. Mai

WHO sucht 82 Flugpassagiere

Bisher hat das Hantavirus, das auf dem Kreuzfahrtschiff MV Hondius ausgebrochen ist, drei Tote gefordert. Es handelt sich um ein älteres Ehepaar aus den Niederlanden und eine Person aus Deutschland. Die Niederländerin war am 25. April von St.Helena nach Südafrika geflogen. Im Spital starb sie schliesslich an den Folgen des Virus, nachdem bereits ihr Mann verstorben war.

Im Flugzeug, das die Frau nach Südafrika gebracht hatte, sassen weitere Passagiere. Die Weltgesundheitsorganisation WHO befürchtet nun, dass es dabei zu weiteren Ansteckungen gekommen sein könnte. Sie versucht nun, so schnell wie möglich die 82 Passagiere aufzuspüren.

Konkret soll es sich um den Flug 4Z132 der Fluggesellschaft Airlink handeln. Die Embraer 190 flog um 14.40 Uhr am 25. April in St.Helena los und kam um 20.31 Uhr Lokalzeit in Johannesburg an. Die Suche nach den betroffenen Passagieren sei eingeleitet worden, meldet die WHO.

Eigentlich ist eine Übertragung des Hantavirus von Mensch zu Mensch ungewöhnlich. Trotzdem geht die Weltgesundheitsorganisation mittlerweile davon aus, dass es an Bord der MV Hondius zu einer ebensolchen Übertragung gekommen ist. (watson, vro)

16:17 Uhr

Mittwoch, 6. Mai

Ein Schweizer spricht über die Infektion mit dem Virus

Nach den Infektionen auf einem Kreuzfahrtschiff wird viel über das Virus gesprochen und geschrieben. Doch wie verläuft eine Infektion?

16:16 Uhr

Mittwoch, 6. Mai

Eine Person aus der Schweiz infiziert

Auf dem Schiff hat sich auch eine Person aus der Schweiz befunden, die sich mit dem Virus angesteckt hat. Sie wird aktuell im Unispital Zürich behandelt. Das hat das Bundesamt für Gesundheit (BAG) bekannt gegeben.

Das Kreuzfahrtschiff mit den infizierten Personen befindet sich aktuell vor Kap Verde.
Bild: AP

Nach aktuellem Kenntnisstand des BAG und der Reederei befanden sich keine weiteren Schweizer Staatsangehörigen auf dem Schiff.

16:15 Uhr

Mittwoch, 6. Mai

Hantavirus-Schiff darf auf Kanarischen Inseln anlegen

Spanien hat dem von Hantavirus-Fällen betroffenen Kreuzfahrtschiff «Hondius» das Anlaufen eines Hafens auf den Kanarischen Inseln erlaubt.

Diese Entscheidung sei in Abstimmung mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der EU getroffen worden. Das betroffene Kreuzfahrtschiff mit knapp 150 Menschen an Bord war vom Süden Argentiniens aufgebrochen und ankert derzeit vor Kap Verde.

Unter den offenbar sieben Erkrankten soll sich auch ein Arzt befinden. Kap Verde könne den Einsatz nicht durchführen, weil es keine Kapazitäten habe, hiess es.

Die Kanarischen Inseln seien deshalb der nächstgelegene Ort mit den notwendigen Kapazitäten. Spanien habe eine moralische und rechtliche Verpflichtung, diesen Menschen zu helfen; darunter seien auch mehrere spanische Staatsbürger. (dpa)

16:14 Uhr

Mittwoch, 6. Mai

Hantavirus ausgebrochen

Auf dem Kreuzfahrtschiff «Hondius» ist es zu einem Ausbruch des Hantavirus mit mehreren Todesfällen gekommen. Dies ist jüngst bekannt geworden. Deshalb haben wir uns entschieden, einen Newsblog zu diesem Thema aufzusetzen. Hier finden Sie alle Neuigkeiten zum Thema in Kurzform.

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