Gastkolumne

Hans im Unglück und die 10-Millionen-Schweiz

Was uns ein altes Märchen über die Grenzen des Schweizer Erfolges erzählt.
Hans im Glück emfindet den Verlust seines Besitzes als Befreiung.
Foto: Illustration: Paul Hey

«Alles Wesentliche ist längst gesagt», spottete Karl Valentin, «nur noch nicht von allen.» Gilt im Fall der «Zehn-Millionen-Schweiz» definitiv. Und wenn ich mich trotzdem noch vordränge, so liegt das am Hans im Märchen. Schuld ist Hans im Glück. Er treibt sich schon lange um in meinem Stoffhaushalt, wartet auf seinen Einsatz. Und so eine Chance erlebt er nicht so rasch wieder: Die postmoderne CH-Sippe kokettiert mit seinem Revival. Sehnen wir uns insgeheim, den ganzen Krempel von Besitz und Wohlstand und Wachstum loszuwerden? Um die wahre Freiheit zu gewinnen, die sonst vertrocknet vor lauter Sorge ums Erwerben und Zusammenhalten materieller Güter?

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